Microsoft reagiert auf Kritik zur Store-Richtlinie für Open Source-Software

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Der Microsoft Store hat mit zahlreichen Plagiaten zu kämpfen. Beliebte und kostenlose Open Source-Software wird unter anderem Namen mit einem Preisschild versehen. Rein rechtlich ist dies dank liberaler Software-Lizenzen erlaubt. Allerdings ist es nicht schön anzusehen, wenn unerfahrene Nutzer für freie Software Geld zahlen, welches nicht an die eigentlichen Entwickler geht.

Aus diesem Grund führte Microsoft eine neue Store-Richtlinie ein, wie ich in einem vergangenen Artikel berichtet hatte. Sie verbietet die Bepreisung von freier Open Source-Software vollständig. Rein formell dürfte also niemand mehr Geld mit seiner App verdienen, sobald sie anderswo kostenlos und quelloffen zur Verfügung steht.

Für uns war von Anfang an klar, dass Microsoft das Ziel verfolgt, die lästigen Plagiate zu bekämpfen. Ich hielt es für sehr unwahrscheinlich, dass auch die rechtmäßigen Entwickler, die Geld für ihre Apps verlangen, dieser Richtlinie unterliegen. Allerdings habe ich dennoch Bedenken geäußert. Denn es ist für das Store-Team nicht nachzuvollziehen, ob die Einreichung vom tatsächlichen Entwickler ausging, oder von einem Dritten.

Neue Microsoft Store-Richtlinie sorgt für Kritik

Wortwörtlich genommen verbietet die Richtlinie trotzdem jegliche finanzielle Erträge durch freie Open Source-Software. Dementsprechend war es abzusehen, dass Microsoft dafür massiv Kritik ernten könnte. So ist es eingetroffen.

Sowohl in zahlreichen Nachrichtenartikeln als auch auf Plattformen wie Twitter und Reddit zeigen sich viele Leute sichtlich enttäuscht von Microsoft. Denn es erweckt den Eindruck, als hätte Microsoft ein Problem damit, dass Entwickler für ihre großartige Arbeit entlohnt werden würden, wenn sie diese quelloffen zur Verfügung stellen. Vor allem, weil viele Entwickler diesen Weg gehen, im Store einen kleinen Preis zu verlangen, da es eine einfache und unkomplizierte Bezahlschnittstelle ist.

Microsoft möchte Richtlinie anpassen

Giorgio Sardo, der als General Manager für den Store zuständig ist, reagierte auf die Kritik. Er machte nochmals deutlich, dass Microsoft diese Regel nur entworfen hat, um etwas gegen irreführende Einträge zu unternehmen. Zudem sieht er wohl ein, dass die Formulierung ungünstig gewählt ist. Aus diesem Grund versprach Sardo, die Richtlinie zukünftig anzupassen.


via: Windows Central

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Über den Autor

21 Jahre alt | Redakteur & Videoproduzent bei WindowsArea seit 2016

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