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Notebooks sicher machen – Zwischen Softwareschutz und vorsichtigem Umgang

Mann sitzt im Bus und tippt Daten in Laptop ein

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Notebooks sind die perfekten Begleiter auf privaten Reisen und Geschäftsreisen. Sie eignen sich, um stets flexibel zu bleiben und unterwegs im Zug, Restaurant, Café oder einem Coworking Space zu arbeiten. Allerdings bringen das mobile Arbeiten und der Transport des Notebooks auch einige Risiken mit sich. Unterwegs droht der Verlust des Notebooks und auch die Daten können verlorengehen. Diebstähle, Transportschäden, Datenverlust und Sicherheitslecks können ein Risiko sein. Doch wie kann man sein Notebook unterwegs schützen? Grundsätzlich unterscheiden sich die Maßnahmen zur Absicherung eines Windows Notebooks nicht wesentlich von der Absicherung eines klassischen Windows Desktops. Es gibt dennoch einige Unterschiede, die jeder Nutzer eines Windows-Notebooks kennen sollte.

Notebooks unterwegs sperren und wertvolle Daten schützen

Ist man mit dem Notebook unterwegs, so sind die wertvollen Daten häufig gefährdet. Hier muss noch nicht einmal der schlimmste Fall eines Verlusts oder Diebstahls des Notebooks eintreten. Es reicht, dass das Notebook für einige Zeit unbeaufsichtigt ist. Vielleicht lässt man das Notebook an seinem Platz, während man im Café zur Toilette geht oder sich in der Bibliothek einen Kaffee holt. Hier gilt es, das Notebook vor Zugriffen durch Fremde zu schützen und vertrauliche Daten abzusichern.

Ein wichtiger Schritt ist, das Notebook bei Abwesenheit zu sperren. Auch wer sein Notebook nur wenige Minuten unbeaufsichtigt lässt, riskiert, dass sich Unbefugte Zugang zu den darauf befindlichen Daten verschaffen. Wenige Minuten reichen aus, um beispielsweise ungesicherte Daten auf einen USB-Stick oder eine Speicherkarte zu ziehen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Rechner zu sperren, wenn er an einem öffentlich zugänglichen Ort genutzt wird.

Wer sich kurz die Beine vertreten, die Toilette besuchen oder einen Kaffee holen möchte, sollte auf jeden Fall in den Sperrbildschirm wechseln. Bei einem Windows-Notebook gelingt das in Sekundenschnelle mit der Tastenkombination Windows + L. Alternativ kann man das Windows-Menü aufrufen und auf das Symbol mit dem Benutzernamen klicken. Anschließend wählt man hier „Sperren“ aus.

Wichtig zu wissen: Damit das mit der Bildschirmsperre überhaupt funktioniert, benötigt man ein passwortgeschütztes Benutzerkonto. In der Regel wird das bei der Installation des Notebooks unter Windows automatisch angelegt. Wer sich beim Einrichten des Notebooks gegen eine passwortgeschützte Nutzung entschieden hat, sollte den Passwort-Schutz schnellstmöglich nachholen. Hierfür klickt man auf das Windows-Startmenü und wählt anschließend das Symbol für den Benutzernamen. Jetzt wählt man „Kontoeinstellungen“ ändern, klickt auf „Anmeldeoptionen“ und auf „Kennwort hinzufügen“.

Notebook mit einem Schloss sichern

Wer sich zusätzlichen Schutz für sein Notebook wünscht, kann sich für ein richtiges Schloss entscheiden. Es schützt das Notebook vor dem Zugriff durch Unbefugte und dient der Abschreckung. Notebookschlösser funktionieren ähnlich wie Fahrradschlösser und können auch für andere mobile Geräte wie Tablets oder Laptops genutzt werden. Es gibt sie mit Schlüssel und mit Zahlencode, so dass jeder das passende für sein Gerät finden kann.

Weitere Schutzmaßnahmen für das Notebook

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Es reicht nicht, sein Notebook mit einem Passwort oder einem Schloss zu schützen. Es gibt zusätzliche Maßnahmen, die man unbedingt vornehmen sollte:

  • Regelmäßige Backups anlegen: Das mag zwar mühsam sein, aber ein Backup anzulegen, gehört zu den wichtigsten Sicherheitsregeln. Auch der bestgeschützte Computer kann von einem Zusammenbruch der Festplatte oder einem Trojaner betroffen sein. Wer dann kein Backup hat, hat möglicherweise alle Daten verloren. Am besten macht man das regelmäßig und nutzt dafür eine externe Festplatte und entsprechende Tools.
  • Sicherheitssuite installieren: Die auf dem Markt gängigen Sicherheitssuiten bieten alle ein hohes Schutzniveau. Mit einer solchen Sicherheitssuite ist das Notebook beispielsweise vor Attacken über USB-Sticks, E-Mails und das Internet geschützt. Ein kostenloses Programm reicht hier in der Regel aus, man muss dann allerdings einiges an Werbung in Kauf nehmen. Der in Windows enthaltene Defender hat ein geringeres Schutzniveau als eine Sicherheitssuite.
  • Regelmäßige Updates durchführen: Sehr viele Programme sind mit dem Internet verbunden und es ergeben sich dadurch immer wieder Sicherheitslücken. Solche Sicherheitslücken können nur geschlossen werden, wenn die Programme durch Updates regelmäßig aktualisiert werden. Zu den besonders wichtigen Updates gehören die Updates des Betriebssystems, der Internetprogramme und der Sicherheitsprogramme. Updates können und sollten automatisch installiert werden.
  • Sichere Passwörter verwenden: Je sensibler die Inhalte eines Accounts sind und je wichtiger dieser ist, desto besser sollte er geschützt sein. Der Verlust eines Accounts kann schwere Folgen haben. Hier sollte man immer ein sicheres Passwort wählen. Oftmals wird geraten, ein Passwort mit mindestens zwölf Zeichen zu verwenden und es sollten auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten sein. Es sollte sich nicht um sprachliche Begriffe handeln. Es ist zudem wichtig, für jeden Account ein anderes Passwort zu wählen. Nutzt man das gleiche Passwort für mehrere Accounts und wird einer der Accounts gehackt, so hat der Hacker auch Zugriff auf alle anderen Accounts. Hier kann es hilfreich sein, ein Tool zu nutzen, um Passwörter automatisch zu generieren und zu managen.

Vorsicht bei fremden Geräten und in fremden Netzen

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USB-Sticks und USB-Laufwerke können Trojaner und Viren auf das Notebook übertragen. Hier sollte man vorsichtig sein und nicht jeden USB-Stick, den man irgendwo erhält, an das eigene Gerät anschließen. Auch Router, Smart-Fernseher und ELAN-Repeater können ein Einfalltor für Viren und Trojaner sein. Oftmals ist das Notebook durch eine Sicherheitssuite zwar gut geschützt, aber nicht immer reicht dieser Schutz aus.

Ähnlich vorsichtig wie mit fremden Geräten sollte man mit fremden Daten umgehen. Sehr viele Dateien können genutzt werden, um einen Schaden anzurichten. Insbesondere ausführbare Dateien sind mit Vorsicht zu genießen. Trojaner und Viren können auch über bekannte E-Mail-Adressen von Familie, Freunden und Kollegen kommen, denn der Absender lässt sich fälschen. Auch Internetvideos, für die man einen Code herunterladen soll, können Trojaner enthalten.

Ein weiterer Angriffspunkt ist der eigene Router. Hacker können sich in das Heimnetz einklinken und so unbemerkt Zugriff auf alle im Netz vorhandenen Geräte bekommen. Das heißt, der Router sollte besonders gut geschützt werden. Der erste und wichtigste Schritt hierbei ist die Auswahl eines sehr sicheren Passworts. Am besten wird das Passwort zudem regelmäßig geändert.

Wer sein Notebook in einem fremden Netz oder einem offenen Netz nutzen möchte, sollte besonders vorsichtig sein. Alle Geräte im offenen Netz befinden sich im gleichen Segment. Das bedeutet, viele der gängigen Sicherheitsmechanismen greifen nicht. Hier ist es sinnvoll, unter Windows einzustellen, dass man als Gast unterwegs ist beziehungsweise ein öffentliches Netz nutzt. Das kann man zusätzlich in den Netzwerkeinstellungen überprüfen. Die Drucker- und Dateieingabe sollte zusätzlich deaktiviert werden. Noch besser geschützt ist, wer mit VPN surft.

Notebook richtig transportieren

Notebooks haben gegenüber herkömmlichen Desktops einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich transportieren. Allerdings muss auch beim Transport der Schutz des Notebooks gewährleistet sein. Für den Transport eines Notebooks gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Rucksack: Ein Rucksack in einer passenden Größe und am besten mit einem gesonderten Fach für das Gerät eignet sich sehr gut für den Transport eines Notebooks. Hier sollte man jedoch bedenken, dass Rucksäcke eher weich sind und damit nicht optimal vor Stößen schützen. Auch vor Feuchtigkeit kann ein Rucksack nicht zu 100 Prozent schützen.
  • Notebooktasche: Eine Notebooktasche bietet je nach Größe ausreichend Platz und ist zumeist auch gut gepolstert. Bei sehr heftigen Stößen reicht die Polsterung möglicherweise nicht aus. Auch bei starkem Regen kann die Schutzfunktion einer Tasche an ihre Grenzen kommen. Aber auch hier gilt, dass man wie bei einem Rucksack abwägen muss zwischen Komfort und Schutz.
  • Hartschalenkoffer: Als besonders sicher gelten spezielle Hartschalenkoffer mit Polsterung. Mit ihrer harten Schale schützen sie zuverlässig vor Stößen und auch Regen kann den wasserdichten Gehäusen nichts anhaben.
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