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Microsoft will Lücke schließen zwischen Apps und PWAs – nur nicht bei sich selbst

Ohne mobiler Plattform tut sich Microsoft enorm schwer, im App-Markt mitzumischen und damit auch, im Tablet-Markt relevanter zu werden. Viele beliebte Apps werden nur für Android und iOS entwickelt, nicht für Windows.

Entsprechend möchte Microsoft App-Entwickler über seinen Browser anlocken: Web Apps sollen künftig in Windows „aussehen und sich anfühlen wie native Apps“, schreibt Microsoft in einem Blogpost. So haben Progressive Web Apps bislang keine Möglichkeit, auch Titel- und Navigationsleisten im System zu ändern.

Diesen Mangel will Microsoft künftig beheben: Progressive Web Apps sollen sich zukünftig noch mehr wie native Anwendungen anfühlen, da die Titelleiste künftig nicht mehr fürs System reserviert sein wird. Neue und modernere Arten der Navigation sollen möglich sein und ein insgesamt nativeres Benutzererlebnis.

Office PWA: Nur ja kein natives Verhalten

Interessant ist diese Bemühung von Microsoft insbesondere in Anbetracht der eigenen Progressive Web Apps, die man anbietet. Dazu gehören beispielsweise Outlook.com sowie die Office Web-Apps. Beide lassen sich per Browser installieren, liefern allerdings bewusst nicht das Benutzererlebnis, das Microsoft von anderen Web-Entwicklern erwartet.

Zum Beispiel: Google Docs lässt sich genauso wie Office Online über das Menü „Apps“ im Edge-Browser als „Programm“ installieren. Die Anwendungen sind dann im Startmenü, am Desktop sowie optional auch per Taskleiste aufrufbar. Soweit so gut.

Öffnet man allerdings in Google Docs ein neues Dokument, dann öffnet sich dieses ganz normal innerhalb der Anwendung und man kann sein Dokument bearbeiten. Microsofts Office Online PWA öffnet ein neues Word-, Excel- oder PowerPoint-Dokument allerdings immer in einem neuen Tab im Browser. Die PWA wirft den Nutzer also bewusst und beabsichtigt aus der App raus.

Klar, Microsoft muss seine Interessen schützen und man hat keine Absicht, das kostenlose Office Online-Benutzererlebnis auch nur ansatzweise mit den bezahlten Desktop-Programmen vergleichbar zu machen. Es erscheint allerdings unglaubwürdig, wenn ein Konzern, der voll auf PWAs setzt, diese gleichzeitig selbst in ihrer Funktionalität reduziert, um Kunden ein schlechteres Benutzererlebnis zu bieten, wenn sie die PWAs nutzen möchten.

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