Explorer.exe hat auch unter Windows 11 vieles zu stemmen. Neben dem Datei-Explorer selbst kommen in diesem Prozess viele Komponenten der Shell unter. Dazu zählt Task-View, jegliche Desktop-Icons, das Action-Center und die Taskleiste. Spätestens wenn man den Prozess Explorer.exe über den Task-Manager beendet, blickt man auf ein leeres Windows 11, was die Zusammenhänge verdeutlicht.
Microsoft strebt an, alle Komponenten der Shell auszulagern und somit den Datei-Explorer in eine eigenständige App zu verwandeln. Dies würde den Ressourcenverbrauch ein wenig erhöhen, doch gleichzeitig die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit steigern. Ein abstürzendes Explorer-Fenster würde nicht mehr für einen Reset der Taskleiste sorgen und umgekehrt.
Die kürzlichen Bemühungen dazu verstecken sich in der aktuellen Windows Insider-Build des Dev-Kanals. Denn darin entdeckte @StartIsBack den neuen Prozess ShellAppRuntime.exe, der durch die Feature-ID 39319758 aktiviert werden kann.
Weiterführend hat @PhantomOfEarth den neuen Prozess in einem Video demonstriert, welches ihr auf Twitter findet. Darin beendet er den neuen ShellAppRuntime.exe-Prozess, woraufhin sich alle sichtbaren Shell-Elemente ebenfalls beenden. Es ist also ein ähnlicher Effekt zu sehen, wie wenn man Explorer.exe beendet, wie zu Anfang bereits erwähnt.
Microsoft has been trying out moving the Immersive shell out of Explorer (credit to @StartIsBack for spotting this), and in 25267 there seems to have been more progress.
ShellAppRuntime.exe now starts and shell works decently unlike in 25211-25262 but is quite buggy https://t.co/Bu0R5O6VUq pic.twitter.com/LpGVIZWmcy
— phantomofearth 🌳 (@phantomofearth) December 14, 2022


