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Windows 10 bekommt kontroverse Backup-App

Die integrierte Backup-Funktionalität in Windows ist seit Jahren eine Schwachstelle des Betriebssystems und das dürfte sich in nächster Zeit ändern. Anstatt den Dateiversionsverlauf zu modernisieren und die Systemwiederherstellung zu überarbeiten, setzt Microsoft als Backup-Lösung auf den Cloud-Dienst OneDrive.

Hiervon zeugt auch die neue Backup-App, welche mit dem kommenden 23H2 Update in Windows 11 mitgeliefert werden dürfte. Diese erlaubt das Sichern von Bibliotheken-Ordnern, einer Liste der installierten Apps, Einstellungen und Login-Informationen auf OneDrive. Für das „Backup“ von Dateien wird die Bibliotheken-Integration der OneDrive-App benutzt, während App- und Programmdaten nicht gesichert werden. Obwohl die App auch suggeriert, Apps würden gesichert, wird lediglich eine Liste der installierten Programme gesichert. Bei der „Wiederherstellung“ dieses App-Backups werden die Anwendungen einfach wieder aus dem Microsoft Store heruntergeladen. Für Win32-Programme, die im Store nicht verfügbar sind, wird lediglich auf die Webseite des Herstellers verwiesen und die Lizenzen können selbstverständlich nicht wiederherstellt werden.

Interessanterweise bringt Microsoft diese neue Backup-App auch auf Windows 10. Mit dem jüngst für Release Preview-Insider veröffentlichten KB5029331 hat Microsoft die Backup-App auch unter Windows 10 22H2 vorinstalliert. Eine echte Alternative zu einem Backup ist die App enttäuschenderweise nicht, da Microsofts Fokus bei dieser App hauptsächlich darin liegt, seinen Cloud-Speicherdienst inkl. potenzieller Abo-Möglichkeiten zu promovieren.


Quelle: PhantomOfEarth

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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