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Windows 11 Build 26090 erscheint als erste “RTM”-Version von 24H2

Microsoft hat gestern die Windows 11 Insider Preview Build 26090 im Dev- und Canary-Channel veröffentlicht. Dies ist die erste Version, in der Microsoft das Watermark am rechten untere Bildschirmrand sowie die Timebomb deaktiviert. Dies dürfte im Zuge der Vorbereitungen für den Marktstart kommender Windows 11 ARM-Geräte und der neuen „KI PCs“ geschehen.

Wie wir bereits in unserem „Windows 12“-Video ausführlicher erklärt hatten, benötigen die neuen „KI PCs“ eine Reihe von Komponenten, die Microsoft erst mit dem Windows 11 24H2 Update hinzufügen wird. Wie geplant, veröffentlicht Microsoft nun eine „RTM“-Version von Windows 11 24H2 für Hersteller, welche allerdings nur als vorinstalliertes System für Kunden und sonst nicht außerhalb des Windows Insider-Programms angeboten wird.

Unklar ist allerdings noch, ob die Build 26090 die finale Version für das Windows 11 24H2 Update sein wird. Das Update bringt eine ganze Reihe von Verbesserungen und Veränderungen fürs System mit. Weitere größere Neuerungen sollten noch im Laufe der Entwicklung bis Herbst fertiggestellt werden. Die aktuellen Neuerungen haben wir im Folgenden für euch zusammengefasst.

Widgets Board Verbesserungen

Microsoft hat die Auslieferung der Widgets Board Verbesserungen wieder aufgenommen, die ursprünglich mit der Build 26058 begonnen hatte. Die Verbesserungen umfassen eine neue Navigationsleiste auf der linken Seite, die es ermöglicht, zwischen einem dedizierten Widgets-Dashboard und anderen integrierten Dashboards wie Discover zu wechseln. Das Widgets-Dashboard zeigt personalisierte Inhalte von euren bevorzugten Apps und Diensten an, wie z.B. Nachrichten, Wetter, Kalender, To-Do-Listen und mehr. Das Discover-Dashboard bietet euch Empfehlungen für interessante Inhalte, wie z.B. Filme, Musik, Spiele und mehr. Ihr könnt die Dashboards nach euren Wünschen anpassen und mit einem Klick darauf zugreifen1.

SMB-Protokolländerungen

Microsoft hat ab Build 26085 einige Änderungen am Server Message Block (SMB) Protokoll vorgenommen, die sich auf QUIC, die Signierung und Verschlüsselung beziehen. SMB über QUIC ist eine neue Funktion, die es ermöglicht, eine sichere SMB-Verbindung über das Internet herzustellen, ohne VPN oder Port-Weiterleitung zu benötigen. Mit der neuen Build können Administratoren den SMB über QUIC-Client mit Gruppenrichtlinien und PowerShell deaktivieren. Außerdem werden erfolgreiche SMB über QUIC-Verbindungsereignisse nun im Ereignisprotokoll geschrieben, einschließlich des QUIC-Transports. Des Weiteren können Administratoren nun die SMB-Server- und Client-Unterstützung für SMB-Signierung und -Verschlüsselung überwachen. Dies zeigt an, ob ein Drittanbieter-Client oder -Server die SMB-Verschlüsselung oder -Signierung nicht unterstützt.

Windows Copilot hilft nur 10 Mal bei lokalen Accounts

Nutzer, die über Tricks ihren Windows 11 PC mit einem lokalen Benutzeraccount verwenden, können in Zukunft den Windows Copilot immerhin ausprobieren. Microsoft gestattet Kunden ab Build 26090 eine „Testperiode“ von nur 10 Fragen, bei denen der Windows Copilot auch ohne Anmeldung mit einem Microsoft-Account helfen wird. Danach müssen sich Nutzer zwingend mit einem Microsoft-Account anmelden, wenn sie die integrierte Systemfunktion auf ihrem rechten Bildschirmrand weiterbenutzen möchten.

Weitere Verbesserungen

Neben diesen beiden Hauptfunktionen hat Microsoft auch einige kleinere Verbesserungen und Fehlerbehebungen in der Build 26090 vorgenommen, wie z.B.:

  • Watermark und Timebomb wurden entfernt, wird allerdings für zukünftige Versionen wieder zurückkehren.
  • Neu gestaltete Einstellungen-Seite für die Windows Update „Übermittlungsoptimierung“ wurde zwischenzeitlich entfernt, sollte aber demnächst wieder zurückkehren.
  •  Verschiedene Probleme mit ruckliger Gaming-Performance und explorer.exe-Crashes wurden behoben.

Es ist etwas ungewöhnlich, dass Microsoft eine Windows Insider-Version zwischenzeitlich als „Production signed“ veröffentlicht, quasi als eine der abschließenden Entwicklungsversionen, um dann wieder die Entwicklung fortzusetzen und weitere Features zu implementieren. Der Grund sind allerdings die neuen Geräte mit Intels Meteor Lake-Chips sowie Qualcomms Snapdragon X Elite, welche mit neuen NPUs, aber auch mit WLAN 7-Netzwerkchips auf den Markt kommen. Diese Hardware und einige ihrer Funktionen werden jedoch erst ab Windows 11 24H2 unterstützt.

Microsoft ist nämlich noch eine ganze Reihe an versprochener Funktionen für Windows 11 24H2 schuldig, darunter die Implementierung weiterer KI-Funktionen in den Windows Explorer. Diese Neuerungen könnte der Konzern im Zuge der Build-Konferenz oder schon zuvor während seines für Mai geplanten Surface- und KI-Events präsentieren.


Quelle: Microsoft

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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