Hier ist die komplette Anleitung:
Anleitung um Linux unter Windows zu installieren (kein WSL!!):
Inhalt:
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Einleitung
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VirtualBox (Windows)
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Vorbereitungen
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Linux Installation
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Linux starten
1. Einleitung
Diese Anleitung ist für Desktop-PC’s gedacht in denen mehrere HDD’s/SSD’s eingebaut sind oder eine leere zusätzlich eingebaut wurde auf die Linux installiert werden soll.
Für Laptops/Notebooks kann diese Anleitung ebenfalls genutzt werden wenn sie folgende Voraussetzung erfüllen: es muss ein zusätzlicher Anschluss für eine HDD/SSD vorhanden sein!
Ist dies nicht der Fall funktioniert diese Anleitung nicht und sollte keinesfalls benutzt werden, da sonst ein kompletter Datenverlust entsteht!
Wird die oben genannte Voraussetzung (separate HDD/SSD) erfüllt bleiben die eigenen Dateien und das installierte Windows erhalten, falls man Windows doch noch benötigen sollte. Eine Datensicherung der eigenen Dateien ist nicht notwendig, außer Windows soll gelöscht werden!
Ich gehe in dieser Anleitung davon aus, das Windows erhalten bleibt.
2. VirtualBox (Windows)
Die Überschrift dieses Kapitels ist erst mal etwas verwirrend und erklärt erst einmal nicht was VirtualBox mit der Linux-Installation zu tun hat.
Als erstes wird VirtualBox für Windows von <a href=" Link entfernt "> Link entfernt heruntergeladen (aktuellste Version!). Es wird die Windows-Version benötigt!
Erklärung: Mit VirtualBox unter Windows wird Linux installiert, weil es dadurch bedeutend einfacher wird!
Nach dem Download VirtualBox installieren. Wo ist egal, weil VirtualBox nur für diese Anleitung benötigt wird, außer es wird später noch für andere Dinge genutzt.
3. Vorbereitungen
Zuerst wird eine Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet: rechter Mausklick auf dem Startmenü. Terminal (Administrator) auswählen und mit der linken Maustaste anlicken um die Eingabeaufforderung zu starten.
Alternativ sind folgende Schritte auch mit der Powersahell (als Administrator) möglich.
Ist die Eingabeaufforderung gestartet wechselt man in das Verzeichnis in dem VirtualBox installiert wurde (z. B. Z:\Programme\VirtualBox).
Jetzt gibt man: VBoxManage list hostdrives ein um alle eingebauten Festplatten anzeigen zu lassen.
Wichtig: hier müssen! mehr als 1 Festplatte aufgelistet sein! Ist das nicht der Fall: bitte das in der Datenträgerverwaltung von Windows überprüfen!
Ist dort ebenfalls nur 1 Festplatte vorhanden obwohl mehrere Festplatten vorhanden sind: bitte prüfen ob alle Festplatten korrekt angeschlossen sind bzw. mit Strom versorgt werden!
Sollten weiterhin keine weiteren Festplatten angezeigt werden könnte ein Neustart des Computers das Problem lösen.
Werden keine weiteren Festplatten angezeigt, trotz einem Neustart und funktionieren die Festplatten (z. B. an einem anderen Computer) könnte ein Hardwaredefekt (Mainboatrd) die Ursache sein.
In diesem Fall diese Anleitung nicht durchführen!
Werden alle Festplatten ohne Fehler aufgelistet muss die Festplatte herausgesucht werden auf die Linux installiert werden soll.
Jede Festplatte beginnt mit folgender Zeile (als Beispiel):
Drive: \\.\PhysicalDrive1
PhysicalDrive entspricht der Bezeichnung Datenträger in der Datenträgerverwaltung.
Die nachfolgende Nummer ist bei PhysicalDrive und Datenträger identisch!
Fortgeschrittene/Profis können die Ausgabe von „VBoxManage list hostdrives“ benutzen. Anfänger sollten die Datenträgerverwaltung von Windows benutzen und dort die korrekte Festplatte identifizieren.
Folgende Tipps sind hilfreich für Anfänger um die korrekte Festplatte zu erkennen:
1. eine neu gekaufte und eingebaute Festplatte nicht formatieren auch wenn Windows diese gerne formatieren möchte!
2. eine leere vorhandene Festplatte in der Datenträgerverwaltung löschen => dadurch wird sie als unformatiert in der Datenträgerverwaltung angezeigt oder
3. eine leere Festplatte erkennt man an der freien Festplattenkapazität => die Gesamtkapazität wird fast angezeigt!
Falls jemand unsicher ist: jemanden dazu holen der sich gut auskennt => das gilt für alle nachfolgenden Schritte!!
Wurde die korrekte Festplatte herausgefunden muss als nächstes eine VDMK-Datei erstellt werden, damit VirtualBox Zugriff auf die physikalische Festplatte hat (wo Linux später installiert wird).
In der aktuellen Eingabeaufforderung wird dazu folgendes eingegeben (eine Zeile!): VBoxManage createmedium disk --filename "<Pfad>\<Name>.vmdk" --format=VMDK --variant RawDisk --property RawDrive=\\.\PhysicalDrive<Nummer>
Legende zur Befehlszeile:
<Pfad>: der Pfad zur VMDK-Datei. Diesen gut merken, da dieser später gebraucht wird!
<Name>: ist der Name für die VMDK-Datei. Tipp: den Namen der zu installierenden Linux-Dristibution angeben (falls man VirtualBox generell für virtuelle Maschinen nutzt und andere lokale Laufwerke einbinden will!)
<Nummer>: das ist die Nummer der Festplatte auf die Linux installiert werden soll => entspricht der Nummer aus der Datenträgerverwaltung/VboxManage Ausgabe!
Wurde die Datei erfolgreich erstellt, kann jetzt VirtualBox gestartet (unbedingt als Administrator!) und eine virtuelle Maschine erstellt werden. Grafik-, Audio-, RAM- und CPU-Einstellungen sind nicht so wichtig, da diese durch die physikalische Hardware bestimmt werden.
WICHTIG! Soll Windows weiter genutzt werden Muß die Secure-Option in VirtualBox gesetzt werden. Virtuelle Maschine auswählen => System => Hauptplatine => „Secure Boot“ aktivieren.
Wird Windows gelösacht oder gar nicht mehr gestartet, kann „Secure Boot“ deaktiviert bleiben.
Unter „Massenspeicher“ fügt man beim standardmäßig aufgeführten „IDE-Controller“ ein „Optisches Laufwerk hinzu (die heruntergeladene Installations- ISO-Datei der Linux-Distribution).
Unten im Dialogfenster fügt man dann einen neuen Controller hinzu: SATA (wichtig, da die lokale Festplatte ebenfalls an einem echten SATA-Anschluß angeschlossen ist). An diesem wird die zuvor erstellte VMDK-Datei „angeschlossen“ indem man über die Dialoge die vorher erstellte VMDK-Datei auswählt.
Diese Konstellation entspricht somit einem PC, der ein DVD-Laufwerk enthält in dem eine gebrannte DVD eingelegt ist, die von der Installations- ISO der Linux-Distribution erstellt wurde und eine leere SSD/HDD die an einem SATA-Anschluß angeschlossen ist.
4. Linux installieren
Startet man nun die virtuelle Maschine passiert das, was bei der oben genannten physischen Hardware auch passiert: es wird von der DVD gebootet und das Linux-Installationsprgramm gestartet.
Linux kann genau so installiert werden, als wenn man es auf echter Hardware installieren würde.
Einziger Unterschied: durch das beschriebene Vorgehen „isoliert“ man die Festplatte die für die Linux-Installation vorgesehen ist.
Vorteil für Anfänger: sie brauchen nicht zig Mal im Installationsprogramm (Abschnitt „Formatieren“) kontrollieren, ob es wirklich die korrekte Festplatte ist! Das Problem für Anfänger: in Windows ist die erste Festplatte der Datenträger 0. Linux benutzt eine ganz eigenes System und das ist am Anfang besonders verwirrend. Was bei Windows als Datenträger 0 bezeichnet wird ist unter Linux z. B. sda3 (wobei das „s“ heute für SATA-Anschluß steht, das „a“ für den 1. SATA-Anschluß. Die „3“ steht für eine Partition innerhalb eines Linux-Volumes.
Ist die Installation von Linux unter VirtualBox abgeschlossen kann die virtuelle Maschine heruntergefahren werden und Windows neu gestartet werden.
Hinweis: startet der Computer neu muss das Boot-Menü aufgerufen werden. In dem Auswahlfenster stehen jetzt 2 Einträge (Windows als 1. Eintrag) und als 2. der Name der Linux-Distribution die installiert wurde.
Dieser Eintrag startet dann das Linux.
Ist das Linux gestartet kann man einen Benutzer anlegen, falls man dies unter VirtualBox nicht gemacht hat und sich einloggen. Nun kann man den Paketmanager starten und die passenden Gerätetreiber installieren die nicht bei Linux standardmäßig mitgeliefert werden.
Da die virtuelle Maschine unter Windows im Linux 2 VirtualBox-Pakete installiert hat (VBox_guest und Vbox_kdm sollten diese über den Paketmanager deinstalliert werden.
Das bewirkt das die Linux-Distribution schneller wird, da keine VirtualBox-Dinge wie VBox Guest und VBox kdm mehr geladen werden.
Ich habe nach dieser Anleitung meine Linux-Disttribution installiert, weil ich das Problem hatte mehrere Festplatten im PC eingebaut zu haben, die ich aber nicht vom Strom trennen konnte um die Linux-Festplatte zu isolieren und um dadurch eine saubere Installation zu gewährleisten damit andere Festplatten nicht versehentlich gelöscht werden!
Ja, es gibt diverse Tools die einen Manager integriert haben um die betreffende Festplatte gezielt auszuwählen, aber diese Lösungen kamen für mich nicht in Frage nach einigen Tests.
Diese Lösung ist für Anfänger einfacher, weil sie keine langen Installationsvideos auf YouTube schauen müssen und sich notwendige Grundkenntnisse über Linux aneignen müssen, weil während des Installationsprozesses die Festplatte partitioniert (GPT) und formatiert werden muss und man vorher wissen muss, an welcher Stelle (SATA-Anschluß) welche Festplatte angeschlossen ist)!
Im Partitions-Abschnitt muss man, bei mehreren Festplatten, diejenige auswählen auf der man Linux installieren will. Linux zeigt (bzw. zeigte früher) nicht an, welche Festplatte man gerade ausgewählt hatte (Bezeichnung).
Bei meiner Anleitung gibt es nur 1 Festplatte: die auf der Linux installiert werden soll. Kein manuelles auswählen und „grübeln“ ob es die korrekte ist. Stimmt die Nummer bei der Erstellung der VMDK-Datei ist auch die korrekte Festplatte eingebunden und wird als einzige Option ausgewählt. Das vereinfacht die Linux-Installation für Anfänger extrem!
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