Während man sich als Windows-Nutzer bereits daran gewöhnt hat, dass Windows 8.0 und Windows Phone 8-Apps regelmäßig eingestellt werden, sind die Meldungen über eingestellte Universal Apps wesentlich seltener, aber umso erschreckender.
Nun hat auch das bekannte Börsenmagazin Wall Street Journal in der App angekündigt, dass diese ab dem 30. Juni nicht mehr funktionieren wird. Das betrifft sowohl die App für Windows 10 als auch Windows 10 Mobile. Man empfiehlt den Nutzern, die Anwendungen unter iOS und Android auszuprobieren.
Ist die UWP-Strategie in Gefahr?
Die Anwendung des Wall Street Journal war im Sommer 2015, also gemeinsam mit dem Release von Windows 10, veröffentlicht worden und war auch recht gut entwickeln. Umso unerfreulicher ist es für die bestehenden Nutzer, dass sie nun auf die Web-Version umsteigen müssen.
Dass allerdings eine hochqualitative Universal App eingestellt werden muss, erhebt durchaus Zweifel an Microsofts UWP-Strategie. Es ist nämlich nicht die erste Windows 10-App, welche eingestellt werden muss, vermutlich, da die geringe Menge an Nutzern die Entwicklungskosten nicht rechtfertigt.
Obwohl Windows 10 bereits über 400 Millionen Nutzer hat, sieht nur ein Bruchteil der Nutzer die Apps im Store. Microsoft hat es in den fast zwei Jahren des Windows 10-Release nicht geschafft, den Store als eine wichtige Plattform für den Bezug von Software zu etablieren. Dank der Desktop Bridge finden nun einige traditionelle Desktop-Programme den Weg in den Windows Store, doch es gibt Zweifel daran, dass dieser Schritt der UWP-Strategie von Microsoft wirklich zuträglich ist.
via WindowsCentral