Nokia Q2 2013: 7,4 Millionen ausgelieferte Lumia-Smartphones

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Nokia hat heute den Finanzbericht für das 2. Quartal 2013 veröffentlicht, in dem der Konzern einen im Vergleich zum vorigen Quartal (5,85 Mrd. Euro) niedrigeren Umsatz in Höhe von 5,69 Milliarden Euro verzeichnen konnte. Dem steht allerdings ein (operativer) Verlust von 115 Millionen Euro gegenüber, was im ersten Moment schlimmer klingt als es tatsächlich ist. Denn zum einen betrug der Verlust im ersten Quartal 2013 150 Millionen Euro und zum anderen zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresquartal (825 Mio. Euro Minus), dass Nokia in den vergangenen drei Monaten relativ gut abgeschnitten hat. Zudem liegt bei Außerachtlassung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) ein Gewinn von 303 Millionen Euro vor. Wichtig zu wissen ist indes auch, dass ein Großteil der (operativen) Verluste auf die HERE-Sparte zurückzuführen ist. Diese hat im Gegensatz zur Devices & Services Abteilung (33 Mio. Euro Minus) einen Verlust von 89 Millionen Euro eingefahren. Dem steht wiederum eine positive Entwicklung in Bezug auf das kürzlich vollständig übernommene Nokia Siemens Network gegenüber, denn hier generierte Nokia selbst unter Beachtung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften einen Gewinn in Höhe von 8 Millionen Euro

Lumia Absatz erreicht Rekordwert

Besser schneidet Nokia im Hinblick auf die eigenen Windows Phone Smartphones ab, denn das Unternehmen konnte im zurückliegenden Quartal insgesamt 7,4 Millionen Geräte der Lumia-Reihe verkaufen – das entspricht einer Zunahme von 32% im Vergleich zum Vorquartal. Folglich erziehte Nokia in diesem Zusammenhang das bislang beste Ergebnis, seit das Unternehmen das Windows Phone OS zum primären Betriebssystem ernannt hat. Denn im Vorjahreszeitraum konnte das finnische Unternehmen gerade einmal 4,4 Millionen Lumia Smartphones verkaufen, wohingegen es im ersten Quartal 2013 rund 5,6 Millionen Geräte waren. Festzuhalten bleibt also ein von Quartal zu Quartal anhaltender Anstieg der ausgelieferten Windows Phone Smartphones. Dabei dürfte die Abnahme des Durchschnittspreises (ASP) eines verkauften Smartphones von ehemals 191 Euro (erstes Quartal) auf 157 Euro (zweites Quartal) der Einführung und der anscheinenden Popularität des Low-End Windows Phones Lumia 520 geschuldet sein.

Feature Phones rückläufig

Anders verhält es sich bei Nokias Feature Phones, denn von diesen wurden im zweiten Quartal 53,7 Millionen Einheiten ausgeliefert, während es im ersten Quartal 2013 noch 55,8 Millionen Geräte waren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem immerhin 73,5 Millionen Feature Phones abgesetzt wurden, fällt der Unterschied aber weit größer aus.

Die vorgelegten Zahlen kommentierte Stepehn Elop, CEO bei Nokia, folgendermaßen:

In unserem Smartphone-Geschäft fokussieren wir uns weiterhin auf die Bereitstellung von sinnvollen Differenzierungsmerkmalen für unsere weltweiten Kunden. Wir sind sehr stolz auf die jüngsten Entwicklungen vonseiten unseres Lumia Teams, beginnend beim Lumia 520 – unser günstigstes Windows Phone 8 Produkt, das in China, Frakreich, Indien, Thailand, Vietnam, Großbritannien und den USA einen soliden Start hinlegte – bis zum Lumia 1020, unser neuer Kamera-Star, den wir in der vergangenen Woche vorgestellt haben. Insgesamt wuchs das Lumia Volumen im zweiten Quartal auf 7,4 Millionen, der bisher höchste Quartals-Wert und zeigt die zunehmenden Impulse für das Ökosystem. Für das dritte Quartal erwarten wir, dass unsere neuen Lumia Produkte einen signifikanten Teil zur Steigerung der Umsätze der Smart Devices Sparte beitragen werden.

– Stephen Elop, CEO bei Nokia


Quelle: Nokia.com | Bildquelle: wmpoweruser.com

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