Cyanogen bestätigt Partnerschaft mit Microsoft – betrifft jedoch nicht ‚CyanogenMod‘

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In den letzten Monaten überschlugen sich die Meldungen über die Partnerschaft zwischen Microsoft und Cyanogen mit teilweise widersprüchlichen Inhalten. Selbst die jüngst veröffentlichte offizielle Ankündigung musste kurz darauf um ein wichtiges Detail ergänzt werden. Doch dazu später mehr…

Cyanogen ist das Unternehmen, das aus dem Community-Projekt CyanogenMod hervorgegangen ist: also eine alternative Android-ROM mit zahlreichen Funktionen, die Googles eigene Variante nicht bietet. CyanogenMod wird standardmäßig ohne die zahlreichen Google-Dienste ausgeliefert und bietet daher Nutzern die Freiheit zu wählen, welche Dienste sie auf ihren Endgeräten verwenden möchten. In einer ersten Meldung an die Presse sprach Cyanogen davon, dass man die „beliebten Dienste von Microsoft ins Cyanogen OS integrieren“ wolle. In den darauffolgenden Zeilen nennt man außerdem die Anwendungen und Dienste, welche von der Partnerschaft zwischen Cyanogen Inc. und Microsoft umfasst werden – nämlich Bing Dienste, Skype, OneDrive, OneNote, Outlook und Microsoft Office.

Vom „CyanogenMod“ ist in dieser Pressemeldung zwar nicht die Rede, allerdings wurde die Erwähnung von „Cyanogen-Betriebssystems“ zum großen Teil in die Richtung des Mods gedeutet. Was nicht nur zu falschen Schlagzeilen führte, sondern auch zu unbegründeten Ängsten innerhalb der Fangemeinde. Ein Blog-Beitrag hat dieses Missverständnis wenige Stunden später aufgeklärt. Darin legt das Unternehmen dar, man werde Microsofts-Dienste nicht in CyanogenMod integrieren. Die Ankündigung betrifft tatsächlich lediglich das Cyanogen OS, den kommerziellen Ableger des CyanogenMods. Doch auch beim Cyanogen OS bleibt man der eigenen Linie treu und gewährt den Nutzern daher die Möglichkeit, vorinstallierte Microsoft-Dienste ohne Weiteres zu entfernen.

Pressemeldung

Cyanogen Announces Strategic Partnership With Microsoft

Cyanogen Open OS Platform to Offer Microsoft Services Later This Year

PALO ALTO, CA–(Marketwired – April 16, 2015) – Cyanogen Inc. and Microsoft Corp. announced a partnership to integrate popular Microsoft services across the Cyanogen Operating System. With offices in Palo Alto and Seattle, Cyanogen is a leading mobile operating system company that is evolving the Android platform to create a more open, level playing field for third-party developed apps and services.

Under the partnership, Cyanogen will integrate and distribute Microsoft’s consumer apps and services across core categories, including productivity, messaging, utilities, and cloud-based services. As part of this collaboration, Microsoft will create native integrations on Cyanogen OS, enabling a powerful new class of experiences.

„People around the world use Cyanogen’s operating system and popular Microsoft services to engage with what matters most to them on their mobile devices,“ said Kirt McMaster, CEO of Cyanogen Inc. „This exciting partnership with Microsoft will enable us to bring new kinds of integrated services to mobile users in markets around the world.“

„We aspire to have our tools within arm’s reach of everyone, to empower them in all aspects of their lives. This partnership represents another important step towards that ambition,“ said Peggy Johnson, Executive Vice President of Microsoft Corp. „We’ll continue to deliver world-class experiences across productivity and communications on Windows, and we’re delighted that Cyanogen users will soon be able to take advantage of those same powerful services.“

The distribution arrangement includes a number of Microsoft services: Bing services, Skype, OneDrive, OneNote, Outlook, and Microsoft Office.

About Cyanogen Inc.
Cyanogen is reimagining mobile computing, giving power to the people to customize their mobile device and content experiences. The CYANOGEN® operating system is built on Android and known for its revolutionary personalization features, intuitive interface, speed, improved battery life, and enhanced security. With a rapidly growing global user base and a vibrant community of developers, we’re intelligently connecting smartphone and tablet consumers to people, apps, and things they love. For more information, visit Cyanogen’s website, Google+, Twitter, and Facebook.


Quelle: Pressemeldung | CyanogenMod Blog

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Puffy
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Puffy

Ein CyanogenWPmod auf Androiden, das wäre doch was 🙂

lumiahans
Mitglied
lumiahans

Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist von Cyanogen, wenn man sich von Google unbedingt lossagen will und stattdessen zu Amazon, Microsoft uns Co geht. Natürlich setzt man nicht alles auf ein Unternehmen und man unterstützt auch nicht den absoluten Marktführer. Trotzdem fände ich es besser, wenn man auf Dienste kleinerer Unternehmen /OpenSource setzen würde und nicht die riesigen Konzerne, wie Dropbox, Telegram, evt neuen Appstore aufmachen, …
Aber wahrscheinlich gehts ums Geld, da sind große Konzerne natürlich besser für geeingent.

microne
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microne

Es benutzt aber kaum jemand die kleineren Dienste auf dem PC geschweige denn es gibt sie überhaupt für den PC. Da lobe ich mir doch lieber eine gute Verzahnung zwischen Smartphone und PC.

Ugchen
Mitglied
Ugchen

„man unterstützt auch nicht den aktuellen Marktführer“…

Selten so einen Bullshit gelesen…

Wenn die Leistung des Marktführers stimmt, warum soll „man“ dann auf ein viel schlechteres Angebot umsteigen?
Nur wegen dem Revolutions-Willen?

Amo
Mitglied
Amo

Sie könnten ja dann auch MAPPS als Paket anbieten, so wie aktuell die GAPPS. 😉

Max_256
Mitglied
Max_256

Microsoft Apps/Google Apps?

Amo
Mitglied
Amo

Richtig! 😉

MetalForLive
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MetalForLive

Wäre wohl auch der Untergang für Cyanogenmod wenn sie solche Apps vorinstallieren würde.
Es ist ja schließlich das was den Mod aus macht, dass man keine Bloatware etc. Drauf hat.

PhJo2310
Mitglied
PhJo2310

Wo gesagt, wenn dir die Dienste nicht passen, kannst du sie einfach deinstallieren.

Giant
Mitglied
Giant

Vom “CyanogenMod” ist in dieser Pressemeldung nicht zwar die Rede,
… zwar nicht… fände ich besser