
Microsoft hat mit Copilot Tasks ein neues Tool zur Erledigung von Aufgaben mit KI vorgestellt. Microsoft beschreibt es als To-Do-Liste, jedoch eine, die den Copilot einbezieht. Es soll das klassische Aufgabenmanagement auf ein neues Niveau heben. Statt nur Erinnerungen zu setzen oder Checklisten abzuhaken, übernimmt die KI künftig ganze Arbeitsabläufe. Von der Planung bis zur Ausführung. Copilot Tasks ist damit weniger eine To‑do‑Liste und mehr ein digitaler Assistent, der Aufgaben tatsächlich erledigt. Der nächste Schritt einer echten KI-Revolution?
Nutzer formulieren ihr Ziel in natürlicher Sprache, welcher dann vom Copiloten erledigt wird. „Beobachte günstige Flüge nach Berlin und informiere mich bei Preisänderungen“, soll künftig als Prompt komplett ausreichen. Copilot zerlegt diese Anweisung automatisch in einzelne Schritte, nutzt Webdienste, E‑Mail, Kalender oder Dokumente selbstständig und führt den Task im Hintergrund aus. Dafür greift die KI auf einen eigenen virtuellen Computer mit Browser zu und kann so app‑übergreifend arbeiten.
Besonders stark ist Copilot Tasks bei wiederkehrenden oder komplexen Aufgaben. Dazu zählen das regelmäßige Erstellen von Wochenberichten, das Überwachen von Wohnungs‑ oder Gebrauchtwagenangeboten, das Zusammenfassen von E‑Mails samt Anhängen oder das Vorbereiten von Präsentationen. Auch organisatorische Aufgaben wie Reiseplanung, Hotelpreis‑Monitoring oder das Vergleichen von Abonnements lassen sich automatisieren.
Wichtig ist dabei die Kontrolle durch den Nutzer. Copilot handelt nicht blind: Bei sensiblen Aktionen wie Zahlungen, Buchungen oder dem Versenden von Nachrichten fragt das System explizit nach einer Bestätigung. Jeder Task kann pausiert oder abgebrochen werden. Microsoft betont, dass Copilot Tasks kein Autopilot ist, sondern ein Werkzeug, das auf Anweisung arbeitet.
Aktuell befindet sich Copilot Tasks noch in einer begrenzten Forschungs‑Vorschau, welche zum Start nur in den USA verfügbar ist. Der Zugang ist nicht öffentlich. Interessierte Nutzer können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen. Langfristig zeigt Microsoft damit klar, wohin die Reise geht: Weg von passiven KI‑Chats, hin zu aktiven Systemen, die Ideen direkt in Ergebnisse verwandeln sollen. Fraglich ist, ob Microsofts KI dafür ausreichend intelligent denken kann und natürlich, ob die Bereitstellung eines solchen Dienstes nicht einer erheblichen Ressourcennutzung auf Seiten Microsofts bedarf.

