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Windows Insider bekommen über alle Kanäle hinweg aktuell jeweils ein Update mit neuen Windows 11 Builds. Dabei gibt es einige interessante Neuerungen, darunter mehrere entfernte, aber auch einige interessante neue Funktionen.
Changelogs der neuen Windows 11 Insider Builds:
- Beta: Build 26220.9202
- Experimental: Build 26340.9212
- Beta (26H1): Build 28020.2731
- Experimental (26H1): Build 28120.2738
- Experimental (Future Platforms): Build 29648.1000
Anpassbares Kontextmenü
Über die wohl größte Neuerung hatten wir bereits im Vorfeld berichtet, nämlich das anpassbare Kontextmenü. Microsoft führt in den Einstellungen unter Personalisierung die Option „Kontextmenü“ ein, von wo aus Nutzer das Rechtsklickmenü werden anpassen können.
Dabei stehen folgende Menü-Optionen zur Verwaltung zur Verfügung:
- Senden an
- Verknüpfung erstellen
- Als Pfad kopieren
- Nach links drehen / nach rechts drehen (für Bilddateien)
- Primäre Aktionen inline anordnen (Ausschneiden, Kopieren, etc. als eigene Zeile im Menü darstellen)
Zudem lässt sich die Separierung von Kontextmenüeinträgen für Cloud-Anbieter konfigurieren. Die Einträge von OneDrive und anderen Anbietern können entweder wahlweise nur in einem eigenen Abschnitt angezeigt werden, jedoch nur in Ordnern, die vom jeweiligen Cloud-Anbieter verwaltet werden. Oder aber die Kontextmenüeinträge von OneDrive und Co. werden als ganz normale App-Erweiterungen angezeigt. Auch der „Mehr Optionen anzeigen“-Eintrag kann künftig komplett deaktiviert werden, wenn das alte Kontextmenü gar nicht mehr gebraucht wird. Zuletzt gibt es auch die Möglichkeit, die Eigenschaften immer am Ende des Kontextmenüs anzeigen zu lassen, wo diese Option nämlich auch hingehört.
Unter „App Erweiterungen“ lassen sich dann auch jene Anwendungen konfigurieren, welche die Berechtigung bekommen, im Kontextmenü dargestellt zu werden. Zahlreiche Apps unterstützen zwar mittlerweile das neue Kontextmenü, allerdings wird dieses dank der größeren Knöpfe auch sehr schnell überfüllt. Insbesondere mit eigenen Einträgen von Systemanwendungen wie auch dem Copiloten hat Microsoft immens zu dieser Überfüllung des Kontextmenüs beigetragen. In Zukunft bekommen Nutzer etwas mehr Kontrolle.
Das Feature ist in Experimental-Build 26340.9212 erstmals enthalten und könnte bei einigen Nutzern vorerst nicht angezeigt werden. Auf einer von zwei meiner Testinstallationen wird das Feature nicht angezeigt und die Option als Feature Flag fehlt ebenfalls noch.
Drag Tray wird entfernt
Microsoft hat sich verdientermaßen auch bei Windows Insidern über das Feedback zum Drag Tray bedankt, jener „Teilen“-Leiste, welche beim Verschieben von Dateien am oberen Bildschirmrand erschien. Damit wollte Microsoft die Freigabe von Dateien an verschiedene Apps erleichtern, allerdings war die Funktion bei Insidern überhaupt nicht beliebt. „Basierend auf dem Feedback“, teilte der Konzern mit, hat man beschlossen, dieses Erlebnis zu entfernen.
wmic (Windows-Verwaltungsinstrumentations-Befehlszeilenhilfsprogramm) wird entfernt
Nach Microsofts kürzlicher Ankündigung hat der Konzern eine wichtige Änderung unter der Haube vollzogen und die „Windows Management Instrumentation Commandline“ (kurz WMIC) entfernt. Das Feature ist seit Windows 10 Version 21H1 bereits als veraltet markiert und seitdem arbeitet Microsoft an einer Entfernung der Komponente. Das Werkzeug wurde einst von Geräteherstellern und Software-Entwicklern zum Abruf von Geräteinformationen benutzt, was heute andere WMI-Komponenten sowie die PowerShell übernimmt. WMIC stammt noch aus Windows XP-Zeiten, unterstützt somit kaum moderne Sicherheitsmechanismen und wurde oftmals von Malware ausgenutzt. Die Entfernung erfolgt gleichzeitig über sämtliche oben gelisteten Windows 11 Builds hinweg. Wir selbst brauchten das WMIC für die offizielle Hersteller-Software von Minisforum in seinem sehr spannenden Minisforum V3-Tablet.
Weitere Verbesserungen

Ansonsten enthalten die Builds natürlich zahlreiche Bugfixes, die wir hier nicht alle aufzählen werden und einige wichtige Verbesserungen. Auf diese können wir sehr wohl noch eingehen: Der Windows Explorer wird beispielsweise schneller. Microsoft will in der Beta-Build die File Explorer Start-Seite schneller gemacht haben, während der Empfohlen-Abschnitt darin nun auch per Touch scrollbar ist. Außerdem gibt es neue und umgestaltete Emoji.

