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Microsofts 7000€ KI-Laptop ist bis zu 2 Mal schneller als das MacBook Pro (bei KI-Aufgaben)

Microsoft hat seinen Surface Laptop Ultra im Zuge des Surface-Events gestern abend offiziell vorgestellt, welcher in Medien schon seit Monaten als „MacBook Pro-Killer“ kolportiert wird. Ursprünglich angekündigt hatte der Konzern das Produkt schon im April, aber erst gestern folgten finale Spezifikationen, Verfügbarkeiten und natürlich der Preis.

Fangen wir da am besten an: Der Surface Laptop Ultra kommt am 16. Oktober auch in Deutschland auf den Markt. Die Basiskonfiguration mit 24 GB Arbeitsspeicher geht ab 2899 Euro los, allerdings kann der Laptop Ultra auch bis auf 6879 Euro hochkonfiguriert werden. Der Unterschied ergibt sich nicht nur beim Arbeitsspeicher, sondern auch bei CPU und GPU.

Die „Basis“ gibt es mit 24 oder 32 GB RAM, welche den RTX Spark N1X-Chip mit 5120 Grafikkernen und 18 Prozessorkernen mitbringt. Die stärkere Konfiguration des N1X liefert 6144-GPU-Kerne und 20 CPU-Kerne. Beide sollen laut Microsoft vor allem für lokale KI-Aufgaben geeignet sein, um Kreative und Entwickler dadurch bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Der Konzern verspricht, die Top-Konfiguration könne LLMs mit bis zu 120B Parametern ausführen und eine Leistung von bis zu 1 PFLOP bieten können.

All das verpackt Microsoft gekonnt in ein recht schlankes 15-Zoll Laptop-Gehäuse, welches nur 18 Millimeter dünn sein soll. Dadurch wird der Surface Laptop Ultra sogar weniger als 2 Kilogramm wiegen. An der Front gibt es ein Mini-LED-Touchdisplay im klassischen 3:2-Seitenverhältnis, welches Helligkeiten von bis zu 2000 Nits erreichen soll bei HDR-Darstellung.

Während des Events hatte Microsoft nicht nur über die KI-Fähigkeiten gesprochen, sondern das Produkt sogar anfangs als Gaming-Maschine präsentiert. Er soll schließlich in der Lage sein, AAA-Titel zu zocken, Gears of War soll mit 60 FPS laufen und Call of Duty soll 2027 auf die ARM-Plattform kommen.

Schon das wäre für einen derart schlanken Laptop vor einigen Jahren durchaus ein Verkaufsargument gewesen, allerdings hängt die Gaming-Leistung von ARM-Laptops bekanntlich längst nicht allein von ihrer reinen Leistung ab. Vielmehr macht vielen Besitzern solcher Laptops aktuell einfach die Kompatibilität einen Strich durch die Rechnung. GTA 4 läuft auf meinem Lenovo Yoga Slim 7x (Snapdragon X Elite) ebenfalls mit 60 FPS, allerdings werden mehr als 50% der Texturen nicht geladen. Ähnliches gilt für viele andere Software unter Windows ARM genauso. Dennoch wollte sich Microsoft den Vergleich zum aktuellen M5 Pro MacBook Pro nicht verkneifen: Der Surface Laptop Ultra sei bis zu 2x schneller als Apples Laptop beim Ausführen von LLMs und bis zu 6x schneller für Videogenerierung. Witzigerweise nannte man keine anderen Vergleichswerte, auch nicht welche, die für die übrigen 99% der Nutzerschaft wichtiger wären.

Der Surface Laptop Ultra ist jetzt über den Microsoft Store offiziell ab 2899 Euro vorbestellbar und wird ab 16. Oktober geliefert.

Merkmal Surface Laptop Ultra
Display 15″ Mini-LED, 3072 × 1920, 120 Hz
Prozessor NVIDIA RTX Spark
CPU Bis zu 20 Kerne
Grafik Bis zu 6.144 CUDA-Kerne
Arbeitsspeicher 24 bis 128 GB Unified Memory
SSD 512 GB bis 4 TB
Drahtlos Wi‑Fi 7, Bluetooth
Anschlüsse USB‑C, USB‑A, HDMI, SDXC, 3,5 mm
Gewicht < 2 kg
Dicke < 18 mm
Preis Ab 2.599 USD

Meine Live-Reaktion zum Event

"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."

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