Microsoft

Microsoft-Mitarbeiter wesentlich zufriedener unter Satya Nadella

Satya Nadella

Jener Mann, der aktuell bei Microsoft der höchste Entscheidungsträger ist und daher auch jede neue Strategie zu verantworten hat, ist vor allem unter Windows 10 Mobile-Fans nicht sonderlich beliebt. Das mobile Betriebssystem wird nicht mehr mit derselben Aufmerksamkeit gepflegt wie unter Steve Ballmer, stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die eigenen Stärken im Desktop-Bereich und in der Cloud.

Es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn dieses Gefühl über Satya Nadella auch bei Microsoft-Mitarbeitern vorhanden wäre, doch offenbar ist genau das Gegenteil der Fall. Trotz der Entlassung tausender Mitarbeiter, nicht nur aus der ehemaligen Nokia-Sparte, sind die Microsoft offenbar zufriedener als unter Steve Ballmer. Dies berichtet das Analystenhaus UBS auf Basis von Daten von Glassdoor, wo Mitarbeiter ihr Unternehmen anonym bewerten können. Demnach habe Satya Nadella eine Zustimmungsrate von 88 Prozent während mit Ballmer nur 51 Prozent zufrieden waren als er 2013 sein Amt abtreten musste.

Zufriedener als Apple

Es dürfte auch mit der Person Satya Nadella zusammenhängen sowie mit seinen Entscheidungen, dass Microsoft-Mitarbeiter offenbar 10 Prozent zufriedener sind als der Branchendurchschnitt, darunter auch Apple. Damit sind Microsoft-Mitarbeiter erstmals zufriedener als Apple-Mitarbeiter seit UBS diese Studie durchführt.

Microsoft ist wieder cool

Was sich bei den Mitarbeitern zeigt, hat womöglich auch auf junge Talente eine Auswirkung. Jenes Unternehmen, wo Mitarbeiter zufriedener sind, ist oftmals auch bei künftigen Mitarbeitern im Trend. Dies dürfte nicht unwesentlich damit zusammenhängen, dass Microsoft wieder als Innovationsträger wahrgenommen wird. Mit den Surface-Geräten hat man im Alleingang einen neuen Formfaktor kreiert sowie eine Premium-Marke und HoloLens sowie Surface Hub sind bislang führend in der Industrie. Das Cloud-Geschäft läuft ebenfalls außerordentlich gut, mit Windows 10 ist ein System der Redmonder wieder sehr weit verbreitet und Office hat es sehr erfolgreich vom Software-Produkt zum Abo-Modell geschafft.


via mspu / Quelle: BI

"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."

19 Kommentare

  1. „Microsoft ist wieder cool“

    Und wie Albert! Und wie! Die Kunden finden MS so cool, dass die Stimmung schon fast am Nullpunkt ist…

    „Postfaktische Zeiten“ hat die dicke, dumme Frau mit der Glaskugel (die über mein Land herrscht) bezeugt… Und mir scheint langsam, dass du auch zu so einem Postfaktiker mutierst… ?

  2. Die sind einfach nur froh, dass sie nicht in die permanenten Entlassungswellen unter Nadella fallen.
    Derartigen Umfragewerten traue ich nicht; zudem ist ein Chef, von dem man kaum etwas sieht oder hört, grundsätzlich beliebter als einer, der immer und überall präsent ist.

  3. Wenn dann niemand mehr ein Windows Smartphone hat und der Trend von Desktop weiterhin mehr auf mobile geht, dann hat der Inder auch nicht mehr so ein gutes Lachen.

    1. Stimmt, dann hat der Nadella aufs falsche Pferd gesetzt. ?
      In Mobile liegt die Zukunft, das wird sich noch zeigen. Und dann wartet Herr Nadella wahrscheinlich immer noch auf OEMs, die, das von ihm totgetrampelte mobile Win-System in ihre Devices verbauen ?. Aber bis dahin hat ja die Cloud die MegaGewinne eingefahren, die MS-Aktie hat mindestens 500% dazugewonnen ? und die WinFeatures laufen ohnehin auf den Konkurrenz-Systemen besser ? …wozu also noch WinMobile. Danke, Herr Nadella…sie machen Ihre Mitarbeiter und die Welt glücklich ?
      (Ironie?!)

  4. Ist doch eine schöne Sache.
    Ich muss auf meinem Highendphone von MS zwar dreimal hintereinander die Fehlermeldung wegdrücken, damit die Mailapp endlich synchronisiert, One Note spinnt, Akkuverbrauch wie ein 300PS Auto beim Spritschlucken, aber eine Performance wie ne Dampflock…allerding arbeite ich da ja auch nicht! Also fixxk mich!?

  5. Jajahahahahahaha! ?????

    Die MA sind zufriedener… Aber wohl nur diejenigen an denen der Kelch der Massenentlassung vorbeigegangen ist. Die sind wohl so verängstigt, dass Sie beim Führungsspiegel artig upvoting betreiben.

    Der Monkey Boy hat zwar früher ein paar Leuten den Kopf abgebissen, aber nie im großen Stil den Abbau einzelner Sparten und des Service betrieben… Ballmer dachte aggressiv und expansiv und hatte Durchhaltevermögen. Der Asket Nutella tickt völlig anders…

  6. Eine Kollegin von mir hat auch bei Microsoft gearbeitet und war total begeistert von ihm. Als ich dann fertig war mit meinem Rant über WP lachte sie nur und sage: We’ll why don’t you use Apple anyway?

    Ist doch toll wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, aber die Kunden im Strahl kotzen.

    1. Nun, kenne viele Microsofties, die ein bisschen darüber pissed sind, dass da sehr viele Leute gehen mussten, die zuvor nicht bei Nokia waren. Aber grds. sind viele zufrieden, das stimmt schon.

      1. Tja, wenn sich jemand aussuchen kann, wann und wo er auf dem Campus arbeitet und wenn man den Chef nie zu Gesicht bekommt, dann ist das Kreuzchen schnell an der „richtigen“ Stelle gesetzt.
        Fragt sich nur, ob so ein Führungsstil auf Dauer positive Ergebnisse bringt….der „gemeine Mensch“ neigt halt doch dazu, das ihm „Gebotene“ in erster Linie auszunutzen, wenn ihm keine Grenzen gesetzt werden.

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