Seit Jahren werden biegsame Displays auf den Elektronikmessen dieser Welt von den großen Herstellern präsentiert, über Samsung, LG bis hin zu Sharp und Panasonic. Seitdem wird von Fachjournalen regelmäßig spekuliert, das nächste Apple iPhone oder Samsung Galaxy S-Flaggschiff würde ein solches Display besitzen. Die wildesten Spekulationen wurden in Umlauf gebracht und unrealistischsten Konzepte den Lesern präsentiert.
Tatsächlich waren die auf den Elektronikmessen hergezeigten Konzepte noch wirklich frühe Exemplare und sollten nur wegweisend sein, wohin die Reise gehen kann. Die meisten biegsamen Displays waren sehr weit von der Marktreife entfernt und würden nur wenige hundert Stunden der Nutzung aushalten bevor Pixel sich verabschieden oder das Panel einfach bricht.
Microsoft, Google & Apple sind erste LG-Kunden
Es hat sich jedoch in den letzten Jahren eine ganze Menge getan bei den Displayherstellern und man scheint nun in die finale Entwicklungsphase zu gehen. Während Samsung anscheinend die eigenen biegsamen Displays in eigenen Smartphones verbauen will, kooperiert LG im Smartphone-Bereich mit Google und Apple. Microsoft zähle auch dieser ersten kleinen Gruppe an Kunden, jedoch wollen die Redmonder dem Bericht zufolge die Technologie für Tablets verwenden. Die Massenproduktion der biegbaren Displays soll ab 2018 losgehen, heißt es.
Samsung will technologische Überlegenheit nutzen
Samsung schient in diesem Segment sehr zuversichtlich, dass man selbst das bessere Produkt hat und sucht offenbar auch nicht nach Partnern für die Entwicklung. Man hat im Gegensatz zu LG, Lenovo und Oppo wesentlich mehr Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von gebogenen und biegsamen Displays und ist überzeugt, dass man diesen Vorteil beim fertigen Produkt für sich nutzen kann.
Wiederauferstehung des Microsoft Courier
Microsoft hatte vor Jahren an einem Konzept gearbeitet, nämlich dem Courier-Tablet, welches im Prinzip ein digitaler Notizblock war mit einem in der Mitte biegsamen Display. Das Konzept wurde jedoch nie realisiert, da sich die Führung damals mit dem Surface für einen traditionelleren und weniger riskanten Ansatz entschieden hat. Ob man dieses Konzept weiterverfolgen wird, wenn die Technologie tatsächlich bereit ist, bleibt aber fraglich.