Rückrufaktion: HP tauscht 100.000 Notebook-Akkus aus wegen möglicher Überhitzung

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Bei modernen Geräten kann es immer wieder zu Problemen kommen und vor potenziellen Defekten, Fehlfunktionen und schlechten Akkus ist kein Hersteller gefeit. Es kommt jedoch ganz auf den Hersteller an, ob man brennbare, potenziell gefährliche Akkus tauscht, die entsprechenden Smartphones zurückruft oder einfach versucht, die Spätfolgen einer zu schwachen Aluminium-Gehäusekonstruktion zu vertuschen.

Samsung hat beispielsweise erst Ende 2016 für großes Aufsehen gesorgt mit dem Galaxy Note 7, dessen Akku sich in so vielen Fällen entzündete, dass es komplett vom Markt genommen werden musste. Der südkoreanische Hardwarebauer hat aber schnell gehandelt und sofort nach Bekanntwerden eine Rückholaktion gestartet. Die Maßnahme war nicht nur kundenfreundlich, sondern hat sich am Ende für Samsung auch ausgezahlt, denn trotz der Möglichkeit ein neues Smartphone zu wählen, haben sich viele Kunden erneut gegen ein iPhone und für ein Samsung-Smartphone entschieden.

Mit einem ähnlichen, wenn auch nicht ganz so dramatischen, Fall hat HP seit Mitte 2016 zu kämpfen und zwar neigen die Akkus in einigen HP-Notebooks zur Überhitzung. Nachdem im Sommer des Vorjahres rund 41.000 Akkus zurückgerufen wurden, werden nun weitere 101.000 Notebook-Batterien ausgetauscht. Grund dafür ist, dass seit dem Vorjahr ein weiterer Vorfall mit einem überhitzenden und schmelzenden Akku bekannt wurde. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand und es entstand ein Schaden von etwa 1000 US-Dollar. Sicherheitshalber werden deswegen sämtliche Akkus von ähnlichen Geräten zurückgerufen. Laut HP betrifft es einige Notebooks der Reihen HP, Compaq, Compaq Presario, HP ProBook, HP Envy und HP Pavilion und zwar lediglich Modelle mit wechselbaren Akkus. Geräte, die zwischen März 2013 und Oktober 2016 verkauft wurden, sind betroffen und dem Hersteller zufolge sind es weniger als ein Prozent der in diesem Zeitraum verkauften Laptops.

Solltet ihr selbst ein HP Notebook besitzen, das in diesem Zeitraum erworben wurde, könnt ihr auf HPs offizieller Seite prüfen, ob euer Gerät betroffen ist. Dafür stellt das Unternehmen ein Überprüfungsformular sowie ein Desktop-Programm zur Verfügung. HP rät, das Notebook nicht mehr mit eingelegtem Akku zu verwenden bis der Ersatz geliefert wird.

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