Wie sicher ist Windows 10 S vor Viren und Hacker-Angriffen?

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Windows 10 S ist im Vergleich zu Windows 10 besonders abgesichert, erlaubt es dem Nutzer doch nur die Installation von Anwendungen aus dem Windows Store. Außerdem hat Microsoft zahlreiche Windows-Tools aus dem System entfernt.

Die größte Stärke von Windows 10 S ist, dass es den Nutzer vor sich selbst schützt, denn unser Test zeigte, dass weder die Performance, noch die Akkulaufzeit besser ist als bei Windows 10 Home. Dem Nutzer also eine Datei zu schicken, welcher diese als Administrator ausführt, wird nicht funktionieren.

Keine Viren, keine Scripts, aber Word-Makros

Ein Sicherheitsforscher wurde damit beauftragt, zu testen, wie gut das System tatsächlich abgesickert ist. Trotz fehlender Scripting-Tools fand der Forscher dennoch einen Weg ins System und zwar mittels einer DDL-Injection über Word-Makros. Er war somit in der Lage, über einen laufenden, autorisierten Prozess Code auszuführen und zwar als Administrator.

Wenn dieses Makro allerdings über das Internet oder per Mail heruntergeladen wird, kann es dem System nicht schaden, da das Dokument in einer „sicheren Ansicht“ angezeigt wird, welches das Ausführen von Makros verhindert. Wird es allerdings über ein Netzwerklaufwerk auf das System geladen, behandelt es Windows 10 S als eine sichere Datei.

Erst dann wäre das Script in der Lage, das System zu einen Cloud-basierten Kommandozeile zu verbinden, von wo aus die Kontrolle über das System übernommen werden könnte. Firewalls können deaktiviert, Systemdateien verändert und das System gesteuert werden.

Muss man sich jetzt fürchten?

Während Windows 10 S, genauso wie Windows 10 auch, nicht anfällig ist für eine bekannte Sicherheitslücke, wirkt der Test durchaus beunruhigend. Es muss allerdings erwähnt werden, dass hier zahlreiche Schritte notwendig sind sowie Social Engineering, um den Nutzer dazu zu bewegen, ein Dokument von einem Netzwerklaufwerk herunterzuladen, zu dem die Verbindung vorher durch den Nutzer hergestellt werden muss. Sehr gezielte Angriffe wären so in der Theorie möglich, allerdings ist der Aufwand sehr hoch bei ungewissem Erfolg. Vorsicht ist immer geboten, allerdings schützt Windows 10 S den Nutzer vor der größten Gefahr für ein Computersystem: sich selbst.


Quelle: ZDnet

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