Trekstor PrimeBook P14 Test – Was kann das Lidl Ultrabook?

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Seit Kurzem verkauft Lidl Deutschland das Trekstor PrimeBook P14 zum außerordentlich guten Preis von 249 Euro statt der üblichen 349 Euro. Das 14-Zoll Notebook haben wir bereits seit einiger Zeit im Test und wollen euch unsere Eindrücke natürlich nicht vorenthalten. Ein Video zum Notebook wird in den nächsten Tagen folgen.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Hardware

  • Display: 14-Zoll FullHD IPS, 1920 x 1080
  • Prozessor: Intel Celeron N3350, 1,1 bis 2,2 GHz
  • Arbeitsspeicher: 4 Gigabyte
  • Speicher: 64 Gigabyte SSD, weiterer freier M.2 Slot
  • Kamera: 2 Megapixel
  • Anschlüsse: MicroSD, USB Typ-C 3.1, MicroHDMI, 2 x USB Typ-A 3.1, 3,5mm Audio
  • Konnektivität: WLAN ac, Bluetooth
  • Gewicht: 1380 Gramm
  • Maße: 332 x 220 x 14,7 mm

Trekstor PrimeBook P14 Test – Verarbeitung und Design

Das Trekstor PrimeBook P14 ist in ein sehr schlankes Gehäuse aus Aluminium gehüllt, das wahlweise in einer schwarzen oder silbernen Optik daherkommt. Unserer Meinung nach wirkt die schwarze Variante deutlich eleganter. Neben der beeindruckend geringen Tiefe von knapp 15 Millimetern, kann das Trekstor PrimeBook P14 auch äußerlich überzeugen. Die diamantgeschliffenen Akzente an den Kanten verleihen dem 250-Euro-Notebook ein sehr schönes Look & Feel.

Das Metallgehäuse ist so dünn, dass die beiden USB Typ-A Anschlüsse an den Seiten nur gerade noch Platz findet, aber dennoch ist die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Die Tastatur lässt sich nicht eindrücken, die Spaltmaße sind so gut wie nicht zu spüren und alles sitzt fest an seinem Platz. Problematisch ist allerdings, dass das Display beim Tippen doch recht stark wackelt, was viele Nutzer als sehr störend empfinden. Ich persönlich empfand es angesichts des günstigen Preises als noch akzeptabel.

Beim Design kann man wenig aussetzen, denn das Trekstor PrimeBook P14 ist ein unauffälliges Notebook. Bis auf das neue Trekstor-Logo auf der Rückseite, das mit Chrom-Auslassungen ein stilisiertes T darstellt, gibt es am Lidl Ultrabook nichts Auffälliges. Das ist eine gute Sache, denn äußerlich kann es mit vielen 500 Euro-Notebooks mithalten.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Display

Das Trekstor PrimeBook P14 verfügt, wie der Name suggeriert, über ein 14-Zoll großes Display. Besonders erfreulich ist beim Preis von günstigen 249 Euro, dass es sich um ein FullHD-Panel handelt. In dieser Preisklasse sind nur wenige Geräte mit einem derart hochauflösenden Display ausgestattet.

FullHD sollte im Jahr 2018 zur Standardausstattung gehören und erfreulicherweise kann Trekstor das auch liefern. Alles, was an Qualität darüber hinaus geht, ist in dieser Preisklasse schon keine Selbstverständlichkeit.

Und das Trekstor PrimeBook P14 kann auch in Sachen Qualität durchaus überzeugen. Es handelt sich um ein IPS-Display und erfreulicherweise nicht um ein TN-Panel, sodass die Blickwinkel außerordentlich gut sind. Aus welchem Winkel man das Notebook auch betrachtet, die Farben verändern sich nicht. Die Farbdarstellung ist natürlich etwas blass, geht aber für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Die Helligkeit reicht vollkommen aus, um es vor einem hellen Fenster bedienen zu können, vor allem, da es über eine matte Beschichtung verfügt. In dieser Preisklasse kann sich das Trekstor PrimeBook P14 wirklich mit einem guten Display auszeichnen.

Trekstor PrimeBook P14 – Tastatur und Touchpad

Das Lidl Ultrabook verfügt über eine solide Tastatur, an die man sich schnell gewöhnen kann und die deutlich besser ist als man angesichts des Preises glauben mag. Wir hatten bei vorherigen Geräten von Trekstor, wie dem SurfBook W1, mit den Tastaturen schlechte Erfahrungen gemacht und der Hersteller hat offenbar auf dieses Feedback gehört. Natürlich ist es nicht die beste Tastatur, die ich je verwendet habe, aber sie ist wirklich hervorragend. Nicht nur für den Preis. Ich habe 1000 Euro Ultrabooks genutzt, auf denen das Tippgefühl schlechter war.

Man gewöhnt sich außerordentlich schnell daran und kann darauf in der Folge wirklich schnell schreiben. Man kann kritisieren, dass die einzelnen Tasten etwas klein sind und nicht die allerbeste Verarbeitung bieten, aber entscheidend ist am Ende das Tippgefühl und das ist perfekt.

Das Touchpad ist sehr geräumig und überraschend präzise. Es funktioniert schnell, ist zuverlässig und außerordentlich präzise. Auch hier hat Trekstor ganze Arbeit geleistet. Es wird der Präzisionstouchpad-Treiber verwendet, sodass Scrollen und die Windows-Gesten sehr gut und zuverlässig funktionieren.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Fingerabdruckscanner

Übrigens gibt es beim Trekstor PrimeBook P14 einen Fingerabdrucksensor, welcher in das Touchpad integriert ist. Dieser funktioniert sehr zuverlässig mit Windows Hello und erkennt den Nutzer im Regelfall sofort.

Im Gegensatz zu früheren Notebooks von Trekstor sind die Eingabegeräte wirklich gut gelungen. Sie sind hervorragend und für den Preis außerordentlich gut.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Audio

Die Lautsprecher am Trekstor PrimeBook P14 gehen zwar qualitativ in Ordnung, sind allerdings doch sehr leise. Viele YouTube-Videos sind viel zu leise aufgenommen, um darauf gut hörbar zu sein. In den Sound-Einstellungen solltet ihr das Häkchen bei „Lautstärkeausgleich“ unbedingt gesetzt haben, denn manche Videos sind sonst fast überhaupt nicht zu hören.

Bei Musik, qualitativ aufgenommenen Videos und Netflix sollte es ausreichen, wenn man die Serie zum Beispiel alleine im schauen will. In einem Bus könnte man Musik bei höchster Lautstärke abspielen und würde dennoch niemandem damit auf die Nerven gehen.

Kopfhörer sind empfehlenswert.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Software und Performance

Ausgestattet ist das Trekstor mit einem Intel Celeron N3350-Prozessor und vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Es handelt sich hierbei um einen Dual Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,1 GHz, welche bei Bedarf auf 2,4 GHz erhöht werden kann.

Für den Alltag eignet sich das Trekstor PrimeBook P14 ganz gut. Alltägliche Aufgaben erledigt es ohne Schwierigkeiten und damit ist vor allem das Surfen im Internet, Betrachten von Fotos und Videos sowie das Abspielen von Musik gemeint.

Diese Aufgaben erledigt das Trekstor SurfBook P14 mit einem soliden Arbeitstempo und es kommt außerordentlich selten dazu, dass das Gerät eine Gedenkpause benötigt. Gelegentlich, wenn man eine hohe Anzahl an Tabs geöffnet hat und ein hochauflösendes YouTube-Video abspielen will, kommt es zu einem ganz kurzem Stillstand. Man muss etwas Geduld mit dem Trekstor PrimeBook P14 haben, jedoch reicht es für den Alltag durch und durch.

Softwareseitig liefert Trekstor das PrimeBook P14 mit kaum Bloatware aus und bis auf eine Ausnahme ist lediglich Software von Microsoft darauf vorinstalliert. Diese Ausnahme stellt die Backup-Software Acronis True Image 2018 dar, welche allerdings auch einfach entfernt werden kann.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Akkulaufzeit

Trekstor verspricht beim PrimeBook P14 eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden, was tatsächlich nicht einmal zu viel versprochen ist. Diese Laufzeit konnten wir in unserem praktischen Test tatsächlich erreichen. Bei mittlerer Helligkeit kommt ihr auf deutlich über 7 Stunden im Normalbetrieb, was für ein derart günstiges Gerät ein wirklich guter Wert ist. Die Helligkeit von 25 bis 50 Prozent reicht dabei auch für den Innenraum absolut aus. Mit höchster Helligkeit kommt ihr auf knapp über 5 Stunden.

Mitgeliefert ist ein proprietärer Ladeanschluss, über den das Gerät aufgeladen werden kann. Das Trekstor PrimeBook P14 verfügt allerdings auch über einen USB Typ-C Anschluss, worüber es ebenfalls geladen werden kann. Unseren Tests zufolge scheint sich die Ladezeit über die verschiedenen Anschlüsse nicht zu unterscheiden.

Trekstor PrimeBook P14 – Hitzeentwicklung

Das Trekstor PrimeBook P14 blieb bei uns während des Betriebs stehts kühl und machte auch nicht den Eindruck, dass es zu irgendeinem Zeitpunkt überhitzen würde. Zu einer Reduktion der Leistung kam es bei alltäglicher Nutzung daher nicht.

Trekstor PrimeBook P14 Test – Fazit

Das Trekstor PrimeBook P14 ist das Volksnotebook, das Trekstor schon immer bauen wollte. Mit dem SurfBook W1 hatte man einen sehr schlechten Start ins Notebook-Segment hingelegt und das weiß der Hersteller auch. Mit diesem Wissen ist man zu den eigenen Ursprüngen zurückgekehrt und hat wieder einmal ein günstiges Notebook mit einem tollen Preis-/Leistungsverhältnis gebaut.

Das PrimeBook P14 ist großartig. Wer ein günstiges Notebook Euro sucht, bekommt nichts Besseres. Lidl bietet das Notebook momentan für 249 Euro an, während es bei anderen Händlern erst ab 349 Euro erhältlich ist.

> Trekstor PrimeBook P14 bei Lidl

> Trekstor PrimeBook P14 im Preisvergleich


Enthält Partnerlinks.

WindowsArea.de Wertung
DESIGN & VERARBEITUNG 92%
TASTATUR & TOUCHPAD 94%
DISPLAY 89%
AUDIO 62%
PERFORMANCE & SOFTWARE 78%
AKKULAUFZEIT 83%
83% toll
Readers Rating 64%
22 Bewertungen

Das Trekstor PrimeBook P14 ist für den Preis von 249 Euro ein wirklich großartiges Notebook mit einem tollen Preis-/Leistungsverhältnis. Einzig und allein die leisen Lautsprecher und das Wippen des Displays beim Tippen können als Manko bezeichnet werden.

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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derformfaktor
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derformfaktor

Der Akku ist sicher fest mit dem Gerät verlötet oder?

xyunbekannt1337
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xyunbekannt1337

Wo gibt’s des coole blaue notizbuch?? Will haben, biiiittteeeee

einMuzi
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einMuzi

Wow. 1080p-IPS, Fingerabdrucksensor und USB-C in einem 250€ Gerät ist ja ein Wahnsinn. Wirklich erstaunlich, was mittlerweie in diesem Segment schon möglich ist. Nur die 64 GB SSD finde ich etwas arg knapp bemessen.

Zähle nicht wirklich zur Zielgruppe des Gerätes, aber es gefällt mir sehr gut. Kein Wunder, dass es schon ausverkauft ist.

Basti
Editor

Die SSD lässt sich ja problemlos aufrüsten. Hätte das Gerät einen etwas besseren Prozessor für 100€ mehr wäre es perfekt für mich. :/

einMuzi
Mitglied
einMuzi

Also eine aufrüstbare SSD findet man nicht mehr oft in Ultrabooks. Bei meinem Ultrabook hab ich es noch irgendwie geschafft, die SSD auszubauen, musste dafür aber brutal viel aufschrauben. Bei den meisten ist ja nicht einmal mehr das möglich.

derformfaktor
Mitglied
derformfaktor

Fest verbaute Festplatten sind auch immer Mist. Geht das Gerät kaputt, kann die Datenrettung schwierig werden…