Nokia 7 Plus: Offizielles Statement erklärt Daten-Sammlung

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Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass das Nokia 7 Plus einige Daten wie den Standort, die SIM-Kartennummer sowie die IMEI des Telefons an chinesische Server schickte.

HMD, der Konzern, welcher Smartphones der Nokia-Marke herstellt, hat nun in einem offiziellen Statement erklärt, dass keine personenbezogenen Daten verschickt wurden und es sich dabei um ein Versehen handelte. Betroffen war demnach nur eine einzige Charge des Nokia 7 Plus in Norwegen, allerdings konnte man auf unsere Anfrage hin nicht spezifizieren, wie viele Geräte genau betroffen sind.

Der Hersteller hat bereits im Februar dieses Jahres ein Firmware-Update ausgeliefert, welches diese versehentliche Sammlung von Daten verhindert. Das Update ist bereits für alle Nokia 7 Plus-Geräte verfügbar und die meisten Nutzer haben es bereits installiert.

Die Daten sind laut Nokia erforderlich, um das Gerät zu aktivieren und in weiterer Folge den Garantiestatus überprüfen zu können. Dazu heißt es in einem Statement des Kozerns:

„Wir haben den vorliegenden Fall untersucht und festgestellt, dass eine Einzelcharge Nokia 7 Plus fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Client-Software eines anderen Landes ausgestattet wurde. Aufgrund dieses Fehlers haben die betroffenen Geräte versucht, Aktivierungsdaten an Server von Dritten zu senden. Diese Daten wurden jedoch nie weiterverarbeitet, und mit ihnen hätten keine Personen identifiziert werden können. […] Das einmalige Erheben von Aktivierungsdaten beim Erstgebrauch eines Telefons ist eine Branchenpraxis und ermöglicht Herstellern, die Gewährleistung zu aktivieren. HMD Global nimmt die Sicherheit und Privatsphäre seiner Kunden sehr ernst.“

Nokia hat daraufhin auch in einem Blogpost erneut klargestellt, dass die Sammlung der Daten weder bewusst stattgefunden hat, noch, dass diese Daten verarbeitet wurden. Mit dem Firmware-Update vom Februar 2019 wurden dann auch bei betroffenen Geräten die Aktivierungsserver richtiggestellt.

Welche Daten sammelt Nokia?

Der Hersteller bemüht sich in dem Blogpost sehr darum, zu betonen, dass man die Privatsphäre seiner Nutzer sehr ernst nimmt. Man erklärte in diesem Zusammenhang auch, welche Daten HMD von den Nokia-Geräten erhebt.

Dies seien einerseits Daten für die Garantie, welche bei der ersten Aktivierung des Geräts erhoben werden und dem Hersteller sowie Kunden erlauben, den Garatie-Status zu prüfen. Andererseits sammelt Nokia auch Diagnosedaten, sofern die Nutzer damit einverstanden sind, am Nokia User Experience Programm teilzunehmen. Gespeichert werden die Daten auf Amazon-Servern in Singapur, wo laut dem Hersteller sehr strenge Datenschutz-Gesetze gelten.

Die Daten von chinesischen Endgeräten werden allerdings in China gespeichert, da die Gesetze in der Volksrepublik dies erforderlich mache. Das Software-Paket für die Geräte, welche für China vorgesehen waren, wurde dabei versehentlich auf eine Charge europäischer Geräte installiert. Nachdem der Aktivierungsserver die Geräte nicht erreichen konnte, wurden die Daten immer wieder nach China geschickt, erklärt Nokia auf der FAQ-Seite.

Wenn es sich hierbei um ein ehrliches Versehen von Nokia handelt, kann man diesen Fehler auch durchgehen lassen. HMD scheint die Kritik sehr ernst zu nehmen und es bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass der Hersteller nicht negativ wegen des Datenschutzes in die Schlagzeilen kommt.


Quelle: Nokia

Über den Autor

22 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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