Werbung für Meet: Google soll Emails mit Zoom-Einladungen manipulieren

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Google hat in den vergangenen Jahren immer wieder seine eigenen Produkte durch umstrittene Methoden vermarktet. Zu seiner enormen Beliebtheit kam der Chrome-Browser beispielsweise nur durch Werbe-Installer sowie später durch die Verlangsamung von konkurrierenden Browsern.

Heute hat Google dadurch in mehreren Bereichen in der Technologiebranche ein Monopol. Die Coronakrise machte allerdings vor allem Software zur Videotelefonie groß. Microsoft Teams, aber insbesondere der Dienst Zoom, konnten enorm von der Notwendigkeit, sich mit Videoanrufen zu verbinden, profitieren. Die Google Meet Plattform konnte zeitgleich eher wenig Marktanteile gewinnen, worüber man bei Google offenbar nicht sehr erfreut ist.

Darum nutzt man nun die Marktführerschaft bei Webmail-Diensten anscheinend aus, um Google Meet zu bewerben. In von Gmail abgesendeten Einladungen zu Zoom-Anrufen fügt Google laut Berichten nun automatisch Links zu Google Meet ein. Google manipuliert demnach die Emails von Nutzern, verändert deren Inhalt und fügt Werbung im eigenen Interesse ein, um seine Dienste zu vermarkten.

Die Emails wurden im konkreten Fall mit der Windows 10 Mail-App verschickt, wobei Gmail als Webmail-Anbieter verwendet wird. Google scheint die Mails abzufangen, zu verändern und seine eigene Dienste darin zu bewerben, als seien sie vom Nutzer abgeschickt worden. Dies kann definitiv kein erwünschtes Verhalten eines Webmail-Anbieters sein.


via mspu

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