
Zahlreiche Microsoft-Produkte erreichen 2026 ihr offizielles Support-Ende und werden damit aus dem aktiven Lebenszyklus des Unternehmens entfernt. Besonders betroffen sind ältere Versionen von Windows 11, Office‑Produkte sowie zentrale Entwickler‑Tools. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das vor allem eines: rechtzeitig planen und Updates installieren, um Sicherheitsrisiken und Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Windows 11 24H2
Microsofts großes Windows 11 Update, das im Oktober 2024 veröffentlicht und als sehr umfangreiches, aber auch fehleranfälligsten Aktualisierungen galt, brauchte zahlreiche Modernisierungen unter der Haube mit. Sie ermöglichten erst die ARM-basierten Copilot+PCs, WLAN 7 und jene KI-Funktionen, die Windows 11 heute zu jenem System machen, das es ist. Die Modernisierungen hatten allerdings auch einen hohen Preis: Ab 24H2 gibt es mit SSE4.2 eine technische Voraussetzung, welche die Ausführung des Systems auf älteren Geräten von vor 2009 nicht ermöglicht.
Und obwohl einem vorkommen mag, dass die Version 24H2 erst vor wenigen Monaten veröffentlicht wurde, erhält man darauf nur noch bis zum 4. Oktober 2026 Sicherheitsupdates. Danach ist Schluss und Microsoft wird kompatible Geräte automatisch auf Windows 11 25H2 anheben. Da beide Versionen auf derselben Plattform basieren, fällt der Umstieg technisch kaum ins Gewicht, doch wer weiterhin Updates erhalten möchte, hat keine Wahl.
Windows 11 SE
Das speziell für den Bildungsbereich entwickelte System sollte einst eine Alternative zu ChromeOS darstellen, konnte sich aber nie wirklich etablieren und brachte in Wahrheit auch kaum Performance-Vorteile gegenüber Windows 11.
Die letzte unterstützte Version von Windows 11 SE bleibt ebenfalls die 24H2 und sie wird somit ebenso im Oktober 2026 endgültig eingestellt. Schulen und Bildungseinrichtungen müssen daher auf reguläre Windows‑Editionen oder alternative Plattformen wechseln.
Windows 11 23H2 Enterprise, Education und IoT
Windows 11 Version 23H2 verliert im November 2026 seinen erweiterten Support für Enterprise‑, Education‑ und IoT‑Editionen. Während Home‑ und Pro‑Versionen bereits 2025 ausliefen, trifft es nun auch die professionellen Varianten. Organisationen, die noch auf dieser Basis arbeiten, sollten ihre Migrationspläne spätestens jetzt finalisieren.
Office 2021
Office 2021 für Windows und macOS erreicht am 13. Oktober 2026 sein Support-Ende, exakt fünf Jahre nach seiner Veröffentlichung. Das gilt ebenso für die LTSC‑Varianten. Ein direktes Upgrade auf Office 2024 ist nicht möglich, da es sich um eigenständige Produkte handelt. Wer weiterhin Sicherheitsupdates benötigt, muss eine neue Lizenz erwerben oder auf Microsoft 365 wechseln. Office 2024 wird bis 2029 unterstützt und stellt damit die langfristigere Option dar.
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.Net 8, 9 und PowerShell 7.4
Auch Entwickler müssen sich auf Veränderungen einstellen: .NET 9 sowie .NET 8 (LTS) und PowerShell 7.4 (LTS) verlieren am 10. November 2026 ihren Support. Für produktive Umgebungen bedeutet das: rechtzeitig auf .NET 10 oder andere LTS‑Versionen migrieren, um Sicherheitslücken zu vermeiden. Besonders in Unternehmensanwendungen kann ein veraltetes Framework schnell zum Risiko werden.
Windows Server 2012
Schließlich endet auch die Extended Security Updates‑Phase für Windows Server 2012 und 2012 R2 am 13. Oktober 2026. Danach gibt es keinerlei Sicherheitsupdates mehr. Microsoft empfiehlt dringend den Umstieg auf moderne Server‑Versionen oder Azure‑basierte Alternativen.


