
Microsoft hat am 8. September seine Patch-Tuesday-Updates veröffentlicht und damit ein langersehntes Feature zurückgebracht: Mit KB5124008 für Windows 11 25H2 kehrt die verschiebbare Taskleiste wieder in Windows zurück, birgt allerdings für viele Nutzer auch jede Menge Ärger: Remote Desktop verweigerte den Dienst, USB-Audiogeräte fielen mit Fehlercode 10 aus und freigegebene Ordner in Hyper-V-Linux-VMs waren plötzlich verschwunden. Apps wie Claude Cowork konnten deswegen nicht auf den lokalen Speicher zugreifen.
Der Konzern hat nun reagiert und für einige der Probleme einen Notfall-Patch ausgerollt. Das außerplanmäßige, kumulative Update KB5129195 erscheint als eigenständiges Update für Systeme mit Windows 11 24H2 und 25H2. Es behebt die Probleme mit Remote Desktop sowie mit Zugriffen auf Daten innerhalb der Linux-VMs. Daneben schließt Microsoft eine Sicherheitslücke im User-Mode Power Service (CVE-2026-62721), die beim ersten Versuch nicht vollständig gepatcht war.
Weitere bekannte Probleme bleiben allerdings ungelöst: Nutzer berichten von Soundproblemen, Explorer-Abstürzen im Zusammenhang mit Unternehmungsumgebungen, Bugs beim Auffinden von Laufwerken für den Dateiversionsverlauf und Systemabstürze bei Geräten mit AMD Radeon-Grafikkarten.
Ein möglicher Grund für die Instabilität in gewissen Kernbereichen des Systems nach diesem Update könnte die hohe Zahl an behobenen Sicherheitslücken sein, welche mit dem September-Update implementiert wurden. Laut Microsofts Changelog wurden 600 Sicherheitslücken gestopft, was ein deutlicher Anstieg ist im Vergleich zu den Vormonaten. Der Konzern setzt voraussichtlich KI-Modelle ein, um Schwachstellen im eigenen Code zu finden und potenziell auch welche, um diese zu lösen.

