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Windows 11: Microsoft baute neues Speedtest-Flyout in einem Nachmittag mit KI

Beim Rechtsklick auf das WLAN-Symbol in der Windows 11-Taskleiste lässt sich bereits seit einiger Zeit ein Internet-Speedtest aufrufen. Dieser verlinkte die Nutzer bislang auf die Webseite von Bing. Nun wurde der Speedtest nativ als kleines WinUI-Flyout implementiert. Laut Microsoft dauerte die Arbeit daran nur einen Nachmittag.

Von Prototyp bis hin zur fertigen Implementierung soll die Entwicklung nur einen einzigen Tag gedauert haben, bestätigt Marcus Ash, Chef von Windows Design and Research bei Microsoft. Gesteuert hat das Ganze eine einzige Person und zwar nebenbei in ihrer Freizeit. Ash bezeichnet die Implementierung als „Without AI Slop“. Ein Satz, den man sich bei Microsoft offenbar inzwischen vorsorglich selbst schreibt.

Welche Modelle oder Tools zum Einsatz kamen und wie viel des Codes tatsächlich von der KI stammt, verrät Microsoft nicht. Genau darauf zielt Ashs Spitze gegen „AI slop“. Man kann durchaus verantwortungsvoll auch mit KI entwickeln, allerdings hängt das oft vom Einzelfall sowie Unternehmenspolitik ab, ob dies auch geschieht. Dass die KI viel auch alleine umsetzen kann, steht außer Frage.

Das neue, offenbar KI-generierte Feature steckt seit der Experimental-Build vom 23. Oktober in Windows 11. Je nach Glück muss man das Feature-Flag „Quick Settings Speed Test“ erst manuell aktivieren über die „Feature Flag“-Einstellungen. Wir haben uns das Flyout bereits im Video angesehen und es neben der neuen Windows-Suche im Spotlight-Stil und dem anpassbaren Kontextmenü ausführlich für euch vorgestellt.

Ein kleines Flyout als großer Wegweiser für die Zukunft

Der Speedtest in den Schnelleinstellungen wird niemandem den Alltag umkrempeln. Er zeigt aber, wie schnell Windows sich bewegen kann, wenn ein klares Ziel, ein reifes Framework und KI-Werkzeuge mit menschlicher Kontrolle zusammenkommen. Nach Jahren, in denen Windows 11 eher durch Web-Wrapper, halbgare Features und Copilot-Werbung aufgefallen ist, ist das ein ungewohnt positives Signal.

Ob Microsoft daraus wirklich eine Strategie macht oder ob es bei hübschen Einzelbeispielen bleibt, entscheidet sich an den großen, noch ausstehenden Themen: Teams, Wetter, Clipchamp, Outlook. Solange dort Chromium den Arbeitsspeicher füllt, bleibt „Without AI slop“ vor allem eines: ein Slogan.

"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."

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