Windows 10

Bad Rabbit: Neuer Erpresser-Virus auch in Deutschland im Umlauf

Nachdem Osteuropa erst vor einigen Monaten von der Petya-Ransomware heimgesucht wurde, welche sich daraufhin auch im Rest von Europa verbreitete, sind nun eine Reihe von russischen Unternehmen von Bad Rabbit betroffen. Die Ransomware wird über gehackte russische Medien verbreitet und ist auch in Deutschland bereits gesichtet worden.

Zu den bekanntesten Opfern des Angriffs zählt die russische Nachrichtenagentur Interfax und der Odessa Flughafen in der Ukraine. Die meisten Nutzer, die dem Angriff zum Opfer wurden, befinden sich in Russland. Weitere Fälle gibt es in der Ukraine, Türkei und auch in Deutschland. Ziel sind vor allem Unternehmensnetzwerke und man verwendet sehr ähnliche Methoden, die bereits bei NotPetya zum Einsatz kamen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den NotPetya-Entwicklern und Bad Rabbit gibt, ist bislang unklar.

Wer angegriffen wurde, muss 0.05 Bitcoin überweisen, laut aktuellem Bitcoin-Kurs knapp 240 Euro. Die Ransomware übt mittels eines Countdowns zusätzlichen Druck aus, denn nach Ablauf wird der Preis höher. Wir empfehlen allerdings keinesfalls, das Lösegeld zu bezahlen. Innerhalb weniger Tage wird üblicherweise ein Entschlüsselungsverfahren veröffentlicht, das ihr nutzen könnt. Ihr solltet den PC in dieser Zeit nicht verwenden und nicht ausschalten.

Kaum Anti-Virus-Software erkennt Bad Rabbit

Die Viren werden über ein Fake Flash Player-Update verbreitet, das die Nutzer selbst einspielen müssen. Auf teilweise seriösen Webseiten von russischen Medien könnten viele Nutzer dies leicht glauben. Der Windows Defender erkennt den Virus bereits und blockiert mögliche Downloads der falschen Software.

Wer Windows 10 nutzt und somit auf dem aktuellsten Stand ist, hat das geringste Risiko, davon betroffen zu sein. Im Falle von WannaCry hat sich bereits gezeigt, dass aktualisierte Computer-Systeme gar nicht angreifbar gewesen wären, wenn Windows 10 darauf laufen würde.

"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."

25 Kommentare

    1. Das klingt sogar plausibel. Immerhin hetzen die gern mal gegen ihre älteren Win-Versionen wie unsicher und schlecht die doch mittlerweile seien… ?

      1. Ja. Deshalb locken die auch aktuell alle zu Android und iOS. Großes Engagement durch Apps und Kompatibilität um später Hackerangriffe auf die beiden „Handy“Systeme zu starten für die Aussage:
        Windows 10 ist sicher!, selbst mobil!!!
        Nach dem Marketingdesaster der letzten Windows Phone Jahre geht man nun andere Wege um die Kunden zu überzeugen ? so lässt sich dann auch der neue große mobile Wurf von MS an den Mann bringen ?

          1. +1 ?
            Wenn positive Mundpropaganda nicht hilft, dann kommen Mafiosi Methoden. Apropos Mafiosi. Ich denke, dass die Mafia die Idee hatte bzw. mit in der Ausführung steckt. Denn WP 8.1 hatte gerade auch in Italien einen tollen Marktanteil, flog allerdings unterm Radar. Die Mafia hatte sicher auch Lumias, da kaum Spy-Apps möglich waren und die Geräte somit sicher waren. Perfekt.
            Mmhh … ich denke da steckt was ganz Großes dahinter ??

            1. Das kann ich bestätigen. Ein italienischer Freund von mir hat auch ein Windows Phone ?. Bestimmt ist MS dahintergekommen und stellt es deswegen nun ein!

    2. Nee, die Stromversorger. Was meinst Du was die an Mehreinnahmen haben, wenn der alte Rechner statt einer halben Stunde am Tag 72 Stunden durchläuft.

      1. Die stecken sicher unter einer Decke. MS hat denen sicher als Entschädigung für die Fehlinvestitionen in Windows Phones ne Lösung angeboten. Taadaa, da wäre sie dann, schluchzende Rechner, hoher Verbrauch. So langsam kommt Licht ins Dunkel? ?

  1. Tz, als wäre Win10 das Allheilmittel… ? Wieso sollte man den Rechner nicht ausschalten? Wenn’s wirklich so lang dauert, bis ein Entschlüsselungsverfahren veröffentlicht wird, kommt man bald billiger, das Lösegeld zu bezahlen als die dadurch entstandenen Stromkosten… ?

      1. Da könnte mein Rechner knapp 75 Tage unter volllast laufen bevor es billiger wäre zu zahlen ? (wenn ich nicht grad nen ganz gewaltigen Rechen-/Denkfehler drin hab…)

          1. Das Netzteil zieht maximal 750W, da kommt dann ja nix mehr mit dazu (wenn man sinnvollerweise Monitor etc. ausschaltet). Angenommen die kWh kostet ca. 30ct dann kannste den Rechner knapp 25 Tage unter Volllast laufen lassen bevor es billiger wird zu zahlen.
            Lässt man den Rechner einfach nur laufen um auf den Schlüssel zu warten und der braucht in der Zeit 100W (was schon fast viel wäre im IDLE) dann kann der fast ein Jahr laufen bis es billiger würde. Allerdings sollte man nicht vergessen dass Windows bis dahin neustartet wegen Updates ??

            1. Der startet nur mit Win10 neu. Bei Win7 kann man Updates komplett manuell installieren oder gar ausschalten ?
              Ich weiß ja nicht, mit welchem Tarif du das berechnet hast, aber mein Stromanbieter greift da tiefer in die Tasche ? Stadtwerke eben…

            2. Das ist halt der Vorteil an Update-Zwang. Der Nutzer wird (vor sich selbst) geschützt. W10 ist eben deswegen sicher weil man Sucherheitsupdates nicht verhindern kann.
              Was den Tarif angeht: Wir haben lange die Stadtwerke unterstützt, aber bei dem Preis is das irgendwie ein NoGo geworden.
              Aber schon allein die Vorstellung im Monat mehr als 200€ Strom für den Rechner zahlen zu müssen geht gar nicht ?

            3. Ich sehe in keinem Fall einen Vorteil am Update-Zwang. Grade in den Anfängen von Win10 habe ich schon mehrere wichtige Dokumente und Recherchenergebnisse verloren, weil das System einfach runtergefahren ist. Wenn dann bestimme ich wann und vor allem welche Updates ich installieren will. MS müllt einem gern den Rechner mit Bloat- und Spyware zu (siehe GWX, DiagTrackRunner, Silverlight und sogar falsche Grafiktreiber!). Das ist u.a. ein wichtiger Grund, warum ich Win10 nur zum Testen in der VM verwende und lieber bei der 7 als Alltags- und Spielsystem bleibe. Es ist/wird einfach zu stark vermüllt, wenn man nichts mehr selbst bestimmen kann. Denn ist es einmal drauf, bekommt man es auch nicht immer wieder so leicht runter.
              Stromanbieter: Bei 200€ Strom im Monat bin ich noch nicht. ?

            4. Wenn man will, und das Risiko in Kauf nehmen will, kann man den Zwang schon umgehen.
              Man muss nur den entsprechenden Dienst stoppen und auf manuell setzen.
              Dann kann man wenn man will manuell die updates fahren indem man den Dienst z.B. per Batch manuell startet.
              Ich mach das bei meiner Mini TV-Box (Pipo) so, da das Teil relativ schwach auf der Brust ist und auch wenig Platz hat.
              Da ich dort aber praktisch nur Amazon Prime laufen lasse und ansonsten nicht im Internet unterwegs bin, ist das Risiko überschaubar. Habe aus dem selben Grund dort auch den Defender deaktiviert.

              Aber betreffend selbstständig neu starten. Das kann man ja einstellen, dass das z.B. nur nachts gemacht wird. Das ist also kein Argument. ?

            5. Naja Risiko… Ich nutze ja noch lt. MS ein „sehr unsicheres System“ (Win7), hatte aber noch keinen einzigen Schädling auf dem Rechner (bis auf dieses Backdoor-Ding, welches mit einem CCleanerupdate eingespielt wurde, hat aber nicht geschadet). Was mache ich falsch? Surfe ich zu bewusst durch’s WWW? Nutze ich zu wenig sinnlose Programme und Optimizer? Habe ich Geräte und Netzwerk zu gut gesichert?
              Man sollte sich nicht drauf verlassen, dass Sicherheitsupdates allein und das Belassen der „empfohlenen Einstellungen“ der beste Schutz ist. Sonst braucht man sich über derlei Infektionen nicht wundern.
              Zu dem automatischen Runterfahren: Dass man den Zeitpunkt des Neustarts auf einen anderen Zeitpunkt setzen kann, gab es anfangs noch nicht. Doch allein die Nötigung, jedes Mal neustarten zu müssen, ist eine typische Windows-Krankheit. Bei Ubuntu habe ich das bestenfalls mal, wenn größere Änderungen am Kernel vorgenommen werden, ansonsten nie. Warum kann das Windows nicht so?
              Jedenfalls… Warum den Update-Zwang umgehen, wenn man ihn in älteren Systemen einfach auf manuell setzen kann. Standardmäßig sind Updates ja immer automatisch, von daher kann niemand sagen, dass Laien keine Updates bekommen.
              Neustarts nachts durchzuführen ist bei dem Verschlüsselungstrojaner auch wieder Mist und ansonsten würde ich doch nicht nachts meinen Rechner laufen lassen, damit er Updates installieren und dann neu starten kann. Was soll das…

            6. Ich weiss gar nicht was ihr habt. Updates werden bei mir heruntergeladen und ich fahr den pc dauerhaft nur runter ohne entsprechendes update zu installieren. Iwann wenn ich mal genug zeit hab installier ich es mal keinerlei pfobleme damit

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