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MSFT News: „Windows 365“ Markenanmeldung & neue Work Assistant-App aufgetaucht

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Als Microsoft am 21. Januar das nächste Kapitel von Windows 10 präsentierte, erwies sich die kostenlose Upgrade-Möglichkeit für Windows 7 und 8(.1) Nutzer als einer der Höhepunkte des Abends. Nicht ohne Grund, denn Redmond gewährt seinen Kunden erstmals das Recht, innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung einer neuen Betriebssystemversion auf diese unentgeltlich umzusteigen. Ein großes Fragezeichen vermochten die Redmonder aber bis heute nicht aufzulösen: Was geschieht im Anschluss an die Jahresfrist? Ein Umkehrschluss lässt zumindest die Feststellung zu, dass Zuspätkommer für das Upgrade auf Windows 10 zahlen müssen. Ungeklärt bleibt indessen, wie hoch der Preis konkret ausfallen wird und ob Microsoft auch künftig auf das vertraute Zahlungsmodell zu setzen gedenkt.

Windows 365 wirft Schatten voraus

windows-365

Gerade die zweitgenannte Fragestellung gewann in der jüngsten Vergangenheit an Relevanz, weil der Soft- und Hardware-Riese im Zusammenhang mit Windows inzwischen von “einem der größten Internet-Dienste der nächsten Jahre” spricht, welcher mehr als ein einmaliges Upgrade sei. Deutete man also schon durch diesen Ausspruch die Einführung eines Abomodells, ähnlich jenem von Office 365, ein? Zum jetzigen Zeitpunkt wird sich zwar keine befriedigende und mithin abschließende Antwort diesbezüglich finden lassen. Gerüchte, die im Mai 2014 ihren Anfang nahmen, leben aber gegenwärtig wieder auf. Denn wie kürzlich bekannt wurde, hat Microsoft sich die Markenrechte an „Windows 365“ beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) gesichert. Die Anmeldung beziehungsweise der Beginn des Prioritätsanspruchs ist vom 30. Juli 2014 datiert, während die Eintragung am 29. Januar 2015  erfolgte.

Dabei ist der Beschreibung des Eintrags zu entnehmen, dass sich der Markenname nicht ausschließlich auf das Windows-Betriebssystem bezieht, sondern vermutlich weitere Microsoft Produkte umfasst. Enthalten sind hiernach unter anderem sowohl Com­pu­ter- und Betriebs­sys­tem-Software als auch Kommunikationsdienste, Netz­werk­dienste, Online­spei­cher, Bildungs-, Trainings- sowie Unterhaltungsdienste, IT-Sicherheit, Wartungs- und Schutzdienste und SaaS (Software as a Service). Trotz alledem wäre es an dieser Stelle verfrüht, über die Zukunft von Microsofts Zahlungsmodell für Windows Software zu spekulieren. Möglicherweise ist die unternehmensinterne Entscheidungsfindung noch nicht einmal abgeschlossen und der Markenname wurde nur der Vorsicht halber reserviert. Auf der anderen Seite ist es nicht ganz fernliegend, das aktuelle Preismodell in Verbindung mit Office 365 als mögliches Referenzmodell heranzuziehen. Schließlich findet die Cloud-Softwarelösung gleichermaßen Einsatz bei Privat- und Unternehmenskunden, koexistiert (zumindest bis heute) außerdem neben der stationären Office-Software.

Work Assistant-App aufgetaucht

Work-Assistant-1

Passend zum Thema Office sei auf die jüngsten Einwicklungen im Windows Phone Store hingewiesen: Mit „Work Assistant“ ist im Laufe des vergangenen Wochenendes eine Smartphone-Anwendung in den Fokus der Berichterstattung gerückt, die Cortana in Microsofts Office-Anwendungen integrieren soll. Unter der Führung von Julie Larson-Green und der Mitwirkung von Bill Gates befasst sich dem aktuellen Kenntnisstand zufolge die „Digital Life + Work Group“, die wiederum Teil der „Applications and Services Group“ (ASG) ist, mit der Entwicklung der Anwendung. Auf seine Beteiligung an dem („Personal Agent“-)Projekt wies Gates übrigens bereits vor weniger als zwei Wochen im Rahmen einer Frage-und-Antwort Runde bei Reddit hin.

One project I am working on with Microsoft is the Personal Agent which will remember everything and help you go back and find things and help you pick what things to pay attention to. The idea that you have to find applications and pick them and they each are trying to tell you what is new is just not the efficient model – the agent will help solve this. It will work across all your devices. / Bill Gates, Reddit AMA

Work Assistant befindet sich derzeit im internen Betatest und erweitert die Office-Apps um die Möglichkeit, Dokumente/Tabellen/Präsentationen per Text- oder Spracheingabe zu suchen, öffnen, editieren und teilen. Die Verfügbarkeit der Anwendung wird übereinstimmend als Fingerzeig vonseiten Microsoft verstanden, der die Anwesenheit von Cortana auf konkurrierenden Plattformen wie Android und iOS ankündigt. Microsofts Office-Apps sind nämlich schon auf beiden Plattformen vertreten. Immerhin bestätigte Larson-Green das „Ob“ dieses Schritts schon im November des vergangenen Jahres. Die Funktionsweise und Umsetzung lässt sich der weiter unten eingebetteten Bilder-Galerie wie auch dem eingebetteten Videorundgang entnehmen. Zur App geht es hier entlang.

Videorundgang

Bilder-Galerie


Quellen: USPTO, Windows Blog Italia, Windows Central, ZDNet
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