eBay macht das Upgrade auf Office 365 Enterprise E5

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Microsoft gibt im eigenen Unternehmensblog regelmäßig mit großem Stolz bekannt, welche Kunden bereits auf die eigenen Dienste vertrauen, beispielsweise Office 365, die eigene Cloud- oder Vehicle Platform. Für die Unternehmen lohnt es sich, denn sie bekommen oftmals gute Rabatte auf den Dienst und das über mehrere Jahre hinweg. Facebook, NASCAR, die Renault und Lotus F1-Teams, Goodyear und viele andere Konzerne lassen sich dafür gerne als Aushängeschild nutzen, während andere Unternehmen, darunter beispielsweise BMW, eher Diskretion schätzen und ihre Marke nicht für diese Zwecke hergeben.

Die Redmonder haben kürzlich bekanntgeben, dass eBay nun auch auf den Office 365 Enterprise E5-Plan umgestiegen ist, also von nun an den teuersten Office 365 Business-Plan nutzt. Von Exchange, über die Office Suite samt Microsoft Teams bis hin zu Power BI stehen eBay nun sämtliche Produktivitätstools zur Verfügung, welche Microsoft zu bieten hat. In Deutschland kostet der Plan 34,40 Euro pro Benutzer im Monat und bei rund 30.000 Mitarbeitern zahlt sich das für Microsoft jedenfalls aus.

Gute Nachrichten für Windows-Nutzer?

Als Großkunde dürfte eBay natürlich nicht ganz so viel zahlen und womöglich haben sich die Unternehmen auch auf eine andere Art der Kompensation geeinigt, wie wir es bereits beim Deal mit Facebook vermuten. Das soziale Netzwerk nutzt nämlich seit Anfang letzten Jahres ebenfalls Office-Kunde und nutzt auch jede Gelegenheit, um Microsofts neue „Coolness“ zu betonen. Interessanterweise wurden etwa zum gleichen Zeitpunkt die Windows-Apps für Facebook, Facebook Messenger und Instagram angekündigt und wenig später veröffentlicht. Die Anwendungen werden seitdem regelmäßig gepflegt und auch vom Unternehmen beworben. Einen ähnlichen Deal hat Microsoft auch mit Samsung gemacht. Der koreanische Hersteller muss weniger Lizenzgebühren an Microsoft verrichten, installiert die Microsoft-Apps dafür bei seinen Android-Smartphones vor.

Da es sich bei den Office 365-Abschlüssen um langfristige Investitionen und Bindungen handelt, kann Microsoft im Zuge dessen beispielsweise die Pflege einer App verlangen. Wenn der Kunde aussteigt, muss er entweder auf Office verzichten oder auf den großzügigen Rabatt von Microsoft. Aus Sicht der Windows-Nutzer bleibt zu hoffen, dass es ein solches Agreement auch mit eBay gegeben hat. Aus Microsofts Sicht wäre es nur klug, auf diese Weise in das Wachstum im Windows Store zu investieren. Wir würden aktuell allerdings nicht darauf spekulieren, dass in nächster Zeit eine eBay-App kommt. Derartige Verträge sind außerordentlich komplex und werden von den Unternehmen nur im Streitfall öffentlich kommentiert.


Quelle: Microsoft

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