Surface Pro 6 Core m3-Variante ist identisch zum Surface Pro (2017)

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Microsoft bietet beim Surface Pro 6 sehr wohl eine Variante mit Intel Core m3-Prozessor für 899 Euro an. Das Produkt wird zwar nicht über den Microsoft Store verkauft, ist allerdings bereits bei Amazon und anderen Händlern gelistet.

Surface Pro 6 mit Core m3-7Y30 / 4 / 128: Alte Hardware, neuer Preis

Angesichts des fehlenden Eintrags über das Surface Pro 6 mit Core m3-Prozessor im Microsoft Store waren viele Medien und Nutzer davon ausgegangen, dass es kein günstigstes Modell mehr gibt. Schließlich nutzt Microsoft keine Intel Core-Prozessoren der Whiskey Lake-Generation und damit wohl auch nicht jene mobilen CPUs der Amber Lake-Architektur, die zeitgleich angekündigt wurden.

Microsoft hat allerdings eine Lösung für dieses Problem gefunden. Um im Microsoft Store weiterhin behaupten zu können, das Surface Pro 6 verwende Intel Core-Prozessoren der 8. Generation, verkauft man die Einsteiger-Variante dort einfach nicht.

Bei anderen Händlern gibt es allerdings das Microsoft Surface Pro 6 mit Intel Core m3-Prozessor, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte SSD. Es handelt es sich hierbei eins zu eins um dasselbe Gerät wie beim Surface Pro (2017). Gleiches Gehäuse, gleicher Prozessor, gleiches Display, gleicher RAM- und SSD-Speicher.

Das Surface Pro 6 kommt natürlich zum neuen Launch-Preis von 899 Euro daher. Das Surface Pro (2017) gibt es bei diversen Händlern noch ab 699 Euro. Das alte Modell wird natürlich nicht mehr produziert und irgendwann sind auch die Restposten leer. Ab dann gibt es nur noch das Surface Pro 6, welches allein durch eine Namensänderung plötzlich wieder an Wert gewonnen hat.

An der Grenze zur Kundentäuschung

Dass Microsoft den Prozessor im Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 bis heute nicht offiziell genannt hat (unsere Anfrage wurde immer noch nicht beantwortet!), ist bereits beschämend genug. Neue Geräte, die bereits im August vorgestellt wurden und jetzt langsam auf den Markt kommen, haben bereits die neueren Intel Core-Prozessoren der 8. Whiskey Lake-Generation verbaut. Microsoft nutzt allerdings die älteren, günstigeren CPUs der Kaby Lake R-Architektur. Diese sind zwar ebenfalls CPUs der 8. Generation, aber mit einem ganz großen Unterschied: Der Spectre-Fix ist bei Whisky Lake bereits in der Hardware implementiert worden, was eine Performance-Steigerung bedeutet.

Dass Microsoft allerdings so weit geht und das Surface Pro (2017) nach lediglich einer Namensänderung als Surface Pro 6 verkauft, das ist schon ziemlich dreist. Diese Namensänderung hat lediglich den Zweck, die Preise für das alte Modell wieder auf die Höhen zu bringen, wie sie Microsoft offenbar für angemessen hält. Wer also die Einsteiger-Variante des neuen Surface Pro kaufen möchte, kann und sollte angesichts einer derartigen Unternehmenspolitik ruhigen Gewissens zum Vorgänger greifen.

> Surface Pro (2017) kaufen


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