Chrome für Windows 10 ARM: Microsoft hilft Google bei der Entwicklung

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Windows 10 ARM ist dank mehrerer im Verkauf befindlicher Geräte bereits in der Öffentlichkeit angekommen. Allzu große Stückzahlen dürften die Hersteller wohl kaum produziert haben und eher gering dürften auch die Verkaufszahlen ausgefallen sein.

Mit ein Grund dafür dürfte die Befürchtung vieler Nutzer sein, dass viele Programme des täglichen Gebrauchs nicht in gewohnter Geschwindigkeit lauffähig sind. Herkömmliche x86 Desktop-Programme wie Chrome, WhatsApp Web oder Spotify werden nämlich unter Windows 10 ARM emuliert, laufen demnach deutlich langsamer und verbrauchen mehr Akku.

Google Chrome ist eines jener Programme, die auf der Windows-Plattform für ARM-basierte Geräte bislang besonders vermisst werden. Schließlich ist Microsoft Edge damit der einzige Browser, welcher nativ auf der Plattform lauffähig ist. Während Microsoft Edge unter Windows 10 ARM unserer Erfahrung nach sehr gut läuft, bevorzugt die Mehrheit der Anwender weiterhin Chrome.

Microsoft scheint diesen Wunsch offenbar zu respektieren und unterstützt Google auch dabei, den Chrome-Browser für Windows 10 ARM bereitzustellen. Zwei Microsoft-Entwickler haben nämlich kürzlich wichtige Beiträge zum Quellcode des Chromium-Browsers geleistet, welche vor allem im Zusammenhang mit ARM64 stehen. Microsoft hilft demnach auch dabei, die Entwicklung von Google Chrome für Windows 10 ARM zu beschleunigen.

Chrome kommt nicht in den Microsoft Store

Microsoft hat bereits vor längerer Zeit Unterstützung in Windows 10 ARM geschaffen für ARM64-kompilierte Desktop-Programme. Jedes herkömmliche Desktop-Programm kann somit für ARM kompiliert und direkt unter Windows 10 ausgeführt werden. Hierfür ist kein Download aus dem Microsoft Store erforderlich, wenn auch Entwicklern eine Veröffentlichung im Store nahegelegt wird.

Im Falle von Google Chrome ist das allerdings anders. Microsoft erlaubt keine alternativen Browser unter Windows 10 ARM und das dürfte sich auch trotz Googles Engagement nicht ändern. Der Chrome-Browser wird im Microsoft Store nicht angeboten werden dürfen.

Für Windows 10 ARM-Nutzer wäre die Verfügbarkeit von Chrome allerdings auf jeden Fall eine sehr gute Sache. Viele andere Anwendungen basieren auf der Chrome-Engine und manche spezielle Webseiten funktionieren unter Edge nicht ganz so gut wie unter Chrome.


Quelle: 9to5Google

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23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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abatabat
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abatabat

Da fällt mir ganz spontan einw ie Google YouTube so abgeändert hat das z.b. der Edge extrem gelaggt hat… Nur der Chrome war da der spitzenreiter… War ne ziemlich miese masche finde ich… Und jetzt Hilft MS denen auch noch… Naja wenn man sonst nichts zu tun hat.

blaupause
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blaupause

es ist genau ein Microsoft Mitarbeiter der da hilft, da gleich von „Microsoft hilft Google“ zu schreiben ist für mich unseriös und nur nachgeplappert was andere schreiben.
Rentiert sich echt nicht mehr auf diese Seite zu gehen.