Windows Lite: Darum gibt es keine Vorstellung auf der Build

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Erst gestern haben wir darüber berichtet, dass Windows Lite keinen Auftritt machen wird auf der Build 2019-Entwicklerkonferenz von Microsoft. Der Journalist Tom Warren hatte eine entsprechende Information kürzlich auf Twitter veröffentlicht.

Nun sind zum Thema weitere Details durchgesickert. Wie nun WindowsCentral berichtet, kennt man die Gründe für Microsofts Entscheidung, Windows Lite nicht auf der Build 2019 zu zeigen. Offenbar gibt es zwei große Gründe, weshalb sich Microsoft dagegen entschieden hat.

Windows Core OS ist noch nicht bereit

Einerseits hängt es ganz einfach damit zusammen, dass Windows Lite schlichtweg noch nicht bereit ist für die große Bühne. Das dürfte allerdings ohnehin klar gewesen sein und verwundert niemanden, der die Entwicklung des leichten Windows Core OS-basierten Systems verfolgt.

Interessant ist aber jener Teil, welcher nicht bereit ist. Laut dem Bericht sei nämlich jener Code des Windows Core OS-Systems nicht ausgereift, welcher für die Ausführung von Win32-Desktop-Programmen verantwortlich sein wird.

Bühne frei für Azure und Microsoft 365

Andererseits möchte Microsoft die Build 2019-Konferenz bewusst nicht hierfür nutzen. Das Unternehmen wird einige Ankündigungen machen zu Azure und Microsoft 365. In welcher Form auch immer Windows Core OS oder Windows Lite angekündigt wird, dürften sich so gut wie alle Medien sich ausschließlich auf dieses Thema stürzen. Besonders in Zusammenhang mit Windows und Microsoft 365 für Endkunden könnte es aber einige durchaus interessante Ankündigungen auf der Build 2019 geben.

Wann kommt Windows Lite denn?

Microsoft möchte mit der internen Testphase für Windows Lite im Sommer dieses Jahres beginnen, heißt es in dem Medienbericht. Frühestens ist somit im Herbst mit einer Ankündigung des abgespeckten Windows-Betriebssystems zu rechnen. Für die Installation wird Microsoft das FFU-Format verwenden, welches man auch für die ROMs unter Windows 10 Mobile nutzte. Demnach wird Windows Lite nicht nur eingeschränkter sein, sondern auch abgesicherter als Windows 10. Getestet werde das System derzeit auf dem Surface Go, Surface Pro 4, 5 und 6. Das bedeutet allerdings nicht, dass es von Nutzern installierbar sein wird.

Das Betriebssystem dürfte nämlich frühestens 2020 auf den Markt kommen und wird dann direkt mit den neuen Geräten verbunden sein. Windows Lite soll viele Desktop-Altlasten über Bord werfen, wesentlich effizienter laufen und eine vereinfachte Bedienung bieten. In welchem Umfang Win32-Programme laufen werden, ist bislang noch nicht bekannt.


via WindowsCentral

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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„Für die Installation wird Microsoft das FFU-Format verwenden, welches man auch für die ROMs unter Windows 10 Mobile nutzte. Demnach wird Windows Lite nicht nur eingeschränkter sein, sondern auch abgesicherter als Windows 10. Getestet werde das System derzeit auf dem Surface Go, Surface Pro 4, 5 und 6. Das bedeutet allerdings nicht, dass es von Nutzern installierbar sein wird. Windows Lite soll viele Desktop-Altlasten über Bord werfen, wesentlich effizienter laufen und eine vereinfachte Bedienung bieten. In welchem Umfang Win32-Programme laufen werden, ist bislang noch nicht bekannt.“

Riecht stark nach „System verrammeln“. Fällt aus sollte das kommen.