DSGVO: Niederlande verbietet mobile Office-Apps von Microsoft

12

Die niederländische Regierung setzt bereits auf Microsoft Office 365, sodass die Mitarbeiter ihre Dokumente bereits über die Cloud bearbeiten. Einer der Vorteile von Office 365 ist auch, dass die Anwender sich die verwendeten Apps aussuchen können und dabei auch Vollzugriff haben auf die mobilen Anwendungen für Android, iOS und Windows 10.

Das Justiz- und Sicherheitsministerium der Niederlande hat nun allerdings den Behörden den Einsatz dieser mobilen Apps untersagt. Zuletzt hatte Microsoft bereits Anpassungen an den Office 365 Desktop-Programmen vornehmen müssen, hatten diese doch Telemetrie an Server in den USA geschickt. Dies sei nicht mit der Datenschutzgrundverordnung konform, weswegen Microsoft das auf Wunsch der Regierung in den Niederlanden angepasst hatte.

Die mobilen Anwendungen waren von dieser Änderung allerdings nicht betroffen. Daher hat man Regierungsinstitutionen dazu aufgefordert, die Verwendung der mobilen Office-Anwendungen unter iOS und Android zu unterlassen. Auch Office Online erfülle die Vorgaben der DSGVO nicht. Dabei habe man in den Niederlanden festgestellt, dass unter iOS angeblich Analysedaten an Marketingunternehmen versandt wurden, welche sich auf die prediktive Profilerstellung spezialisiert hätten.

Microsoft hat die Vorwürfe bislang nicht kommentiert, möchte allerdings mit Regierungen in der EU weiter daran arbeiten, die eigenen Dienste an die Datenschutz-Standards anzupassen.


via mspu / Quelle: Register

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

12
Hinterlasse einen Kommentar

Please Login to comment
4 Comment threads
4 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
7 Comment authors
Albert JelicaBonkhi950testificatusblaupause Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
hi950
Mitglied
hi950

Mmh, Microsoft wertet lediglich anonyme Telemetriedaten aus, die keine personenbezogenen Daten enthalten, mit dem Ziel der Fehleranalyse und um Funktionen der eigenen Office Programme zu verbessern. Apple leitet mit iOS sowie Google mit Android personenbezogene Daten an Werbepartner weiter, um zielgerichtete Werbung zu verkaufen. Das Verhalten von Microsoft wird kritisiert, das Verhalten von Apple und Google allenthalben ignoriert oder speziell im Fall von Apple von den Fans bejubelt. Kommt mir wie seit langem üblich mit zweierlei Maß gemessen vor.

derformfaktor
Mitglied
derformfaktor

Ja so ist das leider… Dennoch wird keiner der Konzerne für Verletzungen angemessen bestraft. Die Strafen, die da manche zahlen müssen, sind ein Witz. Zumal einfach nur Bußgelder keine wirkliche Strafe mehr für solch hochdotierte Unternehmen sind, weswegen sich danach auch dementsprechend nicht viel tut.

blaupause
Mitglied
blaupause

böses Foul von Microsoft, absolutes NoGo
gleich mal die Firewall schärfer stellen und USA gesamt blocken, dann geht aber diese Seite auch nicht mehr 🙂

testificatus
Mitglied
testificatus

Wir hosten in Deutschland.

derformfaktor
Mitglied
derformfaktor

Mit Ökostrom betriebene Server, CO2 neutral und aus kontrolliert biologischem Anbau? 😁

tomhoenn
Mitglied
tomhoenn

„Das Justiz- und Sicherheitsministerium der Niederlande hat nun allerdings den Behörden den Einsatz dieser mobilen Apps untersagt.“

Daraus generiert der Autor die Überschrift „Niederlande verbietet mobile Office-Apps von Microsoft“ ? Das ist Clickbaiting auf Bild-Zeitungs Niveau. Nicht unbedingt das, was man von windowsarea gewohnt ist.

testificatus
Mitglied
testificatus

Es ist korrekt. Sie haben es verboten für die Regierungsbehörden. Der ganze Artikel passt nicht in die Headline.

Bonk
Mitglied
Bonk

„Niederlande verbietet Behörden Office-Apps“
Hätte doch gepasst… 🙄
Weder, dass es wegen der DSGVO passiert ist, noch dass Office von Microsoft kommt, interessiert wirklich in der Überschrift.
Wäre also genug Platz fur wesentliche Inhalte gewesen.

Ich stimme @tomhoenn zu, bei der Überschrift kommt einem zuerst in den Sinn, dass das Verbot für alle Niederländer gilt.
Ob es nun tatsächlich als Clickbait gedacht war, ist nun eine andere Frage, aber es verzerrt den Sachverhalt jedenfalls gewaltig.

stefiro
Mitglied
stefiro

Ja, wenn man den Artikel nicht liest … was man halt tunlichst grundsätzlich machen sollte, und sich nicht auf Überschriften versteifen …

Bonk
Mitglied
Bonk

Böse Zungen könnten behaupten, dass wohl so mancher den Artikel nur darum gelesen hat, weil er etwas ganz anderes erwartet hat.

Die Überschrift ist es letztendlich, die den Leser dazu bringt, den Artikel entweder zu lesen, oder für uninteressant einzustufen.
Für mich war jedenfalls der von der Überschrift erzeugte Ersteindruck, dass die Niederlanden seinen Einwohnern die Nutzung von Apps untersagt, wesentlich interessanter, als der letztendliche Artikel, der nur eine handvoll holländischer Beamter betrifft, die vermutlich ohnehin besseres zu tun hatten, als Tabellenkalkulationen und Amtsbriefe am Handy zu erstellen.

Gorbowski
Mitglied
Gorbowski

Es spricht Bände, dass die großen Player immer erst erwischt werden müssen damit sie anschließend versprechen die Gesetze einzuhalten.

Bis sie wieder erwischt werden.

Solange es keine ernsthaften Bedrohungen für das Geschäft gibt, wird das so weitergehen.