Microsoft verbietet Downloadportale für (Office-)Testversionen

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Microsoft hat kürzlich vor dem Bundesgerichtshof ein neues Urteil gegen einen Händler von Software-Lizenzen erwirkt. Demnach stellt es eine Urheberrechtsverletzung dar, die kostenlose Testversion eines Programms auf seinem eigene Downloadportal bereitzustellen.

Microsoft klagte dabei gegen einen eBay-Händler, welcher Produktschlüssel zu verschiedenen Produkten des Unternehmens vertreibt. Zwischen 2013 und 2014 hatten Testeinkäufer drei Produktschlüssel zu Microsoft Office 2013 Professional Plus auf eBay erworben. Der Händler versandte die Produktschlüssel und einen Link zum Download der Testversion, welche über den Product Key aktiviert werden konnte.

Diese Installationsdatei der Testversion hatte der Händler jedoch nicht von Microsofts offizieller Seite herunterladen lassen, sondern diese war auf dem eigenen Server gehostet. Microsoft hat nun ein Urteil erwirkt, welches besagt, dass dies eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Selbst dann, wenn Microsoft diese Testversion ansonsten kostenlos auf der eigenen Seite anbietet, darf ein Dritter diese Testversion nicht vertreiben. Das Urteil drängt demnach auch viele Download-Portale in die Illegalität, die bisher kostenlos verfügbare Installationsdateien von Microsoft-Produkten angeboten hatten. Besonders bitter ist das für jene Seiten, die sonst die Installationsmedien für Insider-Builds gehostet oder zum Download angeboten hatten. Microsoft hat dank dieses Urteils grundsätzlich die Möglichkeit, diese abzumahnen.

Microsofts Absicht mit diesem Urteil war allerdings zweifellos, den Händler dieser Software-Keys für irgendetwas abmahnen zu können. Während der Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen dem Unternehmen seit Jahren ein Dorn im Auge, ist dieser dank mehrerer Urteile aus der Vergangenheit in Deutschland weiterhin legal. Die Redmonder haben hier eine Möglichkeit gesucht und gefunden, wie man dem Händler eins auswischen kann.

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Androvoid
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Androvoid

…“eins auswischen wollen“? Das ist aber vor allem in Microsofts aktuell prekärer Lage wiederum sehr kurzsichtig und dumm. Die gierigen Lizenzgebühren für WP lassen grüßen, wo es doch da jetzt vor allem darum geht, um jeden Preis Marktanteile, wenn schon nicht zu gewinnen, so doch zu halten. Jene, welche da auf solche Billig-Angebote angewiesen sind oder glauben angewiesen zu sein, würden sich das mehrheitlich ohnehin nie zu Normalpreisen beschaffen. …und angeblich geht es Microsoft finanziell auch nicht so schlecht, wenn man dem Glauben schenken darf.. ..oder doch eher nicht?? Wär’s denen vielleicht lieber, wenn es da gar keine solcherart Angebote… Read more »

Peter.
Mitglied
Peter.

[…und die so frustrierten User dann auch gleich von sich aus Microsoft gänzlich den Rücken kehrten?]

Ich selber nutze mittlerweile LibreOffice und habe einen Dauerauftrag als Spende eingerichte, finde das mittlerweile sinnvoll als Abo für Microsoft. Viele meiner Freunde machen das mittlerweile auch so und spenden für LibreOffice.

pakebuschr
Mitglied
pakebuschr

Software darf auch was kosten, hat auf den Handel mit gebrauchten Lizenzen auch keinen Einfluss man muss eben nur auf MS verlinken was seriöse Angebot i.d.R. auch tun, an illegalen Angeboten wo sie nichts verdienen hat man aber wohl kaum Intresse. Wer mit den „kostenlosen“ Angeboten wie OpenOffice, GoogleDocs auskommen zahlt auch keine 3,99 für dubiose Angebote.

OliverL
Mitglied
OliverL

Man kann auch einfach davon ausgehen, dass sie von einer gewerblichen Straftat Kenntnis erlangt und dies der Staatsanwaltschaft gemeldet haben, wie es sich gehört.
Natürlich kann man da auch noch viel Negatives hineindichten, aber es gehört sich einfach, solchem Dreck Einhalt zu gebieten.