Offiziell: Microsoft Store in Windows 10 sollte nicht deinstalliert werden

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Windows 10 kommt standardmäßig mit dem Microsoft Store daher, den der Konzern seit Jahren als Bezugsort für neue Apps und Games zu etablieren versucht. Wirklich aufgegangen ist der Plan bisher nicht.

Viel eher versuchen Nutzer, den ungenutzten Microsoft Store vom System zu entfernen. Auch Systemadministratoren scheinen den App Store von Windows 10 nicht gerne auf den eigenen Firmenrechnern zu sehen. Das Microsoft-betriebssytem bietet standardmäßig keine Möglichkeit, den Store zu entfernen. Andere Tools, darunter der CCleaner, Revo Uninstaller sowie der Windows 10 App Remover bieten entsprechende Werkzeuge sehr wohl. Die Deinstallation ist technisch gesehen und inoffiziell ohne Weiteres möglich. Eine erneute Installation kann mit Windows-Bordmitteln mit offiziell verfügbaren Ressourcen durchgeführt werden und zwar direkt über die PowerShell.

Wird Microsoft allerdings gefragt, so sieht man die Deinstallation des Microsoft Store aus Windows 10 sehr kritisch. In einem neu veröffentlichten Support-Dokument schreibt der Konzern, dass weder Windows 10 Version 1909, noch vorherige Systemversionen die Deinstallation unterstützen. „Das Entfernen, deinstallieren oder neu installieren der Microsoft Store-App wird nicht unterstützt“, schreibt Microsoft. Im Klartext gemeint damit ist, dass die Deinstallation unerwünscht ist. Weiters heißt es:“In Windows 10 empfehlen wir nicht die Entfernung oder Deinstallation der Microsoft Store-App. Dieses Verhalten ist beabsichtigt.“, stellt der Konzern klar.

Microsoft weist darauf hin, dass IT-Administratoren ihre Rechner so konfigurieren können, dass der Zugang zum Store eingeschränkt oder blockiert wird. Außerdem könnte die Deinstallation „unerwünschte Konsequenzen“ verursacht, weist der Konzern hin. Es könnte tatsächlich sein, dass die Deinstallation des Stores verschiedene Bugs auslöst, für die dann Nutzer natürlich den Fehler bei Microsoft suchen. Der Konzern stellt nun aber klar, dass die Deinstallation ganz und gar nicht erwünscht ist.


Quelle: Microsoft

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Kissi
8 Monate her

Vielleicht sollte der CCCleaner auch die. Update Engine für die Security Updates deinstallierbar machen.

steinpilz43
8 Monate her

also, ich habe meinen nicht gelöscht oder deinstalliert, er war irgend wann weg und bitte um Hinweise wie ich den wieder auf die Maschine bekomme.

sunnymarx
8 Monate her

Es ist mal ganz klar, dass nicht jeder den Store benötigt. Es ist auch mal ganz klar, dass man noch vor 20 Jahren den kostbaren Plattenplatz frei halten wollte / musste. Aber ganz klar ist heute Speicherplatz kein Problem mehr. Und der Store ist ein wichtiges Aktualisierungswerkzeug für Bestandteile des Betriebssystems. Und nun mal ehrlich… Es wird niemand gezwungen, Programme oder Spiele über den Store zu beziehen. Einfach aufpoppen tut der Store auch nicht. Wo ist das Problem der Leute mit dem Store? Der ruht in Frieden auf meinem Rechner und macht einfach gar nichts, außer es werden Dinge darüber… Read more »

blaupause
8 Monate her

völlig falsch aufgezogen der Artikel, wieder mal.
Statt dass man aufklärt was der Store alles macht und Systemkomponenten aktuell hält, gibt man denen Munition die Windows durch unqualifizierte Eingriffe kaputt machen und dann rumposaunen wie schlecht das Windows doch ist!!!

Okan Doğan
Webmaster
Reply to  blaupause
8 Monate her

Kann man so sehen oder eben anders. Dieser Beitrag ist eine „News“. Sie gibt kurz und knapp eine Empfehlung von Msft wieder und schließt mit einer knappen Kritik an denen, die das tun, was du kritisierst: Unüberlegt am System herumdoktern und sich dann beschweren.

Ein Artikel, wie er dir vorschwebt, wäre eher ein Meinungs-/Ratgeber-/Whatever-Artikel, der mehr Tiefe und (Achtung wichtig) mehr Zeit bedarf. Insofern: Ja, hast prinzipiell recht, aber nein, der Artikel ist nicht falsch aufgezogen. ✌️

Knight
8 Monate her

Natürlich ist das Blödsinn den zu deinstallieren, besonders wenn auch andere integrierte Apps darüber aktualisiert werden. Die Lösung für Unternehmen finde ich persönlich super, da man so den Benutzern Content vorgeben kann.
Ich verstehe sich nicht wirklich was der Vorteil davon sein kann… Das ist ungefähr so wenn man sich ein Auto kauft und sicherheitshalber die Rückbank ausbaut damit man keine unerwünschten Mitfahrer hat oder so…

spaten
Reply to  Knight
8 Monate her

Hahaha ? sehr schöner Vergleich!

Okan Doğan
Webmaster
Reply to  spaten
8 Monate her

Finde ihn auch sehr passend! ?

rschuerer
8 Monate her

CCleaner User ? und dann sich
beschweren wenn irgendwas nicht funktioniert. Alleine schon die Language Packs und deren Aktualisierung läuft darüber

backpflaume
Reply to  rschuerer
8 Monate her

Das schlimmste ist doch dass Seiten wie Chip-Kotze.de den CCleaner noch immer fleißig bewerben und jeder Hanepampel meint er bräuchte das.

Okan Doğan
Webmaster
8 Monate her

Absolut nachvollziehbar, zumal – wie Msft selbst anführt – IT-Admins den Zugang einschränken können. Oder gibt es triftige Gründe, die ich nicht sehe, einen grundlegenden Bestandteil des Betriebssystems entfernen zu wollen?

robnau
Reply to  Okan Doğan
8 Monate her

In vielen KMUs wird sicherlich die Pro-Variante von Windows 10 im Einsatz sein. Die offentsichtlichen Gruppenrichtlinien zum Deaktivieren des Stores bzw. der Store-Apps wirken leider nur in der Enterprise-Variante. Ich kann verstehen, wenn Admins mit der Holzhammer-Methode den Store aus Windows 10 verbannen. Wenn es die Möglichkeit zur Deinstallation per PowserShell gibt, dann kann man diese doch auch nutzen, wenn man sich aller Konsequenzen im Klaren ist. Ohne unerwünschte/ungeplante Nebenwirkungen ist es vielleicht sinnvoller den Store per Software Restriction Policies zu verbieten anstatt ihn komplett zu deinstallieren. Einfach eine neue „Additional Rule“ hinzufügen & den Zugriff auf %programfiles%\WindowsApps\Microsoft.WindowsStore* blockieren, sollte… Read more »