Malware bei Tankstellen stahl Kreditkarteninformationen von Kunden

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Seit Jahren warnen Sicherheitsforscher, dass Angriffe auf Unternehmen, die Zahlungsinformationen digital verarbeiten, sich häufen werden. Kleinere Shops, Onlinehändler und auch größere Ladenketten werden angewiesen, besonders verantwortungsvoll mit Kundendaten umzugehen.

Die US-Ladenkette Wawa, die an der Ostküste eine Vielzahl von Tankstellen betreibt, hat dies nun selbst erleben müssen. Wie der CEO in einem offenen Brief bekanntgab, hat der Konzern letzte Woche erst eine Malware entdeckt. Dabei wurden auch Kreditkarteninformationen von Kunden sowie die Namen der Inhaber gestohlen. Die CVV-Nummern und PINs wurden nicht gestohlen, ließ das Unternehmen wissen. Man sei auch nicht darüber informiert, dass unautorisierte Zahlungen über die Kreditkarten der Kunden durchgeführt wurden.

Besonders bedenklich ist hier, dass die Malware in den Servern für die Zahlungsverarbeitung gefunden wurden. Unbekannt ist, welches Betriebssystem auf den Servern lief und wie es die Malware auf die Systeme geschafft hat. Kunden bietet das Unternehmen einen kostenlosen Dienst zum Schutz der Identität sowie zur Überwachung der Ausgänge an.

Der CEO entschuldigte sich für den Verlust der Kundendaten und garantierte Kunden, dass das Unternehmen für Schäden aufkommen wird. Dass dadurch tatsächlich Geld verloren geht, ist unwahrscheinlich, weswegen dieses Versprechen nicht viel mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Den gestohlenen Kundeninformationen, Namen sowie Zeitpunkte der Transaktionen wird schließlich kein Wert beigemessen.


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