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Microsoft und Ford wollen Verkehrschaos mit Quantencomputern beheben

Seattle ist dafür bekannt, dass der Verkehr in der US-Metropole regelmäßig zu Erliegen kommt. Microsoft und Ford wollen Quantencomputer-Technologien nutzen, um dieses Problem zu lösen.

Im Zuge eines gemeinsamen Forschungsprojekts haben die beiden Konzerne das Chaos in der Stadt simuliert. Das große Problem seien aktuell die Navigations-Apps. Diese generieren aktuell die kürzeste Route für jeden Fahrer auf einzelner Basis. Sie ziehen dabei nicht in Betracht, dass möglicherweise hunderte andere Autofahrer dieselbe Route ansteuern. Microsoft und Ford wollen ein balancierteres Routen-System gestalten, sodass die Zahl der Fahrer, die zur gleichen Zeit eine Straße nutzen, reduziert werden. Die Forscher sind sich sicher, dass dies die überfüllten Straßen entlasten würde und zu einer Minderung der Staubildung führe. Das Problem ist hierbei, dass für solche Operationen auch enorme Rechenleistungen notwendig wären.

Indem man Technologien und Algorithmen aus der Quantenmechanik nimmt und auf heute verfügbarer Hardware ausführt, könnte man sehr positive Resultate erhalten und gleichzeitig Quantencomputing skalierbar machen. Das Unternehmen hat die Funktionalität bereits getestet in einer Simulation, wo 5.000 Fahrzeuge gleichzeitig eine Route für die Seattle-Innenstadt vom Server anforderten. Innerhalb von 20 Sekunden waren für alle Fahrer dieser Simulation ausgewogene Routen-Optionen verfügbar. Dabei habe sich die Staubildung um 73 Prozent vermindert und gleichzeitig wurden 8 Prozent Fahrzeit gespart. Somit könnten Autofahrer in Seattle dank der Technologie von Microsoft und Ford mehr als 55.000 Stunden pro Jahr weniger im Stau stehen, wenn das Modell auf sämtliche Fahrzeuge ausgeweitet würde.

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