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Skype Preview als Electron-App: Abschied von UWP

Microsoft veröffentlichte eine neue Version der Skype Preview-App im Store. Mit dieser Version verabschiedet man sich endgültig von React Native und UWP, stattdessen setzt man nun auf das Electron-Framework.

Seit dem Microsoft den Messenger Skype übernommen hat, gab es einige große Änderungen am Desktop-Client. Zuerst wechselte man von dem klassischen Win32-Programm zu einer modernen UWP-App. Doch diese wurde nur wenige Jahre später durch eine Web-App ersetzt, welche die Entwicklung für viele Plattformen vereinfachte. Immerhin setzte man unter Windows weiterhin auf die universelle Windows-Plattform, dank des React Native-Frameworks, welches aus Webseiten möglichst native UWP-Apps umzusetzen ermöglicht.

Skype Preview basiert auf Electron

Die aktuelle Skype React Native-App hat allerdings ein großes Problem, und zwar die Performance. Geschrieben wurde die Benutzeroberfläche in Web-Technologien, also HTML, JavaScript und CSS. Die EdgeHTML-Engine kommt nicht gut damit zurecht, vor allem weil das Framework eher für Chromium-Engines optimiert ist. Dies resultiert in eine langsame Benutzeroberfläche, dessen Animationen regelmäßig ruckeln. Um dieses Problem zu beheben, wechselt Microsoft jetzt vollständig zu Electron.

Die aktuelle Skype Preview Version 8.58.76.92 lässt React Native komplett zurück und basiert nun auf Electron, bringt somit wahrscheinlich auch direkt die Chromium-Engine mit. Überprüfen kann ich dies nicht und normalerweise sind andere Browser-Engines im Microsoft Store verboten, doch das wäre meiner Meinung nach der sinnvollste Schritt. Normalerweise wird bei Nutzung des React-Frameworks auch direkt eine Chromium-Engine mitgeliefert. Alternativ könnte natürlich auch weiterhin auf die Edge-Engine gesetzt werden, doch damit würde React sicher auch mäßig laufen.

Fehlende Funktionen

Eins muss man React Native lassen: zwar sind es prinzipiell Webseiten, doch diese können sich gut in das System integrieren und scheinen echte Apps zu sein. Genau diese Vorteile bringt eine Electron-App in diesem Fall nicht, da die UWP-Plattform für das Framework komplett fremd ist.

Der Twitter-Nutzer Florian B. erstellte eine Liste mit fehlenden Funktionen der Electron-Version im Vergleich zur vorherigen:

  • Die Integration für Kontakte in der Taskleiste wurde entfernt. Die Funktion wird aber sowieso nicht mehr weiterentwickelt.
  • Keine Synchronisierung der Skype-Kontakte mehr mit der Kontakte-App.
  • Kein automatisches Einloggen mit dem Microsoft Konto, obwohl das bei fast allen anderen Apps möglich ist.
  • Kein App-Hintergrunddienst mehr. Sobald die App geschlossen ist, erhält man keine Benachrichtigungen.
  • Die Fensterrahmen sind hässlich.

Microsoft geht also einige Kompromisse ein, um die Skype-App auf eine andere Technologie zu bringen. Es bleibt interessant, ob man die fehlenden Funktionen versucht zu implementieren, oder dies der zukünftige Stand von Skype sein wird.


via Deskmodder | Quelle: Aggiornamenti Lumia

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22 Jahre alt | Redakteur & Videoproduzent bei WindowsArea seit 2016
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