Windows 10 überwacht Laufwerkszustand von SSDs (Build 20226)

2

Vor wenigen Stunden veröffentlichte Microsoft die Windows 10 Build 20226 im Insider-Programm. Diese Version gibt fleißigen Insidern einen Ausblick auf eine zukünftige Funktion von Windows 10, welche sich als ziemlich praktisch herausstellt.

Speichermedien haben eine begrenzte Lebensdauer, egal ob SSDs oder Festplattenlaufwerke. Mithilfe von Drittanbieter-Software lässt sich der aktuelle Gesundheitszustand detailliert auslesen, um mögliche Ausfälle vorauszuahnen. Da diese Daten sehr wichtig sind, implementierte Microsoft eine eigene Auslese in die neue Fassung der Datenträgerverwaltung.

Mehr Informationen in der neuen Datenträgerverwaltung (Einstellungen)

Im neuen Abschnitt Datenträger-Gesundheit wird die geschätzte restliche Lebensdauer in Prozent dargestellt. Dies ist der interessanteste Wert, denn er gibt darüber Aufschluss, ab wann Sicherungsbedarf besteht. Falls dieser Wert zu niedrig ist, blendet Windows den dargestellten roten Hinweis ein und bietet integrierte Backup-Lösungen an.

Zusätzlich wird noch die Temperatur der Laufwerke dargestellt. Auch wenn dieser Wert für Erschrecken sorgen könnte, gibt die Laufwerkstemperatur Aufschluss über die Luftzirkulation im Gehäuse. Falls dieser Wert zu hoch ist, büßt man die Lebensdauer des Datenträgers ein und gefährdet somit die Sicherheit der eigenen Daten.

Im Vergleich zu für diesen Zweck ausgelegten Programmen ist der Informationsgehalt dieser Seite natürlich gering. Wer Aufschluss über die nicht korrigierbaren Fehler oder Betriebsstunden bekommen möchte, der muss weiterhin zu Alternativen ausweichen. Doch das wichtigste hat Microsoft schonmal abgedeckt und das ist viel Wert!

Benachrichtigung bei niedriger Lebensdauer

Bei niedriger verbleibender Lebensdauer zeigt Windows nicht nur eine Warnung in der Einstellung an, sondern sendet auch eine Benachrichtigung an den Nutzer. Somit wird man über die Umstände informiert, bevor es eine böse Überraschung gibt. Auch diese Neuerung ist sehr löblich. Doch im Blog-Post wurde sie nur im Zusammenhang mit NVME-SSDs erwähnt, somit bleibt fraglich, ob Windows auch SATA-Laufwerke überwacht.

Weitere Neuerungen

Ansonsten bietet die neue Build 20226 viele Fehlerbehebungen, welche jedoch keinen gesonderten Artikel wert sind. Erwähnen möchte ich noch das aktualisierte Kontextmenü für ZIP-Archive in OneDrive. Diese lassen jetzt direkt extrahieren, auch wenn sie nur Online verfügbar sind. Tatsächlich ging das bislang nicht.

Desweiteren werden installierte PWAs im Task-Manager nicht mehr als Hintergrundprozess aufgeführt, sondern als laufende App.

Überraschenderweise entfernt Microsoft in dieser Build auch noch die Synchronisierung des Windows Designs. Loggt man sich mit seinem Microsoft Konto also zukünftig auf einen neuen PC ein, synchronisiert sich das eigene Hintergrundbild nicht mehr.

Bonus: Hintergrundbild herunterladen

Bonus 2: als weiße Version herunterladen


Quelle: Microsoft

0 0 vote
Article Rating

Über den Autor

20 Jahre alt + Redakteur & Videoproduzent bei WindowsArea. Instagram: https://www.instagram.com/arminosaj/

Subscribe
Benachrichtige mich zu:
2 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments
Lahire690
26 Tage her

Darauf habe ich gewartet & werde auch noch auf die sata ssd funktion warten 👌 jedes monat mit bangen ein programm zu starten ob die lebenszeit im smart wert gesunken ist, ist mühsam..