
Microsoft ermöglicht Nutzern, die Update-Blockade von Windows 10 ohne Weiteres zu umgehen. Dies ist per Gruppenrichtlinie möglich.
Wenn ein Computer aus irgendeinem Grund nicht mit einem neuen Windows 10 Feature Update kompatibel ist, sehen Nutzer in den Einstellungen einen entsprechenden Hinweis. Dieser informiert über die Verfügbarkeit einer Aktualisierung und auch darüber, dass der jeweilige Rechner damit noch nicht kompatibel ist. Umgehen können Nutzer diese Meldung lediglich manuell über den Update Assistenten oder durch eine Neuinstallation per Windows 10 Oktober 2020 Update ISO-Datei.
Nun gibt es allerdings eine neue Möglichkeit, wie sich die Update-Blockade unter Windows 10 umgehen lässt. Microsoft beschreibt in einem Support-Dokument die Möglichkeit, die Update-Blockade über den Editor für Gruppenrichtlinien zu entfernen. Dieser ist allerdings nur in Windows 10 Pro sowie Enterprise verfügbar. Windows 10 Home Nutzer können einen ähnlichen Effekt jedoch über die Registry erreichen.
Unter Windows 10 Pro müssen Anwender in den Gruppenrichtlinien unter den Administrativen Vorlagen auf Windows Komponenten zugreifen und dort bei Windows Update > Windows Update for Business die „Disable Safeguards for Feature Updates“-Richtlinie aktivieren. Infolgedessen kann ein Update auch dann installiert werden, wenn Microsoft es offiziell noch nicht für die genutzte Hardware ausrollt.
In der Registry müsst ihr folgende Anweisungen befolgen, um eine Update-Blockade zu umgehen.
- Öffnet HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\
- Öffnet ‘WindowsUpdate’. Wenn dieser nicht verfügbar ist, erstellt einen neuen Schlüssel namens WindowsUpdate
- Erstellt nun darin einen neuen DWORD 32-bit Wert und bennent diesen DisableWUfBSafeguards
- Ändert den Wert auf 1
- Schließt Regedit und startet den Computer neu.
Im Anschluss an diese Maßnahmen ist das Windows Update bereit zur Installation. Wir weisen allerdings darauf hin, dass gewisse Blockaden auch aufgrund von Treiber- oder Hardwarekompatibilitätsproblemen implementiert werden. Eine Umgehung der Maßnahme sollte daher eine wohlüberlegte Entscheidung sein.

