Windows Cloud-Zurücksetzung auch über WinPE möglich

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Titelbild des Artikels. Es zeigt einen Windows 10 Notebook, der gerade einen Bluescreen darstellt. Dahinter befindet sich eine Windows 10 Tüte für die Optik.

Seit Windows 8 bietet Microsoft die Möglichkeit an, das System über die Einstellungen zurückzusetzen. Dies ist ein nutzerfreundlicher Weg, um Windows zu seinem Werkszustand zu überführen. Man benötigt keinerlei USB-Stick oder anderweitige Kenntnisse. Besonders praktisch ist dies im Rahmen eines Geräteverkaufs, oder falls Dinge nicht mehr reibungslos funktionieren.

Der Menüpunkt zur Systemzurücksetzung lässt sich nicht nur im Betrieb erreichen. Ebenfalls in der Windows PE Oberfläche (auch erweiterter Start genannt) bietet sich die Option an. Dabei handelt es sich um das blaue Menü, welches automatisch erscheint, sobald der Computer mehrmals hintereinander abstürzt. Zusätzliche Funktionen von WinPE ist der Start in den abgesicherten Modus oder das Einspielen eines Systemwiederherstellungspunktes.

Screenshot des Windows PE-Menüs, auch "erweiterter Start" genannt.

WinPE-Oberfläche

Windows zurücksetzen ist eine gute Funktion, die nach dem selben Prinzip fungiert, wie sie bereits von Smartphones bekannt ist. Doch unfehlbar ist sie nicht. Aufgrund der Tatsache, dass Windows mit den Dateien arbeiten muss, die vorliegen, kann es unter bestimmten Bedingungen nutzlos sein, Windows zurückzusetzen. Beispielsweise, wenn eine Systemdatei stark beschädigt ist oder gänzlich fehlt. Tritt dieser Fall auf, bleibt als einziger Ausweg nur der USB-Stick.

Windows kann sich nun per Cloud zurücksetzen

Zumindest hätte man das früher so gesagt. Denn seit Windows Version 2004 gibt es eine neue Verhaltensart für die Systemzurücksetzung. Diese nennt sich Cloud-Download und lädt, wie der Name schon vermuten lässt, ein frisches Image aus dem Internet herunter. Mithilfe diesem wird Windows praktisch neu installiert. Somit kommen selbst fehlende Systemdateien dem Prozess nicht in die Quere.

Microsoft geht noch einen Schritt weiter. Wie ein Kollege von mir kürzlich überraschend feststellte, bietet Microsoft die Option zum Cloud-Download nun auch im WinPE-Menü an. Für den Alltag bedeutet dies, dass wenn Windows nicht startet, weil eine Systemdatei beschädigt ist, dass man direkt das System neu installieren kann. Auf Wunsch behält Windows übrigens die persönlichen Dateien im Nutzerordner.

Glücklicherweise kann der WinPE-Umgebung nur in Ausnahmefällen etwas Geschehen, da diese auf einer separaten und isolierten Partition auf dem Datenträger sitzt.

Startet man den erweiterten Start über Windows, dann fehlt der Punkt zum Cloud-Download leider in WinPE. Ich hätte gerade beim Testen fast mein Surface Pro 7 zurückgesetzt. Meine Tests ergaben, dass man nur die Wahl hat, nachdem das System dreimal beim Start abgestürzt ist. In Folge dessen führt Windows die automatische Reperatur aus. Nachdem diese abgeschlossen ist, kommt man dann in die korrekte WinPE-Umgebung (auf der seperaten Partition), welche die Option zum Cloud-Download birgt. Ob man eine frische Installation von Windows 2004 benötigt, konnte ich leider noch nicht testen. Denn ich gehe davon aus, dass beim Windows Upgrade die WinPE-Partition unberührt beliben könnte, da diese auch dafür zuständig wäre, ein misslungenes Upgrade rückgängig zu machen.

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Über den Autor

20 Jahre alt | Redakteur & Videoproduzent bei WindowsArea. | Instagram: @arminosaj | Twitter @Armin2208 | YouTube: Armin2208

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