
Mit Windows 11 hat Microsoft die beliebte Agenda-Ansicht aus dem Kalender-Flyout in der Benachrichtigungszentrale des Systems entfernt. Die alte Komponente basierte auf sehr wahrscheinlich auf der mittlerweile eingestellten UWP Mail-App und mangels echten Ersatzes musste die Agenda-Ansicht in Windows 11 auf eine Neuimplementierung warten.
Diese Neuimplementierung wurde erstmals im Zuge der Ignite-Konferenz 2025 von Microsoft angekündigt und scheint nun langsam als verstecktes Feature in ersten Insider-Builds aufzutauchen. Leider scheint Microsoft die neue Agenda jedoch nicht nativ ins System integriert zu haben, sondern sie wird als Edge-Webkomponente in die Benachrichtigungszentrale des Betriebssystems integriert. Dadurch entstehen beim Öffnen der Benachrichtigungszentrale mehrere WebView2-Prozesse, welche auch für eine höhere CPU- und insbesondere hohe RAM-Auslastung sorgen. Der Windows Shell Experience Host verbraucht anstatt der üblichen ein Megabyte stolze 130 Megabyte, sobald man das Info Center öffnet. Dieser hohe Ressourcenverbrauch verschwindet zwar sofort beim Schließen der Komponente, allerdings handelt es sich definitiv nicht um eine optimale Implementierung durch den Konzern.
Immerhin funktioniert die Komponente: Wie auch unter Windows 10 zeigt die neue Agenda-Ansicht eine chronologische Liste von Terminen und integriert neuerdings auch den Microsoft 365 Copilot. Zudem hat Microsoft nun auch den direkten Beitritt zu Teams-Meetings aus der Agenda ermöglicht. Visuell ist die Implementierung der Agenda durchaus gelungen, allerdings ist die Basis auf Webtechnologien für eine zentrale Komponente des UI sehr enttäuschend.


Wer überhaupt etwas anderes nach der Ankündigung erwartet hatte, der sollte seine Erwartungshaltung an Microsoft zurückschrauben.
Ich bin gespannt, ob das mit anderen Konten außer Outlook und MS SharePoint funktioniert und ob die Umsetzung dann wieder an Microsoft Sync gekoppelt ist (Login-Daten liegen auf MS Servern).