Microsoft verteidigt Windows Defender gegen Kaspersky-Beschwerde

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Wir haben erst kürzlich berichtet, dass Kaspersky in Deutschland bei den Wettbewersschützern sowie der EU eine Beschwerde gegen Microsoft eingereicht hat, worin der Hersteller von Antivirensoftware im Prinzip fordert, dass Microsoft seine Nutzer schutzlos Angreifern ausliefern soll. Der Gründer von Kaspersky beklagt beispielsweise, dass der Windows Defender automatisch aktiviert wird und den Nutzer schützt, sobald die Lizenz eines nicht weiter bezahlten Antivirenprogramms abläuft.

Nun hat Microsoft reagiert und Rob Leffers, Partner Direktor der Windows & Devices-Gruppe hat einen Blogpost zum Thema verfasst. Darin werden die Punkte, welche von Kaspersky genannt werden, gar nicht bestritten, sondern lediglich die böse Absicht dahinter verneint. Es gehe immerhin um die Sicherheit der Nutzer und Windows 10 soll das sicherste Windows-System bisher werden.

Erlauben mehrere Benachrichtigungen

Microsoft argumentiert weiter, dass man den Herstellern von Antivirensoftware mehrere Benachrichtigungen an den Nutzer gestattet, sodass dieser die Lizenz verlängert. Wenn der Nutzer allerdings nicht bezahlen kann oder will, wird Microsofts integrierter Virenschutz aktiviert. Microsoft sei überzeugt davon, dass man für den Nutzer stets eine Sicherheit anbieten muss.

Microsoft deinstalliert Virenschutz

Außerdem kritisierte Kaspersky, dass das Unternehmen nur 7 Tage Zeit gelassen habe zwischen Fertigstellung des Betriebssystems und der Veröffentlichung. Das sei zu wenig Zeit, um das Programm für Windows 10 zu optimieren, heißt es. Microsoft reagierte mit einem Verweis auf das Insider-Programm und mit der Information, dass nur Antivirenprogramme deinstalliert werden, welche nicht mehr kompatibel sind. 95 Prozent der Software war kompatibel.

Am Ende des Blogposts durfte natürlich der Seitenhieb gegen Kaspersky nicht fehlen. Microsoft schreibt am Ende, dass man über 20 Jahre lang mit Software-Partnern daran arbeitet, Windows-Nutzer vor Gefahren zu schützen und man diese Partnerschaft aufrecht erhalten will für das gemeinsame Ziel aller, die Kunden zu schützen. Den Eindruck, es Ginge um die Sicherheit der Nutzer, macht Kaspersky mit der Beschwerde allerdings nicht.

> Kaspersky interessiert die Sicherheit der Nutzer nicht


Quelle: Microsoft

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