
Microsoft hat gestern in einem offiziellen Dokument im Dev Center die Einschränkungen von Windows 10 ARM detailliert. Darin teilte man klipp und klar mit, was die Always Connected PCs können werden und was nicht.
Dazu zählt beispielsweise, dass 64-bit Programme offenbar doch nicht unterstützt werden, obwohl Qualcomm genau das Gegenteil davon im Zuge der CES 2018 in Las Vegas verlauten hat lassen. Zudem werden keine Programme unterstützt, die tief in das System eingreifen und so beispielsweise das Aussehen von Windows 10 verändern. Außerdem werden viele Games mangels vollständiger OpenGL-Unterstützung nicht funktionieren.
Seltsamerweise hat das Unternehmen dieses Dokument allerdings wieder aus dem Dev Center entfernt. Im Cache von Google ist diese zwar noch zu finden, nicht mehr jedoch auf der offiziellen Seite von Microsoft. Weshalb dem so ist, das können wir aktuell leider nicht sagen.
Möglicherweise war man noch nicht bereit, uns die Illusion zu rauben, dass Windows 10 ARM tatsächlich eine vollständige Version von Windows 10 ist. Oder aber die Informationen von dieser Dokumentation sind nicht korrekt, möglicherweise gar unvollständig. Über die Gründe kann aktuell nur spekuliert werden.
via mspu


Wie wäre es denn, wenn Microsoft versehentlich eine uralte Version der Einschränkungen veröffentlich hätte?
Eine, die einfach nicht aktuell war?
Man kann Software nämlich weiterentwickeln und das sogar bei einem Emulator.
Übrigens funktionierten die Emulatoren auf DECs alpha, auf MIPS 10000 und auf IBMs PowerPC hervorragend.
MS hätte diese Multiplatform-Unterstützung in NT nicht nur einbauen sondern auch pflegen und vermarkten sollen…
Dann wäre die Advanced RISC Machine nur eine weitere Prozessor-Platform und die Portierung nicht der Rede wert.
Software ja, Hardware nicht sobald die erstmal da ist. Der SD835 wurde nicht für die Emulation von Windows entwickelt.
Wird Win10ARM auch nur ein kleiner Erfolg, wird sich das ändern. Dann ist das ein riesiger Glücksfall für Qualcomm. Denn dort kommen sie auf einen großen neuen Markt der ihnen bislang verschlossen war.
Win10ARM muss gar nicht direkt einschlagen wie ne Bombe. Win10ARM ist zu wichtig für Qualcomm und MS um es schnell fallen zu lassen (Vergleich Surface).
Und ich bin mir daher absolut sicher, dass Qualcomm da dann auch hinterstehen wird. Zusammen mit MS werden sie an der Hard- und Software arbeiten.
Liegen die ARM Geräte jedoch komplett tot in den Regalen müsste MS einspringen. Und so oder so ist es nicht klar ob das Projekt am Ende Früchte trägt. Für beide Unternehmen ist das Potenzial hinter Win10ARM aber gigantisch.
Genau so sehe ich das auch!
Sind eigentlich die gleich Einschränkungen wie auf Alpha, MIPS etc..Geräte-Treiber müssen Prinzip-bedingt immer native sein, genauso wie die Shell-Erweiterungen. Das nur OpenGL 1.1 von Microsoft unterstützt wird war auch schon immer so. Die OpenGL Treiber höher als 1.1 mit HW Unterstützung kamen schon immer von den GPU Herstellern und nicht von Microsoft.
Was mich diesbezüglich etwas ärgert ist, dass Microsoft mit Windows for ARM nur einen x86 OpenGL Treiber mitliefert und keinen native ARM. So kann man aktuell keine ARM64 desktop app mit OpenGL Unterstützung erstellen.
Aber wie gesagt, das ist keine generelle Einschränkung sondern nur ein fehlender Treiber.
Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Win10ARM und WinRT ist die ARM Plattform.
Oder sie wollen was unter den Teppich kehren… ?
?
Oder da hat jemand aus einem nichttechnischen versuch etwas veröffentlicht, dann kam einer aus der programmierung/technik und meint „ähm, da stimmt was nicht, wo hast du das her?“ oder oder oder… Etwas auf die art unter den Teppich kehren ist nicht sehr effektiv.
… aber nicht ausgeschlossen.
Oder möglicher weise möchte man die unbegründete Aufregung die auch hier in den Kommentaren zu finden war entschärfen.
Kein 64 Bit ist für einzelne Prozesse wirklich kein Problem, aber offensichtlich kochen die Emotionen bereits vor den ersten Praxis Tests so hoch das jede andere Bewertung als Kritik bereits im Keim erstickt wird.
Ich hab mal ein paar Kommentare zu diesem Thema auf anderen Plattformen gelsen, die sich nicht so intensiv mit MS auseinandersetzen und über eine breite WP-Fanmasse verfügen. Erstaunlicherweise reagieren die auf die Einschränkungen deutlich weniger emotional. Der Tenor ist in etwa „kein Genickbruch, völlig ok, der richtige Weg“.
Vielleicht interessiert es sie auch gar nicht so, weil sie es ohnehin nicht nutzen werden… ? Das weiß man ja nie.
Das könnte schon wieder nach hinten losgehen. Wenn doch noch weitere Einschränkungen hinzukommen taugt es kaum mehr als RT (obwohl sich ja durchaus mehr damit machen lässt). Hoffen wir mal, dass die Infos einfach nur nicht korrekt waren.
Jetzt wandert wieder Halbwissen über die Techseiten, wo nur noch von einem RT-Nachfolger gesprochen und das ganze Projekt totgeredet wird.
Genau so launched man ein neues System, Microsoft. Großartig. Lasst es doch direkt bleiben! ?
Mich schränken im Grunde nur der RAM (2GB sind echt zu wenig) und der eventuelle Preis ein. Wenn die ersten Geräte schon ab 200-300€ anfangen, würden sich sicher einige potenzielle Käufer finden. Aber nicht bei 500€ aufwärts, da hat man mit den konventionellen Notebooks mehr für’s Geld.
Na mal schauen…
Pro Prozess.
Und wie viele 64bit-Programme „fährst“ Du auf den intel-Prozessoren und welche sind das genau?
Genau. 2GiB ist riesig für einen Prozess!
Nö. Bei grafiklastigen Prozessen wohl nicht. Relativ wenige MB große parametrische Grafiken plustern sich schnell zu mehr als 2 GB „Bitmaps“. Im AutoCAD nannte sich das „virtueller Zoombereich“ in diesem zwischen gespeicherten Bereich konnte man Verzögerung und regenerieren des Bildausschnittes verzögerungsfrei zoom, pan etc ausführen. Ist wie bei Video oder Spielen – mehrere oder grössere Bilder vorab rechnen und per Clipping den gewünschten Ausschnitt zur Anzeige bringen. Das kostet RAM. Also alles was im Hintergrund Daten „spekulativ“ vorlädt. Da kommt schnell was zusammen. Zu 32 Bit-Inventor Zeiten hab ich immer argwöhnisch den „RAM-Füllstandsbalken“ beobachtet. 2 GB warten schon mit relativ kleinen Projekten ( 200-300 MB) voll. Zum Glück wurde der 3 GB-Schalter offiziell unterstützt. Klar, CAD ist nicht die Zielgruppe, aber es gibt genug Desktop Apps für die Zielgruppen, die Ressourcen so ähnlich verbraten. Firefox ist kaum richtig gestartet und hat schon Tasks mit fast 500 MB am laufen. Alles schon im T-Manager eruiert. Im 64 Bit Zeitalter mit meist mehr als 4 GB RAM wird doch nicht mehr um jedes eingesparte Byte gekämpft.
??
Ich sag mal so. Die Liste meiner 64 Bit Programme ist mittlerweile in etwa genauso lang wie die x86er. Und ich steig auch immer mehr auf 64 Bit um, wo es geht. Von daher hoffe ich, dass 32 Bit irgendwann nicht mehr nötig sein wird und man seinen verbauten RAM mit jedem Prozess voll ausnutzen kann.
Und von deinen 64bit Programmen läßt du immer nur eins laufen, weil es den ganzen physikalischen Speicher belegt?
Ganz genauso so ist es. ? ??
Weil das selbstverständlich völlig logisch ist… ?
2GB sind echt wenig… EBEN NICHT!
Die Aussage ist auf dem Niveau: Ich kauf die alten AMD-fx Prozessoren, die neuen haben echt wenig Megahertz!
Wenn man von dem wirklich per Prozess benötigten Speicherplatz keine Ahnung hat: Einfach mal die Klappe halten.
Deine AMD fx-Aussage ergibt gar keinen Sinn. Vielleicht solltest du erstmal darüber nachdenken, worum es hier eigentlich geht, bevor du was vom Stapel lässt ?…
32 größer 64. 4000MHz > 3000+MHz.
Das war als Analogie gemeint. X verhält sich zu Y wie A zu B.
Beide Vergleiche ergeben nur wenig Sinn, hören sich aber auf den ersten Blick besser an.
Es gibt keinen technischen Grund für die meisten 64bit Applikationen. ( Mal davon abgesehen das Aufgrund architektonischer Unterschiede bei AMD64 ein kleiner performance gewinn da sein kann, das hat aber nichts mit ARM zu tun)
Na wenn du mit derartigen Einschränkungen auskommst, dann gehörst du wahrscheinlich zu der ARM-Zielgruppe. Ich hab dafür leider zu viele Desktopprogramme in Verwendung, die mit diesen Limitierungen nicht auskommen oder dadurch nur noch eingeschränkt nutzbar werden. Und wieso sollte ich mich dort auch einschränken, nur damit der Akku paar Stündchen länger durchhält, wenn ich doch dafür zu leistungsfähigeren Geräten mit uneingeschränkter Nutzbarkeit greifen kann? Und so werden zumindest viele denken, die ihr Gerät leistungsmäßig voll beanspruchen (müssen).
Da hast du zwei Sachen offensichtlich völlig falsch verstanden:
1) Windows on ARM ist ein 64 bit OS und unterstützt natürlich auch 64 bit Programme. Nur eben keine 64 bit Programme einer völlig fremden Architektur
2) Wenn ein 32 bit Programm unter einem 64 bit OS ausgeführt wird, ist die Limitierung 2GByte Speicher pro Prozess. Das heisst jedes Programm das du startest kann auf seine privaten 2Gbyte zugreifen. Vier Programme können demnach z.B. schon 8 Gbyte Speicher belegen.
Am Preis gibt’s eigentlich nichts zu mäkeln, wenn man sich die Features mal anschaut: Windows Ink, Windows Hello, full RGB screen, Gorilla Glas, LTE, always-on/connected mit extremer standby-time und Akku Laufzeit. Da gibt’s nichts vergleichbares im konventionellen Notebook Sektor.
Klar, wenn du ne billige Plastik Gurke haben willst mit mäßigem Screen ohne LTE oder Windows Ink wirst sicher auch im 300Euro Bereich fündig…dann vermutlich aber mit lahmer Atom CPU und schlechter Akku Laufzeit.
Manoman… Ich wollte ja gerade was dazu schreiben, aber wenn ich sehe, zu welcher Uhrzeit du diesen Schwachsinn abgeladen hast, wundert mich nichts. Thema verfehlt… ?
Bischen dünnhäutige Reaktion…Einen Nerv getroffen?
Man o man….
Dieses „Rumgeeier“ von Microsoft, schlimm.
Ich glaub‘, ich muss Lotto spielen und im Gewinnfall mich mit iMAC, MacBook Pro und iPhone eindecken….
Auch nicht alles Gold was da glänzt, aber die Machen und Liefern wenigstens.
Gibt auch bei Apple Bugs auf denen man sitzenbleibt.
Aus Mangel anderer Informationen sollten wir uns wohl erstmal auf die nun gelöschten Infos einstellen.
Fast alles davon ist auch logisch erklärbar aufgrund der Emulation. Wegfallen wird davon wohl erstmal nichts.
Vielleicht gibt’s später mal konkretere Informationen. Das war ja alles eher rudimentär.
Ich glaube der Erfolg von Win10ARM hängt jetzt bei den Einschränkungen von den Geräten und Preisen ab. Die Laptops/2in1 müssen sollten sehr kompakt und leicht sein (genug Spiel hat man aufgrund der potentiellen Einsparung bei Kühlung und Akku) und „günstig“. Dann überwiegen die Vorteile enorm und die Ansprüche an das „volle Windows“ sinken.
Eben. Für mich reicht Win10ARM für privat vollkommen aus. Bei RT hätte ich Einschränkungen gehabt, aber nicht bei Win10ARM.
Deswegen bin ich gespannt, wie sich die ARM-Geräte machen.
Da würde ich noch weiter gehen. Für mich reicht Win10ARM nicht nur aus, sondern es hat für mich wichtige Features, wie always-connected und instant-on, welche sonst nur bei Android oder iOS finde und für mich unverzichtbar sind. Da ich meine Android und iOS Geräte aber in den Ruhestand schicken möchte ist Win10ARM für mich alternativlos.
Der Erfolg von Win10ARM hängt schlicht und einfach von der Software ab. Die mangelnde Versorgung mit wichtigen Apps hat schon RT und Win Mobile das Genick gebrochen.
Die sollen von mir aus diesen Emulationsblödsinn sein lassen, dass funktioniert sowieso wieder nicht richtig. Dafür aber versuchen alle möglichen Apps auf ARM zu hieven. Es heißt Anreize für Entwickler schaffen. Sollen sie halt 2-3 Millarden Dollar in die Hand nehmen und den Entwicklern von wichtigen Programmen/Apps die Dollars soweit in den Rachen schieben bis sie hinter wieder raus kommen. Hauptsache sie bekommen den Store voll. Außerdem sollten sie die ARM Unterstützung für alles abseits von Spielen verpflichtend machen. Sie müssen ihren Store mehr fokussieren, ausbauen und vor allem endlich mal alle Kinderkrankheiten beseitigen.
Ich verstehe es nicht, im Prinzip hat MS alles was nötig ist, kriegt es nur nicht gebacken die Ressourcen zu bündeln und alles einfach mal mit Druck in die richtige Richtung zu lenken.
Aber dafür fehlt ihnen wieder der Mut. Ich gebe Win10ARM 2 Jahre, dann ist das wieder weg vom Fenster.
Genau das wurde ja über viele Jahre bei Windows Phone versucht. Die Emulation ist ein gigantischer Vorteil gegenüber Konkurrenzsystemen. Vielleicht kann das ja noch ausgebaut werden auf 64 Bit und Peripherietreiber.
Der Vergleich mit WinRT und Mobile passt überhaupt nicht. Wenn der Store ach so wichtig ist, warum bekommt er dann kaum Aufmerksamkeit von Endnutzern? Und woher nimmst du „Die sollen von mir aus diesen Emulationsblödsinn sein lassen, dass funktioniert sowieso wieder nicht richtig. „. Das klingt mir mal wieder nach viel Meinung aber Null mit dem Thema beschäftigt.
Für Store Apps könnten sie es verpflichtend machen….in der Tat. Setzt natürlich voraus dass Entwicker die ARM version ihrer App auch mal testen können und das wiederum setzt vorhandene ARM Geräte voraus.
Für Desktop Apps ausserhalb des Stores sind Microsofts Möglichkeiten begrenzt. Da hilft nur eine entsprechend grosse Anwender-Basis. Auf der anderen Seite ist der Aufwand für Entwickler, welche bereits eine x64 Variante ihrer Desktop app haben nicht sonderlich gross zusätzlich für ARM64 zu übersetzen. Den Code müssen sie dafür im Allgemeinen nicht anfassen.