KB4493437 für Windows 10 1803: Download, Changelog und bekannte Fehler

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Microsoft hat gestern die zweiten Monatsupdates für Windows 10 ausgerollt. Einige ältere Windows 10 Versionen erhalten Updates mit zahlreichen Fehlerbehebungen.

Diese Delta-Updates, welche nicht im Zuge des regulären Patchday ausgerollt werden, enthalten Bugfixes und Verbesserungen, aber keine Sicherheitsupdates. Diese Updates sind entsprechend kleiner und werden an Nutzer auch nicht automatisch ausgerollt. Nur, wer nach Updates sucht, erhält die Aktualisierung auch.

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Das Windows 10 KB4493439 Update bringt eine Reihe von Fehlerbehebungen für verschiedene Windows-Komponenten und zahlreiche Verbesserungen in Verbindung mit der japanischen Ära. Es gibt allerdings auch bekannte Fehler, die Microsoft im Changelog auflistet und welche vor allem für Unternehmenskunden relevant sein könnten.

Mai 2019 Update Neuerungen

KB4493437 für Windows 10 1803

  • Behebt ein Problem, durch das Internet Explorer den Download einer Unterressource blockiert, wenn es über das HTTP-Protokoll auf einer Seite geladen wird, die über das HTTPS-Protokoll gehostet wird.
  • Behebt ein Problem, durch das Benutzerhandler mit benutzerdefinierten URI-Schemata für Anwendungsprotokolle möglicherweise nicht die entsprechende Anwendung für lokales Intranet und vertrauenswürdige Sites in Internet Explorer starten.
  • Ermöglicht dem integrierten Administratorkonto die Ausführung von Microsoft Office-Setup, nachdem das Installationsprogramm in Microsoft Edge heruntergeladen wurde.
  • Behebt ein Problem, durch das nach dem Aktualisieren des Betriebssystems Favoriten oder die Leseliste in Microsoft Edge verloren gehen können.
  • Behebt ein Problem, durch das die neue App Container-Funktion für Microsoft Office deaktiviert wird.
  • Behebt ein Problem, das den Start bestimmter Apps verhindert, wenn Sie die Ordnerumleitung für den Roaming AppData-Ordner auf einen Netzwerkpfad festlegen.
  • Behebt ein Problem, durch das das Entfernen der Microsoft Office-Desktop-App nicht mehr reagiert und die Installation einer neueren Version der App blockiert wird.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass die CALDATETIME-Struktur mehr als vier japanische Eras verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Behebt ein Problem, durch das ShellExperienceHost.exe nicht mehr funktioniert, wenn das Startdatum für das japanische Zeitalter nicht am ersten Tag des Monats liegt. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Aktualisiert die NLS-Registrierung zur Unterstützung der neuen japanischen Ära. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Behebt ein Problem, durch das DateTimePicker das Datum falsch im japanischen Datumsformat anzeigt. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass das Steuerelement für Datums- und Uhrzeiteinstellungen alte Eras zwischenspeichert, und verhindert, dass das Steuerelement aktualisiert wird, wenn die Zeit in das neue japanische Zeitalter eintritt. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Aktualisiert Schriftarten zur Unterstützung der neuen japanischen Ära. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
    Behebt ein Problem, das verhindert, dass ein Eingabemethodeneditor (IME) das neue japanische Zeitalter unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Behebt ein Problem, bei dem das Flyout-Steuerelement „Uhr“ und „Kalender“ den Wochentag anzeigt, der falsch einem Datum im Monat der neuen japanischen Ära zugeordnet ist. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Fügt alternative Schriftarten für die neuen Schriftarten der japanischen Ära hinzu. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Aktiviert die Text-To-Speech-Funktion (TTS) zur Unterstützung neuer japanischer Epochen. Weitere Informationen finden Sie in KB4469068.
  • Behebt ein Problem, das den Fehler „0x3B_c0000005_win32kfull! VSetPointer“ verursacht, wenn der Kernelmodustreiber win32kfull.sys auf einen ungültigen Speicherort zugreift.
  • Behebt ein Problem, durch das die Benutzeroberfläche beim Scrollen in Fenstern mit vielen untergeordneten Fenstern für einige Sekunden nicht mehr reagiert.
  • Behebt ein Problem, durch das ein Touchscreen nach dem Neustart möglicherweise nicht mehr funktioniert.
  • Ermöglicht die Registrierung vorhandener Geräte, die von Configuration Manager verwaltet werden, bei Microsoft Intune mithilfe von Co-Management ohne Benutzerinteraktion. Es ist nicht erforderlich, dass ein aktiver Benutzer angemeldet ist, und es gibt keine MFA-Eingabeaufforderungen (Multi Factor Authentication). Mit diesem Update kann die MDM-Registrierung (Co-Managed Mobile Device Management) auch die Geräteanmeldeinformationen verwenden, die empfangen wurden, wenn das Gerät für den Beitritt zu Hybrid Azure Active Directory (AADJ) aktiviert ist.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass BitLocker ein entfernbares Laufwerk verschlüsselt, wenn keine Verbindung zum Speichern des Wiederherstellungsschlüssels in Active Directory oder Azure Active Directory besteht.
  • Behebt einen allmählichen Speicherverlust in LSASS.exe auf Systemen, bei denen die Anmeldung zwischengespeichert ist. Dieses Problem betrifft hauptsächlich Server, die viele interaktive Anmeldeanforderungen verarbeiten, z. B. Webserver.
  • Behebt ein Problem, durch das ein Benutzer sich nach der Deaktivierung des Kontos möglicherweise weiterhin mit einer Smartcard an einem Konto anmelden kann.
  • Behebt ein Problem, das den Zugriff auf Unternehmensressourcen bei der Verwendung von Kerberos mit Windows Hello for Business-Anmeldeinformationen (WHfB) verhindert. Dadurch erhalten Benutzer mehrere Aufforderungen zur Eingabe ihrer Anmeldeinformationen.
  • Behebt ein Problem, durch das die Serverleistung beeinträchtigt wird oder der Server aufgrund zahlreicher Windows-Firewall-Regeln nicht mehr reagiert. Um die Änderungen zu aktivieren, fügen Sie unter „HKEY_LOCAL_MACHINE \ SYSTEM \ CurrentControlSet \ Services \ SharedAccess \ Parameters \ FirewallPolicy“ mit Regedit einen neuen Registrierungsschlüssel „DeleteUserAppContainersOnLogoff“ (DWORD) hinzu, und setzen Sie ihn auf 1.
  • Behebt ein Problem mit Always-On-VPN-Ausschlussrouten, die nur für Link-Local-Ausschlüsse funktionieren.
  • Behebt Probleme beim Start, die auftreten, wenn Sie bestimmte virtuelle Maschinen mit hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI) neu starten.
  • Behebt ein Problem, durch das ein Benutzer mit Roaming-Profil nach dem Upgrade des Betriebssystems die benutzerdefinierten Startmenü-Einstellungen verliert. Nach der Installation dieses Updates müssen Administratoren die in KB4493782 beschriebene Registrierungseinstellung UseProfilePathMinorExtensionVersion für servergespeicherte Benutzerprofile (RUP) aktivieren. Mit diesem Schlüssel können Sie ein neues RUP für ein aktualisiertes Betriebssystem erstellen und den Verlust eines benutzerdefinierten Startmenüs verhindern. Das RUP muss lokal gespeichert werden und Sie müssen das Gerät neu starten.

KB4493437 für Windows 10 1803: Bekannte Fehler

1. Fehler

Nach der Installation dieses Updates könnte es zu Problemen mit dem Prebook Execution Environment (PXE) kommen beim Start von Geräten über einen Windows Deployment Services (WDS) Server, welcher konfiguriert wurde, um Variable Windows Extension zu nutzen. Das könnte dazu führen, dass die Server-Verbindung abgebrochen wird beim Download eines Image. Dieses Problem betrifft allerdings keine Clients und Geräte, welche die Variable Window Extension nicht verwenden.

1. Workaround

Um das Problem zu beheben, hat Microsoft drei Lösungen angeboten.

Option 1: Über die Konsole

  1. Öffnet die Kommandozeile als Admin
  2. Gebt diesen Befehl ein: Wdsutil /Set-TransportServer /EnableTftpVariableWindowExtension:No

Option 2: Nutzt das WDS UI

  1. Öffnet die Windows Deployment Services Administrative Tools.
  2. Erweitert Server und klickt rechts auf einen WDS Server.
  3. Öffnet die Eigenschaften und leert die Enable Variable Windows Extension Box im TFTP Tab.

Option 3:

  1. Setzt den folgenden Registry Wert auf 0:
  2. HKLM\System\CurrentControlSet\Services\WDSServer\Providers\WDSTFTP\EnableVariableWindowExtension

Startet anschließend den WDSServer Dienst neu nachdem die Variable Windows Extension deaktiviert wurde. Microsoft arbeitet inzwischen an einer Behebung dieses Problems.


Quelle: Microsoft.

Über den Autor

22 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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