Bericht: Microsoft soll Windows-Verkäufe an Huawei eingestellt haben

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Im Handelskrieg zwischen den USA und China wurde vor einiger Zeit ein Dektret von US-Präsident Donald Trump erlassen, welches US-Konzernen die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Huawei untersagt.

Während Google, Intel und andere Konzerne im Anschluss daran direkt die Einhaltung des Dekrets versprachen, ist man bei Microsoft mit Aussendungen zu dem Thema sehr zurückhaltend. Anfragen von Medien werden ohne Kommentar beantwortet, scheint man dort die Beendigung dieser Kooperation nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Nun berichtet die South China Morning Post, dass hinter den Kulissen dennoch etwas passiert. Die Partnerschaft zwischen den beiden Konzernen sei auf Eis gelegt worden in der Form, dass Microsoft nun keine Windows-Systeme an Huawei liefert. Auch Microsofts Mitarbeiter, die Huawei beim Bau von Windows-Geräten unterstützt hatten, seien an Shenzhen abgezogen worden. Die Zeitung will diese Informationen aus ungenannten Quellen erfahren haben.

Huawei-Laptops bekommen weiter Windows-Updates

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sich laut dem Bericht an der Update-Situation nichts ändert. Die Huawei-Geräte werden weiterhin sämtliche Windows-Updates erhalten. Die Zeitung schreibt, dass Quellen dies direkt bestätigt hätten.

Wir selbst hatten kürzlich ausführlich darüber berichtet und kamen zu dem Schluss, dass Windows Updates für Huawei-Laptops wohl weitergehen müssen. Nun gibt es eine Bestätigung, dass dies weiterhin so sein wird.

Unterdessen entwickelt sich der Handelskrieg außerordentlich negativ für Huawei, allerdings auch für die USA. Huawei wird künftig auf Technologien aus dem Ausland zugreifen, womit den US-Konzernen natürlich Aufträge entgehen.


Quelle: South China Morning Post

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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hi950
2 Jahre her

Macht jetzt im Unterschied zu Android Geräten die PCs nicht unbenutzbar. Huawei braucht nur die Geräte ohne Betriebssystem etwas billiger in den Handel bringen. Ein Windows kann sich jeder Anwender selbst kaufen und drauf spielen und braucht dafür nicht wesentlich länger als für die Ersteinrichtung eines vorkonfektionierten Gerätes. Klar ist es umständlicher, das Betriebssystem extra zu besorgen, aber wenn die Notebooks entsprechend billiger angeboten werden, werden sich schon genügend Kunden finden.

Androvoid
2 Jahre her

Die anfängliche Russland-Öffnung zur endgültigen Beendigung des Kalten Krieges habe ich Trump ja noch zugutegehalten. Auch da wurde er schnell zurückgepfiffen und es wurden ihm allerlei Steine in den Weg gelegt. Das aktuelle Säbelrasseln des Weltpolizisten kann ich aber nicht mehr gutheißen. Da beginnt er, sich da von seinen kriegswütigen Vorgängern nicht mehr allzu viel zu unterscheiden… Aber ich hatte da immer schon die Überzeugung, dass der Präsident, wenn es wirklich ernst wird, bloß eine Marionette von übergeordnet agierenden und im Hintergrund gut verborgenen Mächten ist! Damit päppelt er jetzt bloß noch weiter den hart konkurrierenden Wirtschaftsraum Ostasien technologisch auf.… Read more »

Peter.
2 Jahre her

Erst mal danke für diesen Artikel und es ist schön das es für Huawei MateBooks weiterhin Updates von Microsoft gibt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem MateBook X und werden Huawei weiterhin unterstützen wo ich nur kann. Huawei hat mir das erste mal gezeigt das man mit Windows genauso tolle Laptops bauen kann wie Apple mit seinen MacBooks.

[Unterdessen entwickelt sich der Handelskrieg außerordentlich negativ für Huawei, allerdings auch für die USA. Huawei wird künftig auf Technologien aus dem Ausland zugreifen, womit den US-Konzernen natürlich Aufträge entgehen.]

Das soll den US-Konzernen ruhig wehe tun finde ich.

Gorbowski
2 Jahre her

Ist das jetzt die Rache für Huaweis absägen von Windows Phone?

Gorbowski
Reply to  Gorbowski
2 Jahre her

?

AtzeH
Reply to  Gorbowski
2 Jahre her

Allerdings hätte das jetzt auch keinen Unterschied gemacht.