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Eigener Server oder Cloud?

Ohne Datenverarbeitung kommt kein Betrieb mehr aus. Damit mehrere Kollegen auf die einzelnen digitalen Informationen zugreifen können, besitzen die Unternehmen Netzwerke. Die Daten liegen auf Servern, die teilweise ganze Räume füllen. Eine Alternative bietet die Auslagerung dieser Rechentechnik.

Eine relativ neue Technologie

Dass mehrere Computer miteinander kommunizieren, ist schon lange verbreitet. Echte Server für den PC-Markt entwickelten sich jedoch erst am Ende des letzten Jahrtausends. Den ersten Windows NT 3,1 Server stellte Microsoft der Öffentlichkeit im Jahr 1993 vor. Er revolutionierte die Computernetze in den Büros der Republik. Im kommenden Jahr kommt die 14. Version als Windows Server 2025 auf den Markt. Erst Einblicke gewährte Microsoft allen Interessierten schon.

Server existierten schon vor dieser Zeit. So richtete Tim Berners-Lee am CERN 1990 einen NeXT Computer als wichtigen Knoten für das World Wide Web ein. Als das Internet 1993 die öffentliche Freigabe erhielt, waren 500 Server angeschlossen, ein Jahr später waren es schon 10.000. Das Internet nahm eine rasante Entwicklung. Die Idee, Daten zentral zu speichern und darauf durch mehrere Personen zuzugreifen, war jedoch nicht nur für das Internet interessant.

Vom Computerraum zur Cloud

Server sind Rechner, die Daten und Programme anderen PCs zur Verfügung stellen. Dies erfolgt über lokale Netzwerke (LAN) oder Ferndatennetze (WAN), etwa das Internet. Letzteres ermöglicht den heute häufig genutzten Cloud-Service. Interessant ist das Hosting besonders für kleine und mittlere Unternehmen oder zu privaten Zwecken. Es entstehen gleich mehrere Vorteile.

Zunächst entfallen die hohen Anschaffungskosten für die erforderliche Hardware. Interessant ist die Cloud ferner für Nutzer, deren Bedarf an Ressourcen schwankt. Wenn ein Unternehmen stark expandiert, kann es bei einem Hosting-Dienstleister schnell eine zusätzliche Kapazität hinzukaufen. Es entfällt die kostspielige Installation und Integration neuer Hardware-Komponenten im eigenen Haus. Außergewöhnliche Zugriffe aus dem Internet infolge einer Promotionsaktion lassen sich auf diese Weise ebenfalls schnell und zuverlässig absichern. Nach dem Ende der Verkaufsoffensive können die Kapazitäten wieder abbestellt werden.

Auch Gamer profitieren von der Cloud

Damit sorgt ein virtueller Server für ein hohes Maß an Flexibilität. Dies kann sich auch für private Zwecke nützlich sein, um etwa ein Multiplayer-Game zu spielen. Obwohl die meisten Spielehersteller eigene Online-Plattformen anbieten, nutzen viele Gamer lieber private Server. Wer mit Gleichgesinnten auch der ganzen Welt spielen möchte, ist mit externen Angeboten am besten bedient. Sie kosten nicht viel und bieten eine hervorragende Performance für das Spielen. Spezialisierte Anbieter stellen zudem die optimale Konfiguration für das jeweilige Spiel an. Bei guten Hosting-Diensten finden die Nutzer die beste Umgebung für mehr als 150 verschiedene Games.

Weitere Vorteile der Cloud

Hosting bedeutet nichts anderes, als sich bei einem externen Anbieter IT-Ressourcen zu mieten. Es entstehen laufende Kosten, die gut kalkulierbar sind. Diese würden auch bei einem eigenen Server anfallen, etwa für Systemerweiterungen oder für den Austausch eines defekten Teils der Hardware. Zudem muss sich in der Firma niemand um die Sicherheitsupdates für die Software kümmern.

Datenschutz

Unternehmen müssen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einhalten. Zu den wichtigen Punkten gehört der Standort des Servers. Um die Richtlinien zu erfüllen, müssen die Firmen ihre Daten in der EU speichern. Die Datenverarbeitung außerhalb der Staatengemeinschaft ist nicht regelkonform. Hier ist jedes Unternehmen seinen Kunden gegenüber zur Einhaltung der DSGVO verpflichtet. Ein Verstoß hat empfindliche Strafen zur Folge.

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Student, Nerd & Xbox-Fan.
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