Cortana Thermostat GLAS wirft Cortana von Bord

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Der US-amerikanische Hersteller Johnson Controls setzte sehr früh auf digitale Assistenz sowie die Cloud. Damit wollte man sich als Pionier in der Branche positionieren, um smarte Heizlösungen anzubieten.

Nach und nach sah der Hersteller offenbar ein, dass man sich bei der digitalen Assistenz womöglich geirrt hatte. Man setzte nämlich auf Microsofts Cortana. Später reichte man auch die Unterstützung für Alexa und Google Assistant nach.

Man scheint mit diesen Assistenzsystemen auch deutlich besser zu fahren. Der Hersteller informiert seine Nutzer nämlich nun darüber, dass Cortana mit einem kommenden Software-Update vom Thermostat fliegen wird. Gründe hierfür gibt der Hersteller nicht an. Es dürfte allerdings daran liegen, dass Cortana im Vergleich zu den konkurrierenden beiden Assistenten deutlich weniger Funktionalität bietet. Sowohl Alexa als auch Google Assistant können wesentlich mehr Fragen beantworten, bieten weitreichendere Integrationen in Smart Home-Lösungen und natürlich wesentlich mehr Skills.

Microsoft war ohne Zweifel ein Pionier bei digitalen Assistenten, schaffte es jedoch nicht, Cortana laufend zu verbessern und aktiv zu vermarkten. Obwohl Cortana noch vor Alexa ins Leben gerufen worden war, läuft man Amazons Assistenz heute nur noch nach.


via ZDNet

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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hi950
11 Monate her

Wenn man mit Cloud Services Umsätze machen will, benötigt man eben auch ein Ökosystem mit potentiellen Nutzern. Da nun mal die allermeisten Anwender mobile Frontend-Geräte nutzen, muss das Ökosystem solche Geräte mit umfassen. Andernfalls springen Anwender, Hardware-Partner und Entwickler eben ab und gehen zur Konkurrenz. Ob der aktuell gewählte Ausweg funktioniert, das Google Ökosystem zu infiltrieren, bleibt fraglich…

Gorbowski
11 Monate her

Kann das Ding auch die Schriftfarbe wechseln, damit man es an einer weißen Wand verwenden kann?

Nicht, dass ich so einen Schmarrn bräuchte.

Armin Osaj
Editor
Reply to  Gorbowski
11 Monate her

Geniale Frage haha

Ich finde das Ding eigentlich ziemlich Schick, aber zu teuer.

Androvoid
11 Monate her

Jeder fallende Dominostein reißt da in weiterer Folge mindestens zwei andere mit.
Bin schon auf Nadellas Grinsen gespannt, wenn er sich freut, dass das alles Microsofts offiziellen Unternehmenswert bis dato um keinen Deut geschmälert hat.
Aber auch die Börsianer werden da einmal aufwachen…

Dada
11 Monate her

Ich finde, digitale Assistentinnen sollten nur in Raumschiffen wie z.B. Enterprise zum Einsatz kommen.
Meine Thermostate Zuhause bediene ich lieber „analog“…?

BerndOH
Reply to  Dada
11 Monate her

z.B. HAL 9000

defected85
11 Monate her

Tschüss Cortana.

…tschüss Lumia.
…tschüss WP/W10M.
…tschüss Band
…tschüss Groove Music Pass
…(hier kann beliebig ergänzt werden)

R.I.P.

fuchur
Reply to  defected85
11 Monate her

Alles was irgendwie auf die userbasis von W10m angewiesen war oder ist halt. Frag mich ob Nadella zu blöd war „soweit“ zu denken oder ob das einkalkuliert war.

BerndOH
Reply to  defected85
11 Monate her

…tschüss Groove music app in Verbindung mit Onedrive

roidanton
11 Monate her

Microsoft lernt nicht. Das gleiche Leidensspiel wie bei wp. Wenn sich jetzt die dritt hersteller verabschieden. Hat es weg oder macht was. Das was jetzt läuft kostet sinnlos Geld und führt zu nichts mehr.