Microsoft aktiviert Tracking-Schutz standardmäßig im Chromium Edge

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Microsoft möchte als wichtiges Argument für die Nutzung des eigenen Edge-Browsers im Vergleich zu Chrome auch das Datenschutz-Argument für sich beanspruchen. Die Redmonder bieten im Gegensatz zu Google ihre Dienste gegen Bezahlung an, während man bei Chrome mit seinen Daten dafür zahlt.

Microsoft Edge wird von Haus aus mehrere Schutzmechanismen vor unerwünschter Datensammlung durch Webseiten im Internet implementieren. Hierzu gehört auch ein integrierter Tracking-Schutz in Microsoft Edge. Dabei wird Microsoft seinen Nutzern gestatten, einen Schutzmechanismus zu aktivieren, welcher vor der Nutzung von Daten schützt, auf die nicht direkt zugegriffen wurde. Dadurch kann weniger Werbung personalisiert für den Nutzer eingeblendet werden und insgesamt weniger Seiten im Internet können sich an der Sammlung von Nutzerdaten beteiligen.

Microsofts Tracking-Schutz ist jenem sehr ähnlich, welcher bereits im Mozilla Firefox integriert ist. Die Liste der zu blockierenden Tracker hat Microsofts auch von Mozillas Content Blocking-Liste sowie von Disconnected.me abgeleitet. Unterschiede dürfte es unter Umständen bei der Implementierung geben, aber ansonsten funktioniert der Tracking-Schutz in Edge ganz ähnlich.

Das Feature ist nun im Dev- sowie auch im Canary-Channel aktiv und muss nicht mehr als flags-Option aktiviert werden. In den Einstellungen des Edge-Browsers steht die Funktion unter Datenschutz und Dienste bereit. Standardmäßig ist die ausgeglichene Option aktiv, welche laut Microsoft böswillige Tracker sowie jene von Drittanbietern blockiert. Weiters gibt es die Optionen “Streng”, wobei die meisten Tracker von Drittanbietern blockiert werden und “Einfach”, wo hingegen die Anzeige relevanter Werbung ermöglicht wird.

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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blaupausehi950NordishBen Recent comment authors
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NordishBen
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NordishBen

Sorry, aber das ist mir zu viel Schönmalerei über Microsoft. Erinnern wir uns daran wie viel Windows 10 ursprünglich standardmäßig nach Hause telefoniert hat, ehe die Standardeinstellungen durch viel äußeren Druck geändert wurden. Auch ist erst letztens bekannt geworden, dass massiv bei Skype mitgehört wird. Und der Smartscreen mit dem Edge auch arbeitet, telefoniert auch fröhlich nach Hause und verrät MS wohin man so surft: https://mobile.twitter.com/scriptjunkie1/status/1152280517972299777

Microsoft verspricht viel, wenn der Tag lang ist und doch sind sie immer noch stark schuldig auch wirklich zu beweisen, dass sie auch einhalten was sie versprechen.

hi950
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hi950

Aber während Google quasi ausschließlich mit Werbung Einnahmen generiert hat das Geschäft mit Werbung bei Microsoft kaum eine Bedeutung im Vergleich der Geschäftsfelder. Insofern fällt es Microsoft viel leichter zu versichern, daß keine personenbezogenen Daten zum Zweck von zielgerichteter Werbung ausgewertet werden. Genau das müssen aber Anwender bei der Nutzung von Google oder Apple Software hinnehmen. Komischerweise wird das in den Medien eher klein gehalten, während zi Windows 10 seit Jahren große Aufregung kommuniziert wird. Dort geht es aber im Gegensatz zur Konkurrenz lediglich um die Übertragung von anonymen Telemetriedaten zur Fehleranalyse bzw. wenn höherer Log-Level aktiviert ist, wie eigentlich… Read more »

hi950
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hi950

Übrigens sammelt selbst Mozilla bei Firefoxund Thunderbird oder Canonical bei Ubuntu Telemetriedaten. Ich habe noch nie aufgeregte Artikel darüber gelesen, komisch 😉

blaupause
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blaupause

viele Linux-Distros sammeln Telemetrie-Daten, die sind aber nicht abschaltbar!!