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Die zwei wichtigsten Fragen rund um das Windows 10 Mobile-Update beantwortet

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Die Vorstellung von Windows 10 Mobile wird im September erwartet und Windows Phone-Nutzer aktuell interessiert natürlich brennend die Frage, ob das eigene Gerät das Update erhalten wird. Microsoft hat auf seiner offiziellen Seite eine Liste an Lumia-Smartphones veröffentlicht, welche das Windows 10-Update ab Verfügbarkeit erhalten werden. Vorher erwähnt man noch, dass man hart daran arbeite, auch die weiteren Geräte mit der Aktualisierung zu versorgen.

  • Lumia 430
  • Lumia 435
  • Lumia 532
  • Lumia 535
  • Lumia 540
  • Lumia 640
  • Lumia 640 XL
  • Lumia 735
  • Lumia 830
  • Lumia 930

Microsoft hat dadurch für ordentliche Verwirrung gesorgt und betrachtet man die Informationen aus der Vergangenheit näher, dann sind diese völlig unbegründet. Wir haben die zwei wichtigsten Fragen bezüglich dem Update zusammenzutragen und sie im Folgenden für euch beantwortet.

Unter welchen Umständen bekommt mein Smartphone das Windows 10 Mobile-Update nicht?

Dies ist wohl die Frage, welche die meisten Nutzer interessiert und wo die Panikmache der Fachpresse am besten greift. Aktuell sind für den Erhalt des Windows 10 Mobile-Updates drei Faktoren relevant, nämlich der Hersteller, Netzbetreiber und die Hardware des Geräts, genauer gesagt die Speicherkapazität und der Arbeitsspeicher werden derzeit ebenfalls als Hinderungsgrund kolportiert.

Verwendet man, wie mehr als 90 Prozent der Windows Phone-Nutzer, ein Nokia- bzw. Microsoft-Smartphone, dann kann man fest mit Windows 10 rechnen, allerdings werden manche Geräte später beliefert. Wie Microsoft auf der Seite verlauten lässt, werden dort nur die Geräte gelistet, welche zum Start von Windows 10 Mobile das Update erhalten werden. Dabei handelt es sich wohl um jene Smartphones, bei denen die Entwicklung des Betriebssystems am weitesten fortgeschritten ist und worauf es vermutlich derzeit recht stabil läuft. Zu diesem Schluss sind die Entwickler beim Testen gekommen, ansonsten würde man sich nicht die Blöße geben, ein eigenes Smartphone nicht mit der Aktualisierung zu versorgen.

Bei HTC, Samsung und anderen kleinen OEMs ist noch nicht gesichert, ob diese das Update ausliefern werden. Hier muss man die Meldungen vom jeweiligen Hersteller beachten. Beispielsweise verspricht BLU für seine Geräte ein Update auf Windows 10, während Kazam bereits bekanntgegeben hat, dass man es nicht ausliefern wird. Microsoft kann hier nicht mehr tun, als den Herstellern das Update zur Verfügung zu stellen, gerätespezifische Firmware herzustellen und es auszurollen, müssen diese allerdings noch selbst machen.

Bei gebrandeten Geräten hat oft der Mobilfunkanbieter noch ein Wörtchen mitzureden und kann ebenfalls bestimmen, ob ein Update ausgerollt wird oder nicht. Auch hier muss man noch auf offizielle Informationen vonseiten der Netzbetreiber warten.

Vor einigen Monaten ging das Gerücht um, dass Geräte mit 512 Megabyte Arbeitsspeicher kein Update auf Windows 10 erhalten würden. Mittlerweile ist bekannt, dass auch diese Smartphones die Aktualisierung erhalten können, nicht zuletzt aufgrund des Insider Programms.

Die nächste Hürde sind die vier Gigabyte an internem Speicher, womit zahlreiche Low-End Geräte ausgestattet sind und welche schlichtweg für die Installation des Updates nicht ausreichend sind. Während zwar einigen Nutzern der Insider Preview die Installation von Windows 10 durchaus gelungen ist, dürfte sie für die meisten Nutzer vorerst nicht infrage kommen. Denn dafür müssten diese ihr Gerät vollständig auf den Werkszustand zurücksetzen, womit sämtliche Apps und Daten gelöscht werden. Microsoft soll aber an einer Lösung per MicroSD-Karte arbeiten, um auch diese Geräte zu unterstützen.

Wie bekomme ich es dann trotzdem?

Langfristig dürften nur die wenigsten Smartphones kein Update auf Windows 10 Mobile erhalten, auch, wenn zum Start nur ein Bruchteil der Geräte unterstützt wird. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass der Rollout eines solch großen Updates durchaus Monate dauern kann, jedoch entstehen dann immer wieder kleine Tricks, wie man es sich vorher schon holen kann.

Derzeit gilt als so gut wie sicher, dass das Windows Insider Programm für Smartphones nach der offiziellen Fertigstellung von Windows 10 weiterlaufen wird. Wie einst bei der Developer Preview werden jene Nutzer, die definitiv kein Update erhalten werden – beispielsweise Besitzer des Huawei Ascend W1 – über das Insider Programm auf eine stabile Build upgraden können und sind daher weder auf ihren Netzbetreiber, noch auf den Hersteller angewiesen.

Als zweite Möglichkeit könnte in Zukunft Microsofts Windows Phone Recovery Tool zum Einsatz kommen. Wenn Windows 10 Mobile fertiggestellt ist und an die eigenen Updateserver freigegeben wird, wird vermutlich auch die Build aktualisiert werden, welche über das Wiederherstellungsprogramm heruntergeladen wird. Es ergäbe keinen Sinn, wenn Microsoft als stabile Wiederherstellungs-Build jene von Windows Phone 8.1 nutzen würde, wenn der Nachfolger offiziell und fertiggestellt auf dem Markt ist.

Schlusswort

Es wird noch relativ lange dauern, bis die ersten Nutzer der oben angeführten Geräte ihr Update auf dem Schirm haben und wohl noch länger für all jene, die keines davon ihr Eigen nennen. Man stellt die falsche Frage, wenn man sich wundert, weshalb das Lumia 1520 oder das Lumia 520 zum Start von Windows 10 nicht unterstützt werden. Microsoft hätte mit dem Launch warten können bis alle Geräte bereit sind, aber für die Nutzer wäre dies nicht weniger frustrierend. Daneben erscheint ein stufenweiser Rollout durchaus sinnvoll, denn dadurch werden die Updateserver nicht allzu sehr belastet.

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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